Lokalsport | 09.08.2022, 10:15 Uhr

SV Remagen

Bittere Niederlage mit fadem Beigeschmack

Aus im Rheinlandpokal nach einem 1:2 n. V.

Der SV Remagen muss eine bittere Pokalniederlage verkraften.  Foto: privat
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Remagen. Die 1. Mannschaft des SV Remagen empfing den ambitionierten Bezirksligisten Ata Sport Urmitz in der ersten Runde des Rheinlandpokals. Hoch motiviert und entschlossen gingen die Jungs von Anfang an in das Spiel. Das Spielgeschehen der 1. Halbzeit lässt sich eigentlich schnell erzählen, Urmitz hatte mehr Ballbesitz, wollte Remagen auseinanderziehen und sich vors Tor kombinieren. Das gelang den Gästen aber nie wirklich, da die Mannschaft von Trainer Tarik Mazih perfekt eingestellt wurde und sehr kompakt und diszipliniert verteidigte. Jede auch nur ansatzweise brenzlige Situation wurde durch einen gewonnenen Zweikampf oder gutes Stellungsspiel schon im Keim erstickt. Selber zeigte man im Ballbesitz ein gutes Kombinationsspiel und versuchte schnell umzuschalten, was in Ansätzen immer mal wieder gelang, aber nicht wirklich zu einer hochkarätigen Chance führte. So ging es torlos und ohne echten Aufreger in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte waren die Remagener dann vom Anpfiff an tonangebend, verlagerten das Spiel immer mehr in die Urmitzer Hälfte und erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Folgerichtig und verdient fiel dann in der 69. Minute das 1:0 für den SVR. Nach einer Flanke in den Strafraum war es Kapitän Sebastian Gottschalk, der nach einem Kopfballduell zu Boden ging, aber der Ball ihm so perfekt vor die Füße fiel, dass er diesen im Liegen volley platziert ins Eck beförderte. Alles sah jetzt nach der Überraschung aus, aber mehrere strittige Entscheidungen gegen den SVR sorgten für Hektik und brachten die Gäste zurück ins Spiel. Der Bezirksligist machte jetzt richtig Druck und kam zu guten Möglichkeiten, die Keeper Dominik Stahl zweimal grandios entschärfte bzw. im letzten Moment noch von einem Verteidiger geklärt wurden. In der 90. Minute setzten die Remagener einen Konter und hatten die Riesenchance zum 2:0, aber leider köpfte Michel Meyer frei aus kurzer Entfernung am Tor vorbei. Die Remagener kämpften mit letzter Kraft und warfen alles rein, um das 1:0 zu halten. Bedauerlicherweise war es eine zweifelhafte Entscheidung des Schiedsrichters, der in der 94. Minute einen kurz ausgeführten Freistoß des SVR an der gegnerischen Eckfahne wegen angeblichem Abseits und Zeitspiels zurückpfiff und mit Freistoß für Urmitz wertete. Anstatt das Spiel dann abzupfeifen, da die dreiminütige Nachspielzeit längst abgelaufen war, ermöglichte er den Gästen einen letzten Angriff, der zum Ausgleich genutzt wurde. So ging es in die Verlängerung, in der beide Teams verbissen kämpften, aber eigentlich nicht mehr viel passierte - bis zur 120. Minute. Nach einem langen Ball der Gäste auf ihren Stürmer, dessen vermeintlich klare Abseitsposition nicht geahndet wurde, lief dieser alleine auf das Tor zu, scheiterte an Dominik Stahl, aber leider stand ein Urmitzer perfekt für den Abpraller und schob zum 1:2 ein. Die Partie wurde danach gar nicht mehr angepfiffen.

Fazit: So bitter das Spiel auch endete und es mit Sicherheit einige Tage dauern wird bis man diese unverdiente Niederlage verdaut hat, sollte man das Positive daraus ziehen. Mit so einer geschlossenen Mannschaftsleistung, dem sehr guten Defensiv- und Zweikampfverhalten und den spielerischen Möglichkeiten, die die Mannschaft hat, wird man mit Sicherheit in der A-Klasse eine richtig gute Saison spielen.

Für den SVR spielten: Dominik Stahl, Johannes Sell, Mario Müller, Michel Meyer, Florian Harst, Mustafa Apaydin, Janusz Szlinkiert, Michael Meyer, Niklas Alfonso Ibanez, Mathis Bender, Sebastian Gottschalk, Lokman Ünal, Turgut Levent, Wissam Zeineddine. Trainer: Tarik Mazih

Der SV Remagen muss eine bittere Pokalniederlage verkraften. Foto: privat

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