Allgemeine Berichte | 05.11.2014

Wachtberger Wander-Verein reist in den in den Rheingau

Fahrt ins Blaue

Der Ausblick von St. Hildegard.privat

Wachtberg. Kürzlich war es mal wieder so weit. 50 Mitglieder des Wachtberger Wander-Vereins (WWV) fanden sich voller Erwartung am Rathaus in Berkum ein, um an der traditionellen Fahrt ins Blaue teilzunehmen. Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden Ernst Picard startete der voll besetzte Bus in Richtung Rhein. Auf der Fahrt dorthin lüftete Hans-Jürgen Döring, der in bewährter Weise als Reiseleiter fungierte, das Geheimnis, wohin die Reise diesmal gehen werde, nämlich in den Rheingau. Zunächst aber genossen die Teilnehmer die Busfahrt entlang des Rheins. Sie stellten dabei mit Befriedigung fest, dass man interessante Stationen einer anspruchsvollen Wanderung auf dem Rheinsteig , wie die Erpeler Ley oder die Ruine Hammerstein, auch bequem vom Bus aus erleben kann. Nachdem bei Neuwied der Rhein überquert worden war, führte die Weiterfahrt zum ersten Etappenziel, der Abtei Sayn bei Bendorf. Auf dem Weg dorthin gab es noch einen kurzen Halt an dem am Fuße des Sayner Burgberges gelegenen Schloss Sayn, das im 14. Jh. als mittelalterliches Burghaus errichtet und im 19. Jh. im neugotischen Stil umgestaltet und vergrößert worden ist. Die Abtei wurde um die Wende vom 12. zum 13. Jh. als Kloster des Prämonstratenserordens gegründet und nach einer 600-jährigen wechselvollen Geschichte Anfang des 19. Jh. aufgelöst. Nach dem obligatorischen Sektfrühstück ging die Fahrt weiter durch das von zahlreichen eindrucksvollen Burgen gesäumte UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“. Ziel war die oberhalb von Rüdesheim inmitten der Weinberge gelegene Abtei St. Hildegard. Auf der Fahrt erfuhren die Mitreisenden von Hans-Jürgen Döring viel Interessantes über deren Geschichte. Die Abtei, obwohl erst zu Beginn des 20. Jh. erbaut, versteht sich als Gründung der hl. Hildegard von Bingen. Deren Reliquien werden in der nahegelegenen Kirche des ehemaligen Klosters Eibingen in einem vergoldeten Schrein aufbewahrt. Nachdem die Reisegruppe die Kirche der Abtei St. Hildegard eingehend besichtigt, dem interessanten Klosterladen einen Besuch abgestattet und den weiten Blick über die Weinberge des Rheingaus genossen hatte, startete der Bus zur Rückfahrt über die Höhen der Taunusausläufer. Bevor es allerdings endgültig am Rhein entlang Richtung Heimat ging, gab es noch einen Zwischenstopp bei der Pfarrkirche St. Martin in Lorch. Pfarrer Daniel verstand es, mit einem spannenden Vortrag über die Baugeschichte der Kirche und den Hochaltar die Zuhörer zu begeistern. Für die Schlussrast hatten Irene und Hans-Jürgen Döring ein idyllisches Plätzchen unterhalb der Loreley ausfindig gemacht. Da es mittlerweile schon dunkel geworden war, genossen die WWVler den mitgebrachten Rotwein und den leckeren selbst gebackenen Kuchen bei stimmungsvoller Beleuchtung . Anschließend ging es auf direktem Weg nach Wachtberg, wo eine gut gelaunte und zufriedene Reisegesellschaft wieder aus dem Bus stieg.

Der Ausblick von St. Hildegard.Foto: privat

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