Allgemeine Berichte | 19.08.2014

„Römerwoche“ in der Gemeinde Wachtberg

Als die Römer frech geworden…

Vom 13. bis 21. September

Als die Römer frech geworden…

Wachtberg-Berkum. Mit einer Römerwoche vom 13. bis 21. September wird sich die Gemeinde Wachtberg in das Rheinland weit ausgerufene Römerjahr 2014, das an den Tod von Kaiser Augustus vor 2000 Jahren erinnern soll, einbringen.

Gemeinsam mit den hiesigen Heimat- und Geschichtsvereinen sowie dem Wachtberger Wander-Verein, dem Partnerschaftsverein und dem Laienspielkreis Oberbachem werden u.a. thematische Wanderungen, ein Vortrag, Kochabende sowie Führungen für Schulklassen angeboten und an die römische Vergangenheit Wachtbergs erinnern.

Dabei wird zum Beispiel ein römischer Legionär von seiner Arbeit auf dem zugigen Wachtberg erzählen, Pflanzen als lebende Denkmale aus der Römerzeit vorgestellt und eine witzige Lehrstunde in Sachen Völkerverständigung zwischen einer Gruppe Wachtberger „Germanen“ und zugezogenen Römern dargeboten. Die Adendorfer Grundschule widmet sich im Rahmen einer Projektwoche dem Römerthema.

Spuren der Matronen

Mit der Römerwoche sollen die zahlreichen, häufig aber nicht mehr auf den ersten Blick sichtbaren Spuren der Römer in Wachtberg wieder erfahrbar gemacht und das Bewusstsein für diese wichtigen, uns bis heute in vielerlei Hinsicht prägende historische Epoche geweckt werden. Im Rathaus wird eine kleine Präsentation an den Fund des Berkumer Matronenheiligtums im Jahr 1879 erinnern. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Flyer mit dem kompletten Programm der Römerwoche liegen u.a. im Rathaus aus. Auf der Homepage der Gemeinde kann man sich unter www.wachtberg.de/Aktuelles/Römisches Rheinland 2014 informieren.

Blick in die Geschichte

In Folge der Eroberung des Gebiets links des Rheins in den Jahren 58 bis 51 vor Christus siedelten die Römer auch auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Wachtberg. Der hiesige Raum wurde bald zum Versorgungsgebiet der wichtigen Legionslager in Bonn und Remagen. Es entstand eine gute Infrastruktur mit Straßen und etlichen villae rusticae, die die Nahrungsmittel für die römischen Soldaten produzierten. Der Wachtberger Raum mit seinen fruchtbaren Lößböden wurde damit zur Getreidekammer des Militärbezirkes Remagen. Gesichert sind auch die Nutzung der Steinbrüche am Hohenberg (Hümerich) in Berkum und am Dächelsberg in Oberbachem zur Steingewinnung für den Straßen- und Hausbau sowie der Tonabbau und dessen Verarbeitung in Adendorf.

Im 5. Jahrhundert endete die römische Zeit am Rhein, deren Blüte im 2. Jahrhundert war. In Wachtberg und im angrenzenden Kottenforst gibt es zahlreiche Funde aus der Römerzeit, die sich vor allem auf die vier Siedlungszentren in Niederbachem, Berkum, Villip und Adendorf konzentrieren. Schon im Jahr 1879 stieß man auf den spektakulärsten Fund: das Berkumer Matronenheiligtum, das im LVR-LandesMuseum Bonn aufbewahrt wird.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

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