Koblenzer Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen besucht EVM
ÖPNV benötigt mehr finanzielle Unterstützung
Koblenz. Kürzlich besuchte die Grünen-Ratsfraktion die EVM Verkehrsbetriebe GmbH und ihren Geschäftsführer Hansjörg Kunz. Nach einem kurzen geschichtlichen Abriss über die Entwicklung der Verkehrsbetriebe, ihre Organisationsstruktur und ihre Finanzierung kam das Gespräch schnell auf die derzeitigen Probleme: So ist Rheinland-Pfalz Schlusslicht bei den Zustimmungswerten für den ÖPNV. In Koblenz sieht es nicht viel besser aus: Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2015 führt Koblenz das Ranking der Unzufriedenheit mit dem öffentlichen Nahverkehr unter den 21 teilnehmenden Städten deutlich an. Der Anteil der Unzufriedenen stieg von 30 Prozent auf nunmehr 34 Prozent.
Der Grünen-Sprecher für ÖPNV Patrick Zwiernik erklärt: „Koblenz leistet sich als einzige Stadt keine Finanzierung ihres alltäglichen Busbetriebes, die EVM Verkehrsbetriebe müssen streng wirtschaftlich agieren. Daraus folgt, dass der ÖPNV als zu schlecht und zu teuer bewertet wird, die Taktung nicht angemessen ist, und das Wabensystem ist als Preissystem zu intransparent und nicht verständlich. So werden die Bürger nicht animiert auf die Busse umzusteigen.“
Das grüne Ratsmitglied Uwe Diederichs-Seidel ergänzt: „Die Lebensqualität in unserer Stadt kann nur mit Hilfe von alternativen Antrieben bei den Bussen verbessert werden. Die Anschaffung ist nur mit Hilfe von öffentlichen Fördermitteln möglich, die besten Chancen hat dabei der Wasserstoffantrieb. Mit dem Bau der neuen Wasserstofftankstelle an der A 61 wurde der erste Schritt getan. So ist aus unserer Sicht ein Umrüsten der Flotte unausweichlich, wenn wir als Stadt die Emissionsvorgaben der EU einhalten und Strafzahlungen verhindern wollen.“ Pressemitteilung der
Stadtratsfraktion Koblenz
Bündnis 90/Die Grünen
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