Politik | 17.06.2015

Ausschuss für Katastrophenschutz informierte sich über moderne Rettungswagen des Rhein-Sieg-Kreises

Ausstattung mit neuer Technik

Die Mitglieder des Ausschusses für Rettungswesen und Katastrophenschutz des Rhein-Sieg-Kreises mit Vertretern der Kreisverwaltung und Kreisdirektorin Annerose Heinze (Vierte von links) vor dem RTW.privat

Siegburg. Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Rettungswesen und Katastrophenschutz des Rhein-Sieg-Kreises über die moderne Technik der zwölf neuen Rettungswagen (RTW), die Zug um Zug im Kreisgebiet zum Einsatz kommen. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses schauten sie sich einen RTW „der neuen Generation“ an, wie Rainer Dahm, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz des Rhein-Sieg-Kreises, formulierte.

Das Fahrzeug wird zukünftig planmäßig auf der Rettungswache in Rheinbach als RTW 2 eingesetzt. Basis ist ein Mercedes Sprinter 4,2 Tonnen, der durch die Firma B.A.U.S. in Berlin zum RTW ausgebaut wurde. Es zeichnet sich als Niederflur-Fahrgestell, ausgestattet mit neuester Einsatztechnik und Medizintechnik, aus.

Die niedrige Aufbauhöhe bietet den Vorteil, Patienten mit der Fahrtrage leichter in das Fahrzeug und den darin eingebauten Patientenraum hineinzubringen. Zudem verlagert sich beim Niederflur-Fahrgestell der Schwerpunkt des Fahrzeugs nach unten und bietet gerade bei Kurvenfahrten eine angenehme Fahrdynamik. Sämtliche Blaulichter sind in moderner heller LED-Technik ausgestattet. Das akustische Signal kann wahlweise über eine Martin-Kompressoranlage oder ein elektro-akustisches Einsatzhorn geschaltet werden. Mittels eines GPS-Systems über MPC können dem RTW durch die Leitstelle des Rhein-Sieg-Kreises die exakten Einsatzdaten übermittelt werden. Dieses stellt neben dem digitalen BOS-Funkverkehr die Verbindung zur Leitstelle sicher, um schnellstmöglich Hilfe am Notfallort leisten zu können.

Mit dem EKG-Defibrillator der Serie ZOLL X können sämtliche Patientenparameter für den Notarzt und den Rettungsassistenten dargestellt werden. Damit wird beispielsweise bei einem Herzinfarkt eine schnelle Therapie vor Ort im RTW ermöglicht. Des Weiteren ist auch für diesen neuen RTW ein spezieller Tragestuhl mit Raupenfahrsystem angeschafft worden. Damit kann ein Patient schonender aus einem oberen Geschoss über das Treppenhaus evakuiert werden.

„Dieser RTW ist einer von insgesamt zwölf RTW, die der Rhein-Sieg-Kreis nach und nach in Dienst stellt. Damit werden die Vorgaben des Rettungsdienstbedarfsplans von 2012 umgesetzt“, erläuterte Kreisdirektorin Annerose Heinze den Ausschussmitgliedern. Der Rettungsdienstbedarfsplan sieht aufgrund der gestiegenen Einsatzzahlen der vergangenen Jahre in einigen Rettungswachen mehr RTW vor. Zudem müssen einige RTW nach vorgegebener Nutzungsdauer planmäßig erneuert werden.Pressemitteilung

des Rhein-Sieg-Kreises

Notarzt Frank Riebandt und Rettungsingenieur Daniel Schneider erklären die Funktionen des RTW.

Notarzt Frank Riebandt und Rettungsingenieur Daniel Schneider erklären die Funktionen des RTW.

Die Mitglieder des Ausschusses für Rettungswesen und Katastrophenschutz des Rhein-Sieg-Kreises mit Vertretern der Kreisverwaltung und Kreisdirektorin Annerose Heinze (Vierte von links) vor dem RTW.Fotos: privat

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