Allgemeine Berichte | 14.10.2014

Die Woche im Garten

Eine Kolumne von Ulrich Junker

Eine Sonnenblumen blühen auch noch im September. Pixabay

Wachtberg. Die zweite Oktoberhälfte ist bei uns im Rheinland gärtnerisch immer noch eine schöne Zeit: Vieles noch in voller Blüte, einiges auch schon in bunter Herbstlaubfärbung, und statt verblühter Kübelpflanzen sind große Kürbisse sehr dekorativ. Es gibt noch wenig fallendes Laub, und mit Sicherheit noch einige sonnige Tage. Das alles ändert sich erst mit dem ersten Nachtfrost, der aber gewöhnlich erst Anfang November einsetzt.

Das Rasenmähen genügt jetzt alle zehn Tage, und es hat den zusätzlichen Vorteil, dass man damit auch alles schon gefallene Laub absammelt. Vom Laubabblasen ist weniger zu halten, denn Abharken tut dem Gras besser, auf Terrasse und Garagenvorplatz ist ein Gebläse dagegen schon gut. Über die Herbstdüngung des Rasens gibt es verschiedene Meinungen, wir selbst halten sie nach einer guten zweiten Gabe im August für entbehrlich.

Wo die Beete schon abgeräumt sind, soll man sie wegen des Unkrauts leicht durchhacken, und wo sie ein gutes Bodenleben hatten, wird man sich freuen, wie locker die Erde ist. Gerade deshalb wird ein naturnaher Gärtner sie auch nicht umgraben. Man kann aber beim Abräumen schon sehr schön Samen absammeln, von der Calendula, der Stockrose, etwas später auch von Sonnenblumen und Kapuzinerkresse. Das alles keimt, schön trocken aufbewahrt, im Frühjahr zuverlässig wieder.

Was wäre ein Garten ohne seine Tiere! Wie viel Freude bringen Eichhörnchen, diese unglaublich geschickten Kletterer, und um sie auch im Winter bei sich zu halten, sollten sie einen eigenen Futterkasten haben. Das Vogelhäuschen braucht erst zum ersten Frost Futter, denn man soll seine Meisen, Rotkehlchen & Co. nicht verwöhnen. Merkwürdigerweise webt die Spinne jetzt im Oktober ihre schönsten Netze, kleine Kunstwerke an Symmetrie und Gleichmäßigkeit.

Aber um das Unangenehme nicht zu verschweigen: Die Maulwürfe regen sich wieder, besonders gern an Steinkanten. Jeder hat seine Methode, wir selbst sammeln die Haufen als vorzügliche Beimischung zur Kübelerde, aber eine wirkliche Bekämpfung gibt es nicht. Wer kleine Chrysanthemen hat, wird wohl jeden Morgen nach Schnecken suchen, es sei denn, er hätte einen Igel im Garten. Dem könnte man jetzt ein Winterquartier anbieten.

Die Auflösung des letzten Gartenrätsels war Matthias Claudius, und auf das heutige warten die Kenner natürlich schon lange: Von wem stammt „Herr es ist Zeit, der Sommer war sehr groß ...“?

U. J.

Eine Sonnenblumen blühen auch noch im September. Foto: Pixabay

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Imageanzeige - Dauerauftrag
Titel - Alles für die Schule
2+1 Aktion
Jahreskampagne 2. Anzeige Ausstellung Schaffensland
Imageanzeige - Sommeraktion 2+1 - 1. Anzeige
 50% Sommeraktion
Empfohlene Artikel
Hören gut zu und gucken genau hin: Hendrech und Jösef. Foto: ROB
65

Hinter der Kreuzigungsgruppe, direkt am Alter Markt im Herzen von Bad Neuenahr, sitzen am Springbrunnen zwei Herren aus Basalt, die offenbar seit Jahrzehnten ein Gespräch führen:Hendrech on Jösef. Die beiden verkörpern jene aufmerksamen Neuenahrer Bürger, die in den 1920er- und 1930er-Jahren mit offenen Augen durch den Badeort spazierten, überall ein Schwätzchen hielten und genau bemerkten, wo etwas nicht so richtig rundlief.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Feuer im Bereich Langscheid. Foto: Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
915

Maßnahmen laufen weiter: 300 Feuerwehrleute waren im Einsatz, 220 sind im Anmarsch:

14.08.: Entspannung im Kreis MYK: Waldbrand bei Langscheid unter Kontrolle

Kreis Mayen-Koblenz. Die Lage beim Wald- und Vegetationsbrand im Bereich Langscheid in der Verbandsgemeinde Vordereifel hat sich am Freitagabend weiter entspannt. Nach aktueller Einschätzung wurden rund 50 Hektar Wald- und Vegetationsfläche durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr hat den Brand unter Kontrolle.

Weiterlesen