Politik | 17.11.2023

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Sind die Warnstreiks bei der Bahn noch verhältnismäßig?

Auf den Schienen lief es wegen des Warnstreiks vergangene Woche nicht rund.  Foto: pixabay.com

Region.Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um die Warnstreiks bei der Bahn.

Auch in der BLICK aktuell-Region haben die Bahnstreiks für Verspätungen und Zugausfälle gesorgt. Dass die Lokführergewerkschaft GDL um ihren Chef Claus Weselsky in den Ausstand trat, ohne weiter über das bereits auf dem Tisch liegende Angebot der Deutschen Bahn über eine Lohnerhöhung von elf Prozent zu verhandeln, stieß bei nicht wenigen auf Kritik. Handelt es sich bei den Warnstreiks also noch um legitimen Arbeiterkampf oder haben diese bereits den Rahmen der Verhältnismäßigkeit verlassen?

Streiks treffen Millionen Unbeteiligte

Niemand möchte das Streikrecht der Bahnarbeiter negieren. Ob aber in der aktuellen Verhandlungssituation wirklich schon ein Ausstand vonnöten gewesen ist, darf man durchaus einmal kritisch hinterfragen. Schließlich treffen die streikenden Bahnmitarbeiter durch ihr Handeln nicht nur die Chefs des Bahnkonzerns, sondern vor allem auch Millionen von Reisenden und Pendlern – und das in einer Zeit, in der viele versuchen, ihre Gewohnheiten umzustellen und vermehrt auf die Bahn als Fortbewegungsmittel zu setzen.

Und es sei auch einmal ausgesprochen: Viele dieser betroffenen Pendler können wohl nur davon träumen, dass ihr Chef ihnen eine Lohnerhöhung um elf Prozent anbietet.

Streikrecht nicht infrage stellen

Die Möglichkeit von Streiks sind eine historische Errungenschaft der Arbeiterschaft. Die Beschäftigten der Deutschen Bahn haben also das Recht, ihren Forderungen durch einen Warnstreik Nachdruck zu verleihen – und dieses Recht darf man nicht infrage stellen, ob man die konkreten Forderungen der Streikenden nun teilt oder nicht.

Aber auch das oft vorgebrachte Argument, Beschäftigte anderer Branchen könnten von einer Lohnerhöhung um elf Prozent nur träumen und die Bahnmitarbeiter sollten sich ergo mit dem Angebot der Bahn doch zufriedengeben, ist nicht überzeugend. Als Gewerkschaft vertritt die GDL die Interessen ihrer Mitglieder. Und wenn zu diesen Interessen auch die Einführung der 35-Stunden-Woche für Schichtarbeitende gehört, dann ist es nicht nur das Recht, sondern die Pflicht der GDL, für diese Interessen einzutreten – notfalls auch durch Ausrufung eines Streiks.

Wie ist Euer BLICKwinkel?

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf die Warnstreiks der Bahnmitarbeiter? Habt Ihr Verständnis für die Streikenden oder haltet Ihr deren Verhalten für übertrieben?

Lasst uns Eure Meinung wissen – auf unseren Social Media-Kanälen, unserem Webportal www.blick-aktuell.de oder mit einem Leserbrief unter Nennung des vollen Namens und Wohnorts per E-Mail an blickwinkel@kruppverlag.de.

BA

Auf den Schienen lief es wegen des Warnstreiks vergangene Woche nicht rund. Foto: pixabay.com

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Kommentare
24.11.202308:20 Uhr
K. Schmidt

Ich wollte mit meiner Frau von Remagen nach Köln und zurück vor kurzem die Bahn nutzen, Gesamtkosten wären über 51 Euro gewesen. Danke an die Lokführer, die mich durch diesen Streik dazu gebracht haben, doch mal die Kosten des vorhandenen Autos gegenzurechnen. Auch wenn Parkplatzsuche und -preise in Köln keinen Spaß machen, das Bahnfahren macht es noch weniger. Und die nächsten Preiserhöhungen stehen schon wieder vor der Tür, wie man beim VRS sehen kann. Ab Januar kostet die Reise gleich wieder nen Fünfer mehr, da steht das Auto immer noch in der Einfahrt. ÖPNV ist auch so ein Fall, in dem der deutsche Staat gerade ganz ordentlich gegen die Wand fährt, egal ob da vorher einer streikt oder nicht.

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