Politik | 26.01.2026

Der Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder, besuchte den Bahnhof Remagen

Remagen: Bahnhof soll sicherer und sauberer werden

Der Bahnhof in Remagen wurde in den letzten Jahren modernisiert.  Foto:ROB

Remagen. Gemäß der Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene des Bundes setzt die Deutsche Bahn (DB) im Rahmen eines Neustarts schnelle Verbesserungen bei Sauberkeit und Sicherheit an den Bahnhöfen um. DB InfraGO-Chef Philipp Nagl und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder stellten in Remagen das Sofortprogramm für Rheinland-Pfalz vor, mit dem das Stationserlebnis für die Kundinnen und Kunden bereits in diesem Jahr spürbar ansprechender wird. Eine höhere Präsenz von Sicherheitskräften, zusätzliche Reinigungen und schnelle Reparaturen sollen dazu beitragen, dass sich die Menschen gern an den Bahnhöfen aufhalten und komfortabel zu ihren Zügen gelangen. In Rheinland-Pfalz markieren Maßnahmen am Hauptbahnhof Mainz sowie an den Stationen in Remagen und Ahrweiler den Auftakt. Eine Vielzahl weiterer Bahnhöfe folgt im Jahresverlauf.

„Viele konsequente Schritte“

Am Montag betonte Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG, beim Empfang von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Bahnhöfe sind unsere Visitenkarte und der Anfang jeder Bahnreise. Gerade hier in Rheinland-Pfalz haben wir etwa mit der Weststrecke Trier und der wiederaufgebauten Ahrtalbahn im letzten Jahr bereits klare Verbesserungen für unsere Fahrgäste durch modernisierte oder völlig neu errichtete Stationen erreicht. Mit vielen konsequenten Schritten sorgen wir nun mit unserem Sofortprogramm dafür, dass sich unsere Kundinnen und Kunden an den Bahnhöfen willkommen und sicher fühlen. Insgesamt stehen dafür 2026 bundesweit rund 50 Millionen Euro zusätzlich für Sicherheit und Sauberkeit an den Stationen zur Verfügung. Unsere Fahrgäste in Rheinland-Pfalz sollen erleben, dass sich rasch etwas zum Positiven verändert – auch wenn das enorme Bauaufkommen und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Verkehr zunächst weiter eine Herausforderung bleiben.“

Bundesminister Patrick Schnieder hob hervor: „Mit unserer Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene haben wir entscheidende Weichen für eine bessere Bahn gestellt. Viele Maßnahmen, wie die Modernisierung des Netzes, brauchen Zeit. Aber es gibt auch vieles, wie Sauberkeit und Sicherheit, was man sofort besser machen kann. Wenn sich die Bürgerschaft an einzelnen Bahnhöfen nicht sicher fühlt, erwarte ich, dass schnell gehandelt wird. Und das tut die Bahn: mit mehr Streifen und Technik für die Sicherheit sowie einer Reinigungsoffensive für ein besseres Erscheinungsbild unserer Bahnhöfe hier bei uns in Rheinland-Pfalz.“

Auf Patrouille im Bahnhof

Der Bahnhof Remagen profitiert vom Sofortprogramm durch patrouillierende Streifen der DB-Sicherheit. Diese werden insbesondere bei besonderen Anlässen oder Fahrplanabweichungen verstärkt eingesetzt. Je nach Lage und Bedarf werden sie zudem von Kräften der Bundespolizei unterstützt. Darüber hinaus arbeitet die Bahn gemeinsam mit der Bundespolizei intensiv daran, weitere Bahnhöfe mit Kameras und Videotechnik auszustatten. Bereits heute sind an Bahnhöfen rund 11.000 Kameras für Prävention und eine konsequente Strafverfolgung im Einsatz, darunter an den Hauptbahnhöfen Mainz, Koblenz und Neustadt (Weinstraße). Für die Sauberkeit im Bahnhof Remagen sorgt ein mobiles Team. In diesem Jahr ist Remagen erstmals Teil der Aktion „Frühjahrsputz“ bei der DB. Dabei greifen DB-Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen zu Werkzeug und Wischmopp. Insgesamt erhalten 2026 bundesweit 1.400 Bahnhöfe eine zusätzliche Reinigung. Remagen ist einer von 700 Bahnhöfen, die neu auf der Frühjahrsputzliste stehen. Auch die Stadt unterstützt diese zusätzliche Aktion, wie vielerorts Städte und Gemeinden. Ergänzend gibt es bundesweit mobile Handwerkerteams, auch für Remagen. Damit sollen Instandsetzungen künftig schneller erfolgen – auch in Rheinland-Pfalz. Die zusätzlichen Mitarbeitenden bringen die jeweilige Station in einem ganzheitlichen Ansatz in einen für die Kundschaft guten Zustand. In einem Pilotversuch hat die DB die Wirkung dieser Teams getestet. Die Rekrutierung der handwerklich versierten Kolleginnen und Kollegen erfolgt nun sukzessive in ganz Deutschland.

Remagen soll „Zukunftsbahnhof“ werden

Über das Sofortprogramm hinaus ist der Bahnhof Remagen in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert worden. Reisende sowie Besucherinnen und Besucher erreichen die Züge ohne bauliche Hürden. Die Bahnsteige wurden für einen barrierefreien Einstieg erhöht. Zudem stehen Aufzugsanlagen für mobilitätseingeschränkte Menschen, Reisende mit Kinderwagen, Fahrrädern oder viel Gepäck zur Verfügung. Über moderne Displays wird die Kundschaft über Züge, Zugläufe und Wagenreihungen informiert. Darüber hinaus verfügt der Bahnhof Remagen über zeitgemäße Sitzmöbel und ein umweltfreundliches LED-Beleuchtungssystem. Blinde oder sehbehinderte Menschen können sich dank der Lautsprecheranlage sowie des taktilen Leitsystems gut im Bahnhof orientieren. Im Zuge der Generalsanierung des Korridors Köln–Bonn–Koblenz entwickelt die DB den Bahnhof Remagen zu einem sogenannten Zukunftsbahnhof weiter. Weitere Sanierungen sind im Empfangsgebäude vorgesehen, in dem sich ein Reisezentrum der Transdev sowie Sozialräume befinden. AB

Patrick Schnieder im Gespräch mit Philipp Nagl.  Foto:AB

Patrick Schnieder im Gespräch mit Philipp Nagl. Foto:AB

Der Bahnhof in Remagen wurde in den letzten Jahren modernisiert. Foto:ROB

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