FDP-Fraktion besucht berufsbildende Schule in Bad Neuenahr
Wiederaufbau kommt langsam, aber sicher voran
Bad Neuenahr. Die FDP-Landtagsfraktion aus Mainz besuchte jetzt zusammen mit der FDP-Kreistagsfraktion die berufsbildende Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Mit einem herzlichen Dank für das Interesse an der Schule begrüßte Schulleiter Klaus Müller die Politiker.
„Wir freuen uns sehr über das Interesse der Abgeordneten des Landtags und des Kreistags an unserer Schule und vor allem an unseren Schülerinnen und Schülern in den verschiedenen Bildungsgängen“, erklärte Müller zu Beginn des Austauschs.
An dem Termin nahmen von Seiten der Landtagsfraktion der Vorsitzende Steven Wink, der parlamentarische Geschäftsführer Marco Weber und der bildungspolitische Sprecher Stefan Thoma, teil. Die FDP-Fraktion im Kreistag war vertreten durch Ulrich van Bebber und Dominik Graf von Spee. Steven Wink stellte früh die grundsätzliche Bedeutung der Einrichtung heraus: „Die BBS ist ein zentraler Ort, um Bildung zu vermitteln. Deshalb gehört sie dauerhaft in den politischen Fokus. Die Lehrkräfte vor Ort leisten einen großartigen Beitrag – weit über ihre eigentliche Berufsbeschreibung hinaus.“
Thema waren vor allem die Herausforderungen und der Stand des Wiederaufbaus. Mit der Vergabe der erforderlichen Planungsaufträge an ein Architekturbüro im September 2025 sei ein wesentlicher Meilenstein erreicht worden. Der Kreis nutze den Wiederaufbau gezielt, um die Schule nicht nur instand zu setzen, sondern durch einen Erweiterungsbau deutlich zu vergrößern. Gleichzeitig liefen die Planungen für den Ersatzneubau der großen freitragenden Hallen, in denen bislang die Werkstätten der Handwerksinnungen untergebracht waren. Müller machte jedoch deutlich, dass viele Abläufe deutlich mehr Zeit in Anspruch nähmen als ursprünglich vorgesehen.
Ulrich van Bebber bestätigte, dass auch aus Sicht des Kreistags der Wiederaufbau insgesamt länger dauere als erwartet. Positiv sei jedoch, dass sich die Einsicht durchgesetzt habe, nicht eins zu eins das Alte wiederherzustellen. „Wir müssen neue pädagogische Anforderungen, digitale Möglichkeiten und moderne Raumkonzepte konsequent mitdenken.“ Zugleich sei es aber auch erforderlich, Genehmigungs- und Abstimmungsverfahren spürbar zu beschleunigen. Moderne Bildungsinfrastruktur dürfe nicht an überbordender Bürokratie scheitern.
Ein weiteres Thema war das Handwerksgymnasium. Die FDP setzt sich seit Längerem für dieses Modell ein, das die allgemeine Hochschulreife mit einer klaren handwerklichen Profilierung verbindet. Marco Weber unterstrich, dass berufliche und akademische Bildung gleichwertig behandelt werden müssten. Ein Handwerksgymnasium eröffne leistungsstarken Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven und stärke zugleich die Fachkräftebasis im Kreis. Auch van Bebber hatte wiederholt betont, dass ein solches Angebot ein klares Signal für Handwerk und Mittelstand in der Region wäre.
Für die FDP steht fest, dass die Berufsbildende Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler ein zentrales Element und zugleich ein Aushängeschild der Schullandschaft im Kreis Ahrweiler ist. Sie verbindet schulische Bildung mit beruflicher Praxis und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Fachkräftesicherung. Der Wiederaufbau bietet die Chance, diesen Standort strukturell zu stärken und langfristig zukunftsfest aufzustellen.
Pressemitteilung FDP-Kreistagsfraktion
Schuldirektor Klaus Müller (rechts) freut sich zusammen mit den FDP-Vertretern (von links:) Stephan Thoma, Marco Weber, Ulrich van Bebber und Dominik Graf von Spee über die bereits jetzt neu aufgebauten naturwissenschaftlichen Räume in der berufsbildenden Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler Foto: Marco Weber
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