Politik | 19.05.2021

Neue Landesregierung in Rheinland-Pfalz

Malu Dreyer bleibt weiter Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Den Aufbruch in Chancen verwandeln - Rheinland-Pfalz in eine starke Zukunft führen

Vereidigung der Ministerpräsidentin. Foto: © Landtag RLP / Silz

Vereidigung der Ministerpräsidentin. Foto: © Landtag RLP / Silz

Mainz/Rheinland-Pfalz. „Es macht mich stolz, glücklich und dankbar, dass ich zum dritten Mal zur Ministerpräsidentin dieses schönen Landes gewählt wurde. Ich werde mich weiterhin mit ganzer Kraft dafür einsetzen, das Vertrauen der Abgeordneten des rheinland-pfälzischen Landtags und aller Bürger und Bürgerinnen einzulösen. Auch, wenn mich nicht alle Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen gewählt haben, ich will mich für alle Menschen im Land einsetzen. Ich will Ministerpräsidentin für alle sein. Mein Ziel ist es, dass wir Rheinland-Pfalz erfolgreich weiterentwickeln und zukunftsfest machen. Ich blicke mit Zuversicht und Tatkraft auf die neue Legislaturperiode und freue mich darauf, unser Land in eine starke Zukunft zu führen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach ihrer Wahl in der Konstituierenden Plenarsitzung der 18. Legislaturperiode.

Mit einem nachhaltigen Zukunftsvertrag stelle die neue Landesregierung entschlossen die Weichen für eine intakte Umwelt, soziale Gerechtigkeit und eine starke innovative Wirtschaft. „Wir gehen die Transformation der Arbeitswelt so an, dass gute Arbeit und wirtschaftliche Innovationen Hand in Hand gehen. Wir stellen den Klimaschutz nach vorn und wir werden den digitalen Fortschritt und die technologische Entwicklung so nutzen, dass sie zu Chancen für die Menschen werden“, kündigte die Ministerpräsidentin an.

Ihre Vision von Rheinland-Pfalz im Jahr 2030 sei das eines sozial gerechten, nachhaltigen und wirtschaftlich innovativen Landes, in dem die Bürger und Bürgerinnen zusammenhalten, in dem junge Menschen gerne Familien gründen und Ältere sich keine Sorgen um die nachfolgenden Generationen machen.

„Wir gestalten ein Land, in dem beste Kitas und Schulen den Weg in ein eigenständiges Leben ebnen, in dem es bedarfsgerechte medizinische Versorgung und eine exzellente Pflegestruktur gibt und pulsierende Innenstädte und lebenswerte ländliche Regionen gleichwertige Lebensbedingungen bieten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Mit ganzer Kraft werde sie sich mit der Regierung für die Bekämpfung der Coronafolgen einsetzen. Die Pandemie dürfe nicht zu einer neuen sozialen Ungleichheit führen.

Gründlichkeit, Beteiligung und Konsens seien dabei die Grundlagen ihres Regierungsstils, sie setze weiterhin auf den konstruktiven Dialog und das ehrliche Ringen um den besten Weg. Gerade in diesen schwierigen Monaten der Corona-Pandemie habe die Demokratie bewiesen, dass die Institutionen und politischen Prozesse funktionierten. Die Stärke des föderalen und subsidiären Prinzips habe sich in der Krise besonders gezeigt.

Als erschreckend bezeichnet es die Ministerpräsidentin, dass in einem zunehmend unduldsamen und ungeduldigen politischen Klima Hass und Hetze ungehemmter ausgelebt würden. „Gegen Hass und Gewalt wird auch die neue Landesregierung mit aller Entschiedenheit vorgehen. Und den Kampf gegen Antisemitismus werden wir konsequent fortsetzen. Wenn jüdische Bürger und Bürgerinnen und jüdische Einrichtungen bedroht werden, ist das ein Angriff auf uns alle, auf unser friedliches Zusammenleben, auf unsere Demokratie“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Sie wolle mit ihrem zweiten Ampelbündnis Rheinland-Pfalz fit machen für dieses dritte Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, das ein Veränderungsjahrzehnt sein werde. „Lassen Sie uns zusammen für ein klimaneutrales, weltoffenes, solidarisches und wirtschaftlich erfolgreiches Rheinland-Pfalz arbeiten“, warb die Ministerpräsidentin.

