Politik | 06.01.2026

Susanne Müller besucht Erich-Kästner-Realschule plus

Startchancen-Programm zeigt Wirkung

Schulleiter Marco Bastiaansen und Susanne Müller, MdL. Foto: Christina Sönksen

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das bundesweite Startchancen-Programm, das Schulen mit besonderen sozialen Herausforderungen stärkt, zeigt an der Erich-Kästner-Realschule plus deutliche Wirkung.

Davon überzeugte sich die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller, Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag Rheinland-Pfalz, bei einem Austausch mit Schulleiter Marco Bastiaansen.

Die Schule ist eine von drei Startchancen-Schulen im Kreis Ahrweiler.

Das Programm soll mehr Bildungsgerechtigkeit ermöglichen – durch finanzielle Unterstützung, zusätzliche Fachkräfte, Fortbildungen und Investitionen in Lernräume. An der Schule sind diese Fortschritte sichtbar: Die neuen Lernräume der 5. Klassen wurden mit flexiblen Schiebewänden und ergonomischen Hockern zum flexiblen Sitzen modernisiert – ein erstes Beispiel für bauliche Maßnahmen, weitere Verbesserungen sind bereits in Planung.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die neue Vollzeitstelle für Bildungsgerechtigkeit. Die Kollegin unterstützt Familien bei Anträgen wie Lernmittelfreiheit oder Schulessen und begleitet Schülerinnen und Schüler bei Fragen der beruflichen Orientierung. Auch das Kollegium profitiert von neuen Angeboten wie Supervision und einer Stärkung des Präventionsprogramms. Die Schulleitung weist zugleich darauf hin, dass das Programm zusätzlichen administrativen Aufwand bedeutet.

Zugleich gehört es zum Alltag der Schule, weiterhin mit den psychischen und praktischen Folgen der Ahrflut umzugehen. Unterstützung, die Stabilität schafft, ist deshalb besonders wertvoll.

Schulleiter Bastiaansen fasst zusammen:

„Natürlich hat jedes Programm Grenzen. Aber das Startchancen-Programms bringt viel – gerade für Bildungsgerechtigkeit, die ein Kern unseres Auftrags ist. Die Förderung hilft uns spürbar, auch wenn für manche unserer Schülerinnen und Schüler die Realität mit vielfältigen Herausforderungen verbunden ist – sei es durch soziale Belastungen, die Anforderungen der digitalen Lebenswelt oder persönliche Situationen.“

Für Susanne Müller zeigt der Besuch, dass die Förderung genau ankommt:

„Diese Schule zeigt eindrucksvoll, wie zielgerichtete Unterstützung wirkt. Das Startchancen-Programm gibt Lehrkräften Werkzeuge in die Hand, um echte Chancengerechtigkeit umzusetzen – mit moderner Ausstattung, zusätzlichem Personal und starken pädagogischen Grundlagen.“

Rheinland-Pfalz nimmt beim Startchancen-Programm eine starke Rolle ein. Im Bundesvergleich zählt Rheinland-Pfalz zu den Ländern, die das Startchancen-Programm besonders früh und strukturiert umgesetzt haben. Das Land hat schon vor Programmstart belastete Standorte identifiziert, klare Kriterien entwickelt und die Schulen eng begleitet. Zudem verzahnt Rheinland-Pfalz die Bundesmittel sinnvoll mit bestehenden Landesprogrammen, etwa in der Schulsozialarbeit, Prävention und digitalen Bildung.

Durch diese Kombination entfaltet das Programm im Land schnell und sichtbar Wirkung, besonders an Schulen mit hohem Unterstützungsbedarf. Die Erich-Kästner-Realschule plus will diesen Weg weitergehen und sieht im Programm eine wichtige Unterstützung, um den vielfältigen Anforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden.

Pressemitteilung Büro Susanne Müller

Schulleiter Marco Bastiaansen und Susanne Müller, MdL. Foto: Christina Sönksen

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