Lokalsport | 13.08.2019

LG Kreis Ahrweiler

Majtie Kolberg auf Rang vier bei den „Deutschen“

Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler), war die jüngste Finalteilnehmerin über 800 m bei den Deutschen Meisterschaften im Berliner Olympiastadion

Majtie Kolberg mit Trainier Leo Monz-Dietz in Berlin.Foto: privat

Ahrweiler/Berlin. Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler), mit 19 Jahren jüngste Finalteilnehmerin über 800 m bei den Deutschen Meisterschaften im Berliner Olympiastadion, überraschte auf Platz vier mit neuer Bestzeit von 2:05,42 min.

Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften fanden im Rahmen des neuen Wettkampfformats „die Finals“, wo in zehn verschiedenen Sportarten in Deutschlands Sporthauptstadt die nationalen Meister gesucht wurden - und die mit insgesamt 176.000 Zuschauern auch eine große Bühne fanden - statt. 26.000 Zuschauer am Samstag, 34.000 Besucher allein im Olympiastadion bei der Leichtathletik sprechen für das gelungene Experiment der „Finals“.

In der Meldeliste wurde Majtie Kolberg auf Rang sieben geführt. So galt es am Samstag zunächst einmal den Vorlauf zu überstehen und sich für das Finale der acht schnellsten Frauen zu qualifizieren. Majtie startete im ersten Vorlauf. Christina Hering und Mareen Kalis (beide Stadtwerke München) waren favorisiert. Mit einem dritten Platz hätte sich Majtie direkt für das Finale qualifiziert. Da sie aber auf den letzten hundert Meter „eingeklemmt“ war, konnte die als spurtstark bekannte Tanja Spill (Uerdingen-Dormagen) noch außen vorbei ziehen. Als Vorlaufvierte musste Kolberg noch die Ergebnisse des zweiten Vorlaufes abwarten und auf die „Zeitschnellstenregelung“ hoffen. Aber bereits nach 400 Metern war klar, dass der zweite Vorlauf langsamer sein würde. So blieb Kolbergs Zeit von 2:07,03 min die Viertschnellste beider Vorläufe. Im Finale am Sonntag versuchten die Münchnerinnen Christina Hering und Katharina Trost die WM-Norm von 2:00,60 min anzugreifen. Damit war klar: die restlichen fünf Läuferinnen würden um „Bronze“ und die weiteren Ehrenplätze kämpfen.

So entwickelten sich viele Positionskämpfe und ein unrhythmischer Rennverlauf. Majtie Kolberg lief raumsparend innen und zeigte, dass sie aus den kleinen Unachtsamkeiten des Vorlaufes gelernt hatte und taktisch umsetzen konnte. Direkt neben ihr liefen Rebecca Ackers und Tabea Marie Kempe (beide Leverkusen), die um Rang drei rangelten. 60 Sekunden zeigte die Stadionuhr nach 400 m. So schnell war Majtie Kolberg noch nie einen 800-m-Lauf angegangen. Am Ende der letzten Kurve, bei 680 m, konnte sich Majtie etwas von ihren beiden Konkurrentinnen absetzen. Dann stürmte aber außen Mareen Kalis heran, die auch vor einem Jahr mit 2:03 min bereits Dritte war, und überholte Majtie 50 Meter vor dem Ziel.

Oberflächlich betrachtet wird ein vierter Platz häufig despektierlich als „Holzmedaille“ bezeichnet. Majtie Kolberg hatte aber auf der blauen Bahn des Olympiastadions als jüngste Teilnehmerin einige Teilnehmerinnen hinter sich gelassen, die schnellere Bestzeiten mitbrachten, die sie noch nie zuvor schlagen konnte und ihre Bestzeit trotz des schwierigen Rennverlaufs um eine halbe Sekunde gesteigert.

Nachdem Majtie Kolberg 2018 sowohl im Winter in der Halle als auch im Sommer Deutsche Jugendmeisterin auf der kurzen Mittelstrecke werden konnte, setzte sie 2019 als Vizemeisterin in der U23 und jetzt als Vierte bei den Frauen ihren Weg zur nationalen Spitze weiter fort. International hatte sie 2018 das Halbfinale der U20-WM in Tampere (Finnland) erreicht und war in diesem Jahr in Minsk (Weißrussland) mit ihrem Staffeleinsatz über 600 m entscheidend an der Bronzemedaille des deutschen Teams bei den „European Games“ beteiligt.

Majtie Kolberg mit Trainier Leo Monz-Dietz in Berlin.Foto: privat

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