Politik | 24.02.2023

CDU-Stadtratsfraktion Remagen

Land verzögert indirekt barrierefreien Umbau der Remagener ÖPNV-Haltestellen

V.l.: Jürgen Walbröl, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, mit seinem Stellvertreter Andreas Köpping an der Haltestelle „Oberwinter Bahnhof“ ohne „Busbucht“ und abgesenktem Bordstein. Foto: CDU Remagen

Remagen. Anlässlich der letzten Sitzung des Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses in Remagen hat Bürgermeister Ingendahl mitgeteilt, dass die Stadt Remagen nach jüngster Aussage des Landesbetriebs Mobilität (LBM) keine Zuwendung für den geplanten barrierefreien Umbau von Bushaltestellen erhalten wird. Da die Zuwendung in der Regel 85% der anrechenbaren Kosten ausmacht und es bei über 40 Bushaltestellen im Stadtgebiet schnell zu 6- oder siebenstelligen Summen kommen kann, kann die Stadt nun nicht wie eigentlich im Haushalt 2023 vorgesehen mit dem Umbau von zunächst vier Bushaltestellen starten: die vorgesehenen Einnahmen durch die Zuwendung fehlen.

Hintergrund ist, dass der Remagener Stadtrat beschlossen hatte, die Grundsteuersätze nicht zu Jahresbeginn direkt auf den vom Land vorgesehenen Nivellierungssatz anzuheben, sondern die Sätze über mehrere Jahre verteilt zu erhöhen, um der Bürgerschaft die zusätzliche Belastung gerade jetzt wenn schon nicht zu ersparen, aber zumindest erträglicher und planbarer zu machen.

„Ich empfinde dieses Verhalten zumindest indirekt als einen Eingriff in die kommunale Finanz- und Planungshoheit. Es kann auch nicht sein, dass gerade eine sozialdemokratisch geführte Landesregierung so durch die Hintertür ein Mehr an Barrierefreiheit in den Kommunen verhindert. Es geht doch hier immerhin um die Teilnahme von in der Mobilität eingeschränkten Personen am normalen Alltag“, so Jürgen Walbröl, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Remagener Stadtrat. „Unsere SPD-, Grünen- und FDP-Kolleginnen und Kollegen im Ausschuss hielten sich jedenfalls sehr zurück, als von einer Bestrafung genau der Kommunen die Rede war, die aus gutem Grund die Belastungen der Bürgerschaft soweit wie möglich vermindern oder zumindest verzögern wollen“, ergänzt sein Stellvertreter Andreas Köpping.

Mit viel Aufwand hat die Stadt eine AG Barrierefreiheit ins Leben gerufen, in der sich auch viele Bürgerinnen und Bürger engagieren. Ein barrierefreier Zugang zum ÖPNV ist hier auch immer wieder Teil des Austauschs.

Die Remagener Christdemokraten jedenfalls haben das Thema aufgegriffen und sich an die lokale CDU-Landtagsabgeordnete Petra Schneider gewandt mit der Bitte, die Problematik in Mainz vorzutragen und so beizutragen, diese verfehlte Politik der Landesregierung zumindest ein Stück weit öffentlicher zu machen.

CDU-Stadtratsfraktion Remagen

V.l.: Jürgen Walbröl, Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, mit seinem Stellvertreter Andreas Köpping an der Haltestelle „Oberwinter Bahnhof“ ohne „Busbucht“ und abgesenktem Bordstein. Foto: CDU Remagen

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Hink Heike: Hat die UWG, CDU und der Herr Meyer sich auch einmal überlegt,wie die Senioren vollgepackt mit ihrer Ware, die ganzen Berge wieder hochkommen sollen? Und die Todenfelder, Hilberather, Locher und Queckenberger...

WiderSPRUCH: Das neue Kleid von Sankt Laurentius

  • Andreas Ludwig-Koch: Sehr geehrte Frau Schmitz, Ihre Ausführungen haben weniger mit Religionswissenschaft u. neutraler Historiographie zu tun, als mit protestantischer Hermeneutik. Die frühchristliche Eucharistie war zwar...
  • Dietmar Muenster: Alles in allem bin ich sehr enttäuscht,was ist aus der schönen Kirche bloß geworden?
  • Anna-Maria Smits : Sehr geehrter Herr Pacyna-Heinen , Was ist der Sinn dieser verspäteten Kritik? Wissen Sie wieviel Arbeit es ist, eine Kirche zu restaurieren? Unsere Martin-Luther-Kirche ist von der Wiedereröffnung noch weit entfernt.
  • Engin: Diese selektive Berichterstattung stellt die Glaubwürdigkeit europäischer Medien zunehmend infrage. Wenn Täter türkischer Herkunft sind, wird deren Nationalität sofort und prominent hervorgehoben. Handelt...
Rund um´s Haus
Dauerauftrag 2025
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dienstleistungen
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Januar 2026
3+1 Aktion
Sonntag Verkauf von 13-18 Uhr
Titelanzeige
Empfohlene Artikel

Andernach. Der Seniorenbeirat der Stadt Andernach lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Sprechstunde ein, die für die Anliegen und Fragen älterer Menschen in der Gemeinschaft Andernachs gedacht ist. Das Format findet in der Regel einmal im Monat donnerstags statt und bietet eine wertvolle Gelegenheit, um direkt mit den Mitgliedern des Beirats in Kontakt zu treten.

Weiterlesen

Kreis Neuwied. Ellen Demuth MdB, direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen, hat sich in einem Schreiben an die Deutsche Bahn gewandt. Darin unterstützt sie die Forderung aus der Region, Rhein-Fähren systematisch in die Planung des Schienenersatzverkehrs während der für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehenen Generalsanierung der rechtsrheinischen Bahnstrecke einzubeziehen.

Weiterlesen

Neuwied. In Neuwied fließt in diesem Jahr eine Förderung von insgesamt 436.050 Euro in die Schulsozialarbeit. 221.850 Euro werden in 8,5 Vollzeitstellen an allgemeinbildenden Schulen und 214.200 Euro in 7 Stellen an berufsbildende Schulen gegeben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Dauerauftrag
Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Go meets BBS Andernach
Pflegefachkräfte in der Tagespflege(w/m/d)
Imagewerbung
Maifeld
Stellenanzeige Zahntechniker
"Harald Schweiss"
Titelanzeige Goldankauf
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26Heimersheimer Weihnachtsmärktchen, 29. – 30.11.25
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Karneval im Brohltal