Ernennungen am 18. Mai 2021

Gemäß Artikel 98 Absatz 2 Satz 2 der Landesverfassung hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer Anne Spiegel zur Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität ernannt und sie zugleich gemäß Artikel 105 Absatz 2 Satz 3 der Landesverfassung zu ihrer Stellvertreterin bestimmt.

Ernannt wurden weiter:

  • Daniela Schmitt zur Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau,
  • Doris Ahnen zur Ministerin der Finanzen,
  • Herbert Mertin zum Minister der Justiz,
  • Roger Lewentz zum Minister des Innern und für Sport,
  • Dr. Stefanie Hubig zur Ministerin für Bildung,
  • Alexander Schweitzer zum Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung,
  • Clemens Hoch zum Minister für Wissenschaft und Gesundheit,
  • Katharina Binz zur Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration.

Nach der ersten Sitzung des Ministerrates wird Ministerpräsidentin Malu Dreyer folgende Staatssekretärinnen und Staatssekretäre ernennen:

  • Fabian Kirsch zum Staatssekretär als Chef der Staatskanzlei,
  • Heike Raab zur Staatssekretärin als Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa,
  • Randolf Stich und Nicole Steingaß zum Staatssekretär und Staatssekretärin im Ministerium des Innern und für Sport,
  • Dr. Stephan Weinberg zum Staatssekretär im Ministerium der Finanzen.
  • Dr. Matthias Frey zum Staatsekretär im Ministerium der Justiz,
  • Fedor Ruhose zum Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung,
  • David Profit und Professor Dr. Jürgen Hardeck zu Staatsekretären im Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration,
  • Andy Becht und Petra Dick-Walther zum Staatssekretär und zur Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau,
  • Bettina Brück zur Staatssekretärin im Ministerium für Bildung,
  • Dr. Denis Alt zum Staatsekretär im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit,
  • Dr. Erwin Manz und Katrin Eder zum Staatssekretär und zur Staatssekretärin im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität.

Pressemitteilung Staatskanzlei Rheinland-Pfalz

Vereidigung der Ministerpräsidentin. Foto: © Landtag RLP / Silz

Vereidigung der Ministerpräsidentin. Foto: © Landtag RLP / Silz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
20.05.202123:15 Uhr
juergen mueller

Noch einmal - gut für Dreyer - schlecht für Giffey - beide SPD.
Bei der Masse der Kommentare, verständlich, dass nicht alles veröffentlicht werden kann.
Aber - man sollte berücksichtigen, WAS für UNS von Wichtigkeit in Bezug auf politischem Glauben ist oder nicht. Und da hat dieser wieder einmal einen Dämpfer erhalten. Glaubwürdigkeit in der Politik war schon immer ein zweischneidiges Schwert Für mich persönlich ist Politik seit jeher mit Unglaube, Verlogenheit, Heuchelei u. einer Inanspruchnahme persönlicher Vorteile verbunden auf einer Basis die seinesgleichen sucht.
Wenn ich mir gerade "ANNE WILL" anschaue u. damit dieses vorprogrammierte politische inhaltlose Geschwätz, dann bestätigt das nur wieder mein Bild von einer Politik, der man nicht vertrauen sollte, davon abgesehen, dass solche selbstdarstellerischen Polit-Shows eh keinen Wahrheitsgehalt haben.
Trotzdem - Wenn Malu Dreyer weiterhin Ministerpräsidentin von Rhld-Pfalz bleibt/ist, dann finde ich das als eine gute Wahl.

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Einladung zum Neujahrsempfang

  • S.Bastian: @ Boomerang: Bitte bringen Sie Licht ins Dunkel, was die Ahmadiyya Muslim Jamaat mit der von Ihnen genannten Moschee und dem dahinter stehenden Verein gemeinsam hat. Sie scheinen hier etwas durcheinander...
  • Boomerang : Die Koblenzer Abu-Bakkr-Moschee beziehungsweise der dahinterstehende „Verein der Islamischen Kultur Koblenz“ steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Das teilt das rheinland-pfälzische Innenministerium...
  • S. Bastian: Troll! Die Ahmadiyya Muslim Jamaat werden nicht vom Verfassungsschutz beobachtet.
  • Dr. Axel Ritter: Das Problem werden u.a. die „neuen“ Brücken sein, von denen die meisten unterseitig zerklüftet sind bzw. sein werden - siehe z.B. „neue“ „Bachemer Brücke“ und „neue“ „Landgrafenbrücke“ -, an denen bei...
  • H. Schüller: Der Stromschlagschutz bei der Bahn ist auf dem Stand vor 100 Jahren. Deshalb passiert fast alle zwei Wochen ein Bahnstromunfall und leider kommen in keinem Bahnsystem so viele Menschen und Tiere um wie im elektrischen.
DA bis auf Widerruf
Physiotherapeut/in (m/w/d)
Daueranzeige 2026
Stellenanzeige Ingenieur/in
Azubimesse Go
Stellenanzeige
Stellenanzeige Zahntechniker
Stellenanzeige Jugendpfleger/in u. Azubi Kauffrau Tourismus
Stellenanzeige Reinigungskarft
Rosenmontagszug in Brohl
Empfohlene Artikel

