Politik | 27.06.2023

Susanne Müller besucht die Hebammenpraxis „Zwergenmanufaktur“

Susanne Müller und Nina Wortha. Foto: privat

Bad Neuenahr. Nachdem die Neuigkeiten über die Streichung der Geburtenstation / Gynäkologie in BNA viele junge Familien verunsicherte, freute sich die Abgeordnete Susanne Müller (SPD) zu Besuch bei der Hebammenpraxis „Zwergenmanufaktur“ in Bad Neuenahr zu sein. In hellen und großen sowie familienfreundlich gestalteten Zimmern werden hier Schwangere und ihre Angehörigen/Freunde durch das engagierte Personal professionell betreut und versorgt. Nina Wortha stellte der Abgeordneten das Angebot der Zwergenmanufaktur vor und führte sie durch die ansprechenden Räumlichkeiten.

Die „Zwergenmanufaktur“ ist eine etablierte Hebammenpraxis, die sich auf die Betreuung von Schwangeren, Geburtsvorbereitung, Wochenbettbetreuung und Nachsorge spezialisiert hat. Das Team von qualifizierten Hebammen bietet individuelle Unterstützung und Beratung für werdende Eltern und junge Familien an. Die Praxis legt großen Wert auf eine ganzheitliche Betreuung und fördert die Eigenverantwortung der Eltern. Die Zwergenmanufaktur ist Teil des „Ahrtaler Hebammenzimmers“, in der sich mehrere Hebammenpraxen in den Räumlichkeiten der Villa Vineta zusammen getan zu haben, um Schwangere / Eltern/Familie zu unterstützen und professionell in Hebammenfragen zur Seite zu stehen.

Neben der Vorstellung zur Entstehung des Projektes gab es auch einen längeren Austausch über die Herausforderungen und Bedürfnisse junger Familien im Kreis. Die Flutkatastrophe, aber auch Corona und die Auswirkungen des Ukraine-Krieges haben Auswirkungen auf das Leben von Schwangeren und Familien. Nicht selten ist das Bekanntwerden der Schwangerschaft mit Ängsten und Sorgen der Frauen sowie deren Freunden und Familie verbunden, erklärte Nina Worth. Sie möchten mit der gemeinschaftlichen Praxis Halt und Unterstützung geben, Ratgeberin und Helferinnen im Familiennetzwerk der Region zugleich sein. Verschiedene politische Rahmenbedingungen der Geburtshilfe, wie z. B. wie den Vorhaltekosten von Geburtsstationen, der Höhe der Haftpflichtversicherungen für freiberufliche Hebammen wurde dabei auch besprochen. Die Abgeordnete gab dabei auch einen Einblick in die aktuelle Diskussion im Ausschuss für Familie und Jugend, aber auch aus dem Bereich Gleichstellung/Frauen im Hinblick auf die Situation der Geburtshilfe.

„Wir benötigen gute Strukturen und Arbeitsbedingungen für Hebammen, um die Geburtshilfen sowie die Vor- und Nachsorge aufrecht zu erhalten und für ein Neugeborenes gemeinsam mit seiner Mutter und Familie einen guten Start ins Leben zu gewährleisten“ betont die Abgeordnete. RLP mache sich für den Ausbau der Hebammenzentralen stark.

Darüber hinaus sei durch die Akademisierung der Hebammenausbildung auf Initiative der Landesregierung (seit 2020), das Berufsbild aufgewertet worden“ Es ist für die Versorgung von Frauen elementar, dass Frauen im Zusammenhang mit der Schwangerschaft und Geburt Vor- und Nachsorgeangebote vor Ort schnell und unkompliziert erreichen und dabei gut ausgebildete Ansprechpartner:Innen haben, wie z. B. vor Ort in der Zwergenmanufaktur. Die Abgeordnete bleibt gern im Austausch mit den Hebammen und wird die familienpolitischen Denkanstöße mit in ihre fachpolitische Arbeit nehmen. Darüber hinaus dankte sie den Hebammen für ihren Einsatz und ihr Engagement für die Belange der Frauen und der Neugeborenen in der Region.

Die neu gegründete Hebammenpraxis ist ein wichtiger Schritt, um die Familienfreundlichkeit der Region zu betonen und die Unterstützung für junge Familien auf- und auszubauen. „Eine kinder- und frauenfreundliche Gesellschaft ist erkennbar an einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen und wohnortnahen Versorgung von Frauen bei Schwangerschaft und Geburt. Dies muss dringend noch einmal im politischen Diskurs erörtert werden und in die Debatte der geplanten Krankenhausreform einfließen“, so die Landtagsabgeordnete.

Pressemitteilung des

Büro von Susanne Müller

Susanne Müller und Nina Wortha. Foto: privat

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