Wie von Freie Wähler Stadtratsfraktion gefordert: Stadt plant Bodenschwellen statt Einbauten am Moselufer
Wefelscheid: „Ich werde nachfragen, was dieses unsinnige Verkehrsexperiment den Koblenzer Bürger gekostet hat“
Koblenz. Seit langer Zeit fühlen sich Anwohner des Peter-Altmeier-Ufers durch Autos gestört, die oft mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit am Moselufer vorbeirasen.
Die Stadtverwaltung hat im September zur Fahrbahnverengung sogenannte „mobile Randsteine“, im Sprachgebrauch auch „Einbauten“ genannt, installiert, die den Verkehrsfluss vom Peter-Altmeier-Ufer verdrängen sollten um damit die Situation zu entschärfen.
Der Freie Wähler-Fraktionsvorsitzende Stephan Wefelscheid, MdL und sein Stellvertreter Christian Altmaier hatten sich kurz nach der Installation vor Ort ein Bild von der Situation verschafft und ein kritisches Fazit gezogen.
Für die beiden Ratsmitglieder stand schnell fest, dass die sogenannten „mobilen Randsteine“ dazu führen werden, dass der Verkehrsfluss erheblich behindert wird und Fahrradfahrer eher gefährdet, als geschützt werden. Zudem haben beide die Annahme der Verwaltung, dass es zu erheblichen Verdrängungseffekten kommen würde, als unplausibel angesehen. Schließlich sind die umliegenden Straßen bereits jetzt schon überlastet. Die Freie Wähler-Fraktion hatte deshalb gefordert, die neuen Elemente durch Bodenschwellen und verstärkte Verkehrskontrollen zu ersetzen. Die Fraktion stellte diesbezüglich bereits einen Antrag für die zurückliegende Stadtratssitzung, der allerdings von der Verwaltung als unzulässig zurückgewiesen wurde. Die Fraktion hätte kein Recht, dies zum Gegenstand der Beratung des Stadtrates zu machen, da die Verwaltung in ihrer hocheigenen Verwaltungszuständigkeit wisse was sie tue.
Nun hat die Stadtverwaltung die Situation analysiert und plant bauliche Anpassungen im kommenden Jahr. Geplant ist, dass die Engstellen teilweise wieder entfernt und durch die von der Freie Wähler Stadtratsfraktion geforderten Bodenschwellen ersetzt werden. „Es freut mich, dass die Stadt nun einlenkt“, so Stephan Wefelscheid. „Es ist allerdings ärgerlich, dass nun Zeit und Geld in unnötige Baumaßnahmen investiert wurden, die absehbar zu anderen Problemen führten. Ich werde nachfragen, was dieses unsinnige Verkehrsexperiment den Koblenzer Bürger gekostet hat. Dennoch ist es wichtig, dass ebendiese Probleme nun durch einen Rückbau und die von uns geforderten Bodenschwellen gelöst werden sollen.“
„Dass man nun insbesondere im Interesse der Radfahrer handelt ist löblich“, stellt der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Christian Altmaier, fest. „Die Stadt ist nun zum selben Ergebnis gekommen wie wir, dass die Radfahrer durch Überholvorgänge in den Engstellen gefährdet werden. Mir war schnell klar, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis jemand zu Schaden kommt, weshalb wir auch unverzüglich Änderungen gefordert haben. Damit auch künftig die Unfallgefahr minimiert wird, müssen die Maßnahmen nun schnellstmöglich umgesetzt werden um wieder eine sichere Situation für die Radfahrer herzustellen“, so Altmaier.
Die Freie Wähler-Fraktion wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass der Verkehrsfluss in der Innenstadt ungestört bleibt. Gleichwohl steht fest, dass Autoposer und Raser ein Problem für die Anwohner sind, das eine hohe Priorität genießen muss. „Wir sind davon überzeugt, dass mit unseren Vorschlägen zu Bodenschwellen und verstärkter Verkehrsüberwachung eine bessere Situation für die Bürger geschaffen werden kann, insbesondere natürlich am Peter-Altmeier-Ufer. Wir werden uns deshalb auch weiterhin dafür stark machen“, so die beiden Ratsherren.
Pressemitteilung Freie Wähler Koblenz
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