Bendorf. Auf Einladung der FDP-Stadtratsfraktion hat sich die FDP-Direktkandidatin für den Landtagswahlkreis 10, zu dem auch Bendorf gehört, über die derzeit aktuellen Projekte und Probleme der Stadt informiert. Sandra Krämer, 24jährige WHU-Studentin, stammt aus Andernach, und hat Bildungs- und Wirtschaftspolitik als die aus ihrer Sicht wichtigsten Politikbereiche bezeichnet.

Weiterlesen

Bendorf. Der Stadtverband der FDP Bendorf hat auf seinem Ortsparteitag am Mittwochabend einen neuen Vorstand gewählt. Zum neuen Vorsitzenden wurde der 40-jährige Unternehmer und Kommunikationsexperte Jan Wambach einstimmig gewählt.

Weiterlesen

Bendorf. Junge Menschen haben eine Stimme – und in Bendorf auch ein eigenes Gremium: den Jugendbeirat. Er ist die offizielle Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen der Stadt und bietet jungen Menschen zwischen 12 und 18 Jahren die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen, ihre Ideen umzusetzen und bei jugendrelevanten Themen demokratisch mitzuwirken.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Grafschaft-Gelsdorf. Aus- und Rückblicke, aber auch einen karitativen Aspekt bot unlängst der Jahresempfang am Bundeswehr-Standort in Gelsdorf. Rund 50 Gäste und Ehrengäste waren der Einladung des Standortältesten Oberst i. G. Christian Ziese gefolgt, darunter die Kreisbeigeordnete Christina Steinhausen sowie die Ortsvorsteher von Gelsdorf und Vettelhoven, Hermann-Josef Dahlhausen und Dr. Franz-Josef Schneider.

Weiterlesen

Künftig zwei statt drei Baumreihen an der Ahr geplant

Bad Neuenahr-Ahrweiler: Bürgerdialog zur Gestaltung der Ahr-Promenaden

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Volles Haus beim Bürgerdialog der Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG). Schließlich ging es zum Thema Gewässer- und Freiraumplanung nicht nur um Hochwasserschutz, sondern auch um die künftige Gestaltung der beiden Ahr-Promenaden Georg-Kreuzberg-Straße und Lindenstraße. Dazu machte Hermann-Josef Pelgrim von der AuEG von vorneherein klar: „Vom Bild der Ahr der vergangenen Jahrzehnte muss man sich verabschieden.“

Weiterlesen

Landtagskandidat Guido Orthen: Mehr Sicherheit, weniger Bürokratie und bessere Bildung gefordert

„Mehr Vertrauen, weniger Kontrollstaat“

Ahrweiler. Mehr Sicherheit, bessere Bildung, finanziell starke Kommunen und der absolut notwendige Abbau lähmender Bürokratie: Das waren die zentralen Themen, die der CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis 14, Guido Orthen, bei der Mitgliederversammlung der Senioren-Union, Kreisverband Ahrweiler, im Hotel „Zum Stern“ ansprach. Zunächst dankte Guido Orthen in seinem Grußwort den Mitgliedern der Senioren-Union für ihren großen Einsatz.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Imageanzeige
Hausmeister, bis auf Widerruf
Stellenanzeige IT Administrator
Kooperationsgeschäft
Anzeige Neueröffnung
Anzeige Deko Sale
Imageanzeige Werbeplan 2026
Azubi Messe Go bei Blick aktuell
Pflegefachkräfte in der Tagespflege(w/m/d)
Imageanzeige (Januar)
Maifeld
Karneval in Bad Bodendorf
Rückseite o. B. Vorauskasse