Lokalsport | 02.07.2019, 14:34 Uhr

Vorsitzender des MSC Sinzig Rudi Speich und Kollegen kamen beim 24 Stundenrennen ins Ziel

„Wir wollen ein gutes Rennen fahren“

(V.l.): Peter Haener, Christoph Hewer, Rudi Speich und Roland Waschkau. Fotos: privat
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Nürburg. Die 47. Auflage des ADAC Total 24 Stundenrennens auf teilen der Grand Prix Strecke und der Nordschleife des Nürburgrings gehörte auch in diesem Jahr für alle Teilnehmer als schwerstes langstreckenrennen der Welt.

Es ist dieses besondere Zusammentreffen von Superlativen, das den Mythos ausmacht. Vier Tage lang Motorsport auf dieser Rennstrecke sind für Piloten und ihren Rennfahrzeugen eine riesige Herausforderung. Zwischen Start und Ziel sind es 87 Links- und Rechtskurven sowie 290 Meter Höhenunterschied, die die Rennfahrer herausfordern. Schon der Remagener Rudolph Caracciola, der 1927 das Eröffnungsrennen hier gewann, war beeindruckt und „riss die Augen auf“.

In der 47. Ausgabe waren für das Team 2R Racing auch der Roßbacher und Vorsitzende des MSC Sinzig Rudolf „Rudi“ Speich am Start. Mit seinem langjährigen Fahrerkollegen Roland Waschkau aus Untereisesheim, dem Ludwigsburger Christoph Hewer und Peter Haener aus Buchberg verrichteten sie ihre Arbeit in einem Audi RS 3 in der Klasse SP 3T. Dazu Rudi Speich: “Das neue Auto ist ganz anders zu fahren als unser Audi TT Rennwagen, wir haben keine servounterstützte Bremse. Vom Handling her ist es ein ganz anderes Fahren auf diesem TCR Fahrzeug. Nach zwei Jahren Abstinenz hab ich auch nur zwei Runden fahren können und mich rantasten können an die schnellen Passagen. Ich und auch meine Kollegen sind guter Dinge, das wir ein gutes Rennen fahren und im Rennen ankommen. Unser gutes Qualiying war schonmal ein Guter Anfang, wie gesagt, es ist ein ganz neues Auto. In unserer klasse sind die Abstände nicht so groß, von daher rechnen wir uns schon eine gute Platzierung aus. Das wird im Rennen schon passen.“ 160 GT- und Tourenwagen in über 20 verschiedenen Klassen starteten am Samstagmittag in das Abenteuer „Grüne Hölle“ rund um die Uhr. Der Audi von Spüeich startete von Position 90 und machte sofort Boden gut. Alle Piloten sind Topfahrer mit mehreren 1000 km Rennerfahrung in der VLN Langstreckenmeisterschaft und damit der Nordschleife. Die Mannschaft fuhr ihr Rennen, musste aber höllisch auf den Verkehr achten, auf die schnellen GT3 Boliden. Das funktioniert in den ersten Rennstunden gut. Doch der Technikteufel brachte den Audi RS 3 an die Box. Was war passiert ,dazu Roland Waschkau: “Unser Start war super, wir konnten uns von Platz acht in der Startgruppe bis auf fünf vorkämpfen, sowie auf Rang drei in unserer Klasse SP 3T. Ende der zweiten Runde fing der Frontsplitter an zu schlagen, in der dritten Runde musste ich an die Box zur Reparatur. Leider wurde auch ein Wasserschlauch, der zur Kühlung diente, angerissen. Das hat uns über eine Stunde Standzeit an Reparatur gekostet. Schade, wir waren so gut dabei. Danach fuhr mein Kollege Christoph Hewer das Rennen weiter. Großes Pech hatten wir in der Nacht, als die Antriebswelle ihren Geist aufgab. Nach der Reparatur gings wieder ins Rennen, denn das wollte wir unbedingt im Ziel beenden.“

So fuhren Speich, Hewer, Haener und Waschkau mit ihrem TCR Audi Boliden ohne weitere Probleme das Rennen zu Ende und kamen am Sonntagnachmittag nach harter Arbeit ins Ziel. Man muss sagen, viele Teilnehmer mussten durch Unfälle, technische Probleme usw. das Rennen aufgeben. Nicht so die Mannschaft um Rudi Speich, die am Ende eigentlich über die Zielankunft happy waren, wären die Reparaturarbeiten nicht gewesen, hätten sie in der Klasse ganz vorne landen können.

Rudi Speich: “Wir hatten doch einiges reparieren müssen, den Kühlschlauch und den Splitter, danach lief der Wagen wirklich super. Alles das ,was man an technischen Problemen über Jahre hat, hatten wir in einem Rennen. Bis ins Ziel lief das Auto sehr gut, ich hab richtig drauf „eingeschossen“ und bin mit meinen Kollegen froh, dass wir in diesem schwierigsten langstreckenrennen der Welt ins Ziel gekommen sind. Außerdem mit Platz drei von neun in unserer Klasse SP 3 T kann man hoch zufrieden sein.“

Die 47. Auflage des ADAC Total 24 Stundenrennens auf teilen der Grand Prix Strecke und der Nordschleife des Nürburgrings gehörte auch in diesem Jahr für alle Teilnehmer als schwerstes langstreckenrennen der Welt.

Die 47. Auflage des ADAC Total 24 Stundenrennens auf teilen der Grand Prix Strecke und der Nordschleife des Nürburgrings gehörte auch in diesem Jahr für alle Teilnehmer als schwerstes langstreckenrennen der Welt.

(V.l.): Peter Haener, Christoph Hewer, Rudi Speich und Roland Waschkau. Fotos: privat

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