Lokalsport | 04.04.2017

Fußball-Regionalliga Südwest – Saison 2016/17

TuS feiert einen historischen Sieg

Schängel gelingt im Homburger Waldstadion mit 3:0 erster Sieg seit 46 Jahren

Auffälligster Spieler des Abends war Dimitrios Popovitis. Der Grieche belohnte sich mit seinen beiden Treffern für eine starke Vorstellung im Homburger Waldstadion. TH

Homburg. „Unangenehm, defensiv stark und robust.“ Attribute die Homburgs Coach Jens Kiefer der TuS Koblenz bereits im Stadionheft in einem Vorwort zusprach. Der Chef der Saarländer sollte recht behalten. Nach den 90 Minuten im Homburger Waldstadion rissen die Schängel gemeinsam mit ihren mitgereisten Fans die Arme hoch und feierten am Ende mit 3:0 nicht nur den dreizehnten Saisonsieg, sondern auch ein Ende der schwarzen Serie im Homburger Stadion. Erstmals seit dem 2. Mai 1972 gelang es wieder einem Team der TuS, einen Sieg mit in die Heimat zu bringen.

Dabei hatte die Vorbereitung zum Spiel nicht gerade optimal angefangen. Erst 50 Minuten vor dem Spielbeginn war die Crew vom Deutschen Eck im Stadion eingetroffen. Eine Umleitung von der Autobahn hatte zu dieser Verspätung geführt. So wurde der Anpfiff kurzfristig zehn Minuten nach hinten geschoben. Trotzdem zeigten sich die Schängel vom Anpfiff weg hellwach und hatten auch die erste Möglichkeit. Dimitrios Popovitis, auffälligster Spieler an diesem Abend, scheiterte hier noch an Chadi Amri, der für seinen schon geschlagenen Torhüter Niklas Jakusch, auf der Linie klären konnte. Zehn Minuten später waren beide aber dann doch machtlos. Einen Freistoß von Andreas Gockler konnte Jakusch zwar noch abwehren doch dessen Abpraller passte Buchner zum Winterneuzugang und der Grieche nahm den Ball, aus acht Metern Entfernung volley und sorgte somit für die frühe Führung. Dieser Treffer schien die Hausherren aus ihrem verspäteten Winterschlaf aufzuwecken. Bis zur Pause fanden die Saarländer immer besser ins Spiel und erarbeiteten sich einige, teilweise hochkarätige Gelegenheiten. Doch entweder stand ihren ein bärenstarker Sebastian Patzler im Weg, oder aber das eigene Unvermögen. So retteten die Schängel die knappe Führung mit etwas Glück in die Pause.

Nach dem Wechsel änderte sich wenig am Spielverlauf. Homburg legte alles in die Waagschale und dominierte weiterhin. Auch hier war es vor allem Patzler der mit seinen Glanzparaden dem Team vom Deutschen Eck die Führung rettete. Doch nach einer Stunde war der Sturmlauf der Hausherren abgeebbt. Der TuS gelang es nun, die gegnerischen Angreifer aus dem eigenen Strafraum fernzuhalten und kam immer öfter zu ihren schnellen und vor allem gefährlichen Kontern. Wie auch in Minute 73 als Popovitis, nach Zuspiel von Glockner, plötzlich allein auf Keeper Jakusch zu marschierte und der Hombuger Torwart nur mit einem Handspiel außerhalb des Strafraumes sein Team im Spiel hielt. Die Folge war natürlich ein Platzverweis für den Schlussmann, der nun von Nachwuchskeeper Patrick Bade vertreten wurde. Gut zehn Minuten später dann die Entscheidung. Und erneut war es Popovitis. Der Winterneuzugang setzte aus zwanzig Metern einen Flachschuss punktgenau ins rechte Eck und sorgte somit für eine gehobene Feierstimmung der knapp 200 mitgereisten Fans im Homburger Stadion. Und diese erlebten dann noch einen weiteren Treffer ihrer TuS, den Kevin Lahn in der Nachspielzeit erzielte. Hochverdient, denn in der Schlussphase hatte die TuS noch weitere Gelegenheiten ausgelassen, um das Ergebnis auszubauen.

„Ein bitterer Abend für uns. „Was nützt es, das wir sechs hochkarätige Möglichkeiten nicht genutzt haben. Die TuS war da effektiver und hat eben in den richtigen Momenten getroffen. Dann ist am Ende der Stieg auch wieder ein Stück weit verdient“, gab sich Homburgs Trainer Jens Kiefer enttäuscht. Von Petrik Sander dagegen gab es wieder einmal Lob für den engagierten Auftritt seiner Mannschaft. „Ich werde hier nicht müde mich zu wiederholen. Das was die Mannschaft in dieser Saison geleistet hat, ist mehr als bemerkenswert. Dabei haben wir heute nichts anders gespielt wie sonst auch.

FC Homburg/Saar: Jakusch, Herrings, Gaebler (57.Fischer), Kröner, Stegerer, Cecen, Kluft, Gallego (46.Lensch), Amri (73.Bade), Heese, Eichmann.

TuS Koblenz: Patzler, Buchner, Glockner (87. Charrier), Hadzic, Stahl, Lahn, Grupp, Marx, Popovitis (90. Jusufi), Stark (46. Van der Bracke), Bozic. TH

Auffälligster Spieler des Abends war Dimitrios Popovitis. Der Grieche belohnte sich mit seinen beiden Treffern für eine starke Vorstellung im Homburger Waldstadion. Foto: TH

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