Politik | 06.12.2019, 11:11 Uhr

Bürgermeister und Förderverein zu Gespräch im Innenministerium

Notarztstandort Adenau muss erhalten werden

Guido Nisius, Bürgermeister der VG Adenau setzt sich weiter für den Erhalte des Notarztstandortes ein.Fotos: Archiv
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Adenau. Der Notarztstandort Adenau ist wichtig und muss erhalten werden. Dies ist das Ergebnis eines Gespräches am 4.12.2019 im rheinland-pfälzischen Innenministerium zwischen Vertretern der zuständigen Rettungsdienstbehörde sowie den Krankenkassen als Kostenträger.

Nachdem die Marienhaus GmbH verkündet hatte, sich mit dem Adenauer St. Josef-Krankenhaus aus dem Notarztdienst zurückzuziehen, hat die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz als die für den Landkreis Ahrweiler zuständige Rettungsdienstbehörde nunmehr in Abstimmung mit den Krankenkassen eine alternative bedarfsgerechte Notfallversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund traf man sich jetzt beim Innenministerium in Mainz, um sich auf eine Lösung zu verständigen.

Zu diesem Gespräch eingeladen waren auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Guido Nisius sowie Dr. Martin Schiffarth und Hermann-Josef Romes von der Initiative „Unser Notarzt“ des Fördervereins Adenauer Krankenhaus. Ihnen wurde die Möglichkeit eingeräumt, ihre Vorstellungen über die künftige Ausgestaltung eines „Notarztstandortes Adenau“ darzulegen.

Die Delegation aus Adenau warb für die unmittelbare Sicherung des Notarztstandortes Adenau in einem ersten Schritt unter Einbindung von hauptamtlichen und freiberuflichen, qualifizierten Notärzten noch vor dem Jahreswechsel als Übergangslösung bis zum Beginn der Rennsaison 2020 am Nürburgring. Zur langfristigen und nachhaltigen Sicherung sollte der Notarztstandort dann dauerhaft durch hauptamtliche Notfallmediziner zum kombinierten Einsatz in der regionalen Luftrettung besetzt werden. „Gerade in der jetzigen Situation bedarf es einer verlässlichen Qualität in der notärztlichen Versorgung des Adenauer Landes auf der Basis fundierter Ortskenntnisse“, so Bürgermeister Nisius als Fazit des Gesprächs im Innenministerium, „wir warten jetzt gespannt auf das Ergebnis“. Anknüpfend an den Termin in Mainz werden die Kostenträger nunmehr weitere Gespräche führen, bevor sie sich dann mit der Rettungsdienstbehörde auf ein Modell verständigen. Die Adenauer Delegation nutzte zudem die Gunst der Stunde, um insbesondere beim Land Rheinland-Pfalz für ein auf dem Notarztstandort aufzubauendes regionales notfallmedizinisches Zentrum „Region Hocheifel-Nürburgring“ als beispielgebendes Modell in der rheinland-pfälzischen Notfallmedizin zu werben. Durch eine nachhaltige Fachkräftesicherung und Professionalisierung der Notfallmedizin ließe sich - insbesondere auch vor dem Hintergrund der sich ändernden Versorgungsstrukturen in der Krankenhauslandschaft - eine Wertschöpfungskette etablieren, die Sicherheit für Bewohner und zahlreiche Besucher des Nürburgrings brächte und sich vor allem auch auf andere Regionen übertragen ließe. Eine wissenschaftliche Verzahnung mit der Nürburgringakademie ließe darüber hinaus einen Erkenntnisgewinn für alle involvierten Partner erwarten.

Pressemitteilung der

Verbandsgemeinde Adenau

Guido Nisius, Bürgermeister der VG Adenau setzt sich weiter für den Erhalte des Notarztstandortes ein.Fotos: Archiv

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