Allgemeine Berichte | 14.07.2026, 10:45 Uhr

BLICK aktuell sprach mit Christan Lindner, Vorsitzender des Ahrtal-Tourismus und Hotelier, zieht Bilanz

Fünf Jahre nach der Flut: Die Bürokratie war ein Hemmschuh

Christian Lindner.  Foto: privat
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Fünf Jahre sind seit der Flut vergangen. BLICK aktuell sprach mit Christan Lindner, Vorsitzender des Ahrtal-Tourismus und Hotelier, und fragte:Was ist in den vergangenen fünf Jahren gut gelaufen? Wo gibt es noch Nachholbedarf?

BLICK aktuell: Was waren für Sie die größten Meilensteine im Wiederaufbau?

Christian Lindner: Im privaten bzw. Unternehmerischen Bereich:

a. Einzug zurück nach Hause, nachdem wir 6 Monate außerhalb untergekommen sind: Februar ´22

b. Einreichung Bauantrag Mai ´22

c. Eröffnung Restaurant Dezember ´23

d. Eröffnung „Aurora Wellness & Spa“ und damit 90% Fertigstellung des Gesamtprojektes: Dezember ´24

1. Im öffentlichen Bereich:

a. Ahrtalbahn fährt wieder Dezember ´25

b. Eröffnung Radweg bis Laach Juni ´26

BLICK aktuell: Wo hätte es besser laufen können und was muss noch dringend erledigt werden?

Christian Lindner: Grundsätzlich hätte es besser laufen können in Sachen Bürokratie der Verwaltungen, direkte Hilfe aus der Landes- und Bundespolitik. Es hätte sehr schnell eine „Sonderzone Ahrtal“ eingerichtet werden müssen mit einem Turbo für den Wiederaufbau. Auch die Regularien des Wiederaufbaufonds halte ich in vieler Hinsicht bis heute für nicht sinnvoll! Ein Hemmschuh für viele zusätzliche Investitionen die getätigt hätten werden können, vor allem in Hinsicht auf Klimaschutz und Resilienz. Im Detail würde einem noch mehr einfallen, aber es würde wohl den Rahmen sprengen.

BLICK aktuell: Nach der Flut war der Zusammenhalt groß – spüren Sie diesen Zusammenhalt heute immer noch?

Richard Lindner: Tatsächlich würde ich sagen, dass grundsätzlich ein höherer Zusammenhalt zu spüren ist. Gerade in Sachen Tourismus im Ahrtal und die Zusammenarbeit mit den Kommunen hat sich deutlich verbessert und man zieht mehr an einem Strang, die Region Ahrtal wird mehr als solche wahrgenommen. Allerdings muss man auch sagen, dass sich im normalen Leben viel wieder „normalisiert“ hat. Und das ist nicht unbedingt positiv gemeint.ROB

Christian Lindner. Foto: privat Foto: Dominik Ketz

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