Letzte Sitzung des Wachtberger Gemeinderates
Haushaltsdefizit 2012 fiel geringer als befürchtet aus
Überplanmäßige Aufwendungen und höhere Bewirtschaftungskosten genehmigt
Wachtberg. Besser als erwartet schnitt die Gemeinde Wachtberg finanziell im Jahre 2012 ab. Das erfuhr der Gemeinderat in der letzten Sitzung der noch laufenden Legislaturperiode. Bürgermeister Theo Hüffel legte den Jahresabschluss für das Jahr 2012 vor. In der vom Rechnungsprüfungsausschuss sowie von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DHPG (Bornheim) geprüften und testierten Bilanz ist nachzulesen, dass der Verlust mit 2,6 Millionen Euro um gut 1,1 Millionen Euro unter dem geplanten Defizit von 3,7 Millionen Euro liegt. Der Verlust wird der allgemeinen Rücklage entnommen, die danach auf 75,5 Millionen Euro abschmilzt. Laut dem Zahlenwerk betrugen Ende 2012 die langfristigen Verbindlichkeiten etwa 17,7 Millionen Euro, die kurzfristigen Verbindlichkeiten etwa 10,1 Millionen Euro. „Erfreulich, dass wir deutlich unter dem geplanten Defizit bleiben“, fand nicht nur Bürgermeister Theo Hüffel, dem der Rat bei Enthaltung der Grünen die Entlastung erteilte.
Genehmigt wurden vom Rat auch überplanmäßige Aufwendungen, die aus der Überschreitung der veranschlagten Beratungskosten für die Vergabe der Stromkonzession an die enewa GmbH resultieren. Bei den Verhandlungen über die Herausgabe der Netzdaten vom bisherigen Konzessionsinhaber, der RWE Deutschland AG, seien weitere Beratungsleistungen erforderlich geworden, so Hüffel. Bislang seien für Beratungsleistungen in diesem Zusammenhang Rechnungen in Höhe von 16.643 Euro angefallen, obwohl ursprünglich nur gut 7.000 Euro eingeplant waren. Die restlichen 9.500 Euro seien nicht durch entsprechende Beschlüsse des Rates gedeckt, der dies aber einstimmig bei Enthaltung von Thorsten Grenzmeier (FDP) genehmigte.
Auch bei den Bewirtschaftungskosten in Gebäudemanagement kam es laut Kämmerin Beate Pflaumann zu einer Reihe von Etatüberschreitungen von insgesamt 53.500 Euro gekommen, die aber ebenfalls nachträglich vom Rat abgenickt wurden. Zumal man andernorts etwa 62.600 Euro eingespart hatte. Die Überschreitungen traten in folgenden Bereichen auf: Das Übergangswohnheim Gereonshof eins war anders als in den Vorjahren voll belegt, was dazu führte, dass die Heizölkosten um 6.000 Euro höher ausfielen als geplant. Auch in verschiedenen anderen Gebäuden summierten sich die Mehrkosten beim Gas auf insgesamt 26.600 Euro. Außerdem waren die Reinigungskosten für die Grundschule Adendorf und das ehemalige Pfarrheim in Niederbachem um 8.600 Euro höher ausgefallen. Schließlich seien die Versicherungsprämien aufgrund der in den vergangenen Jahren von der Gemeinde Wachtberg gemeldeten Schadensfälle deutlich erhöht worden, insgesamt um 12.200 Euro.
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