Lokalsport | 27.10.2025

Fußball-Rheinlandliga, 13. Spieltag

„Niemand wollte sich gegen diese Niederlage stemmen“

Beim SV Eintracht Mendig läuft es momentan nicht gerade rund. Foto: SK

Mendig. Der SV Eintracht Mendig geht schweren Zeiten entgegen: Am 13. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga setzte es für die Mannschaft von Trainer Damir Mrkalj im Aufsteigerduell mit der Reserve des SV Eintracht Trier eine ernüchternde 0:2 (0:1)-Niederlage. Während sich die Moselaner mit diesem dreifachen Punktgewinn in Richtung oberes Mittelfeld verabschiedeten, mussten die Verantwortlichen an der Brauerstraße ihre Blicke wieder nach unten richten: Der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz, den momentan der FV Rübenach innehat, beträgt nur noch drei Zähler. Am kommenden Sonntag, 2. November, 15 Uhr, muss die Eintracht bei Schlusslicht VfB Wissen Farbe bekennen.

Die Hausherren mussten kurzfristig den erkrankten Innenverteidiger Pascal Zimmer ersetzen. Für ihn zauberte Mrkalj mit Ex-Kapitän Florian Schlich ein Urgestein aus dem Hut. „Er war der beste Mann auf dem gesamten Feld. Von seiner Zweikampfführung und seiner Spieleröffnung kann sich jeder eine Scheibe abschneiden. Es soll aber auch eine deutliche Ansage an seine Kollegen sein“, erklärte der Eintracht-Übungsleiter. Bis kurz vor der Pause sahen die 165 Besucher auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße eine Begegnung auf Augenhöhe, Leonhard Zerwas hätte die Gastgeber sogar in Führung bringen können (34.). Die kalte Dusche folgte acht Minuten später, als Soumah Alkaly Morlaye einen Abstimmungsfehler in der Defensive der Mendiger zum 0:1 nutzte. „Leider haben wir in dieser Situation nicht so verteidigt, wie ich es vorgegeben hatte“, ärgerte sich Mrkalj.

13 Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Morlaye mit seinem zweiten Tor an diesem Nachmittag und seinem 14. Saisontreffer insgesamt auf 0:2, die Messe war frühzeitig gegessen. „Danach ging kein Ruck durch die Mannschaft, es war kein Aufbäumen erkennbar. Niemand wollte sich gegen diese Niederlage stemmen, von Eigenverantwortung war nichts zu sehen oder zu hören“, so Mrkalj. „Das alles hat sich aber in den vergangenen zehn Tagen genau so angedeutet.“

SV Eintracht Mendig: Robin Rohr, Michael Koch (84. Marko Bosic), Florian Schlich, Alexej Eberhardt, Nikolas Groß, Teodor Slavov (46. Tim Montermann, 76. Joel Maas), Matthias Wengenroth, Niklas Heinemann (87. Jonas Hemgesberg), Dama Kanouté, Leonard Zerwas (72. Meris Ramic), Brice Braquin.

SV Eintracht Trier II: Connor Christopher Karas, Noah Erasmy, Sufjan Mustafic (77. Leon Schmid), Illia Kushnarenko, Simon Maurer, Chris Envie Filipe (84. Thomas Rotundo), Jannis Hoffmann, Stanislav Stepanchenko, Soumah Alkaly Morlaye, Inza Yere (68. Noah Schuch), Can Polat Yavuz.

Schiedsrichter: Dominik Link (Ellern).

Zuschauer: 165.

Tore: 0:1, 0:2 Soumah Alkaly Morlaye (42., 58.).

Nächste Aufgabe für den SV Eintracht Mendig: am Sonntag, 2. November, um 15 Uhr beim VfB Wissen.

Nächste Aufgabe für den SV Eintracht Trier II: am Sonntag, 2. November, um 15.30 Uhr gegen die Spvgg Wirges. (SK)

Beim SV Eintracht Mendig läuft es momentan nicht gerade rund. Foto: SK

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