Ukraine-Flüchtlinge: Weitere Hilfe gesucht
Wer nimmt Minderjährige auf?
Landrat Achim Hallerbach bedankt sich für überwältigende Unterstützungsbereitschaft der Bürger
Kreis Neuwied. Der Krieg in der Ukraine hält an, und das treibt viele weitere Menschen in die Flucht. „Die russischen Angriffe werden leider immer brutaler. Das Leid ist entsetzlich“, klagt Landrat Achim Hallerbach. Er geht daher davon aus, dass auf Sicht auch Kinder und Jugendliche ohne Angehörige aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland kommen werden. „Das ist eine besondere Verantwortung“, betont er und bittet darum, dass sich Familien aus dem Kreis melden, die bereit sind, diese große Aufgabe zu schultern und solche unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge aufzunehmen.
„Schon jetzt können wir uns für die überwältigende Unterstützungsbereitschaft unserer Bürger nur bedanken. Es geschieht auf so vielen verschiedenen Kanälen so viel, damit diese von Putin ausgelöste, humanitäre Katastrophe wenigstens abgemildert wird“, betonen der Landrat und der Erste Kreisbeigeordnete Michael Mahlert unisono. Sie wiederholen in diesem Zusammenhang noch einmal die dringende Bitte an alle, freien Wohnraum für Flüchtlinge an die Sozialämter der jeweiligen Verbandsgemeinde bzw. der Stadt Neuwied zu melden. „Auch hier sind schon viele Angebote eingegangen und es werden laufend mehr. Aber es ist zu befürchten, dass das noch nicht reicht“, sagen sie – wohl wissen, dass viele der Aufnahmen bei Privatpersonen oder Kirchengemeinden nur vorübergehend sein können.
Wie viele Menschen letztlich in den Kreis Neuwied kommen werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand seriös sagen. „Das Land Rheinland-Pfalz rechnet vorerst mit Zahlen, nach denen unser Landkreis 1000 Menschen aufzunehmen hätte. Das kann aber nur eine vage Schätzung sein“, weiß Hallerbach. Gemeinsam mit den weiteren Verantwortlichen der kommunalen Familie arbeitet er daher im Hintergrund an verschiedenen Lösungen. Das könnten sowohl Container sein, aber auch Sporthallen oder Bürgerhäuser. „Wir müssen uns auf eine wirklich große Herausforderung vorbereiten“, macht er deutlich.
Wer bereit ist, unbegleitete minderjährige Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, setzt sich bitte unter Tel.: 02631/803-111 mit dem Bürgerservice des Kreis-Jugendamtes in Verbindung.
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