Kartoffelfest in Ramershoven
Leckere Gerichte aus 300 Kilogramm Kartoffeln
Mehr als 50 Helfer kümmerten sich auf Initiative des Ortsausschusses um die zahlreichen Gäste aus nah und fern
Ramershoven. Bereits zum 16. Mal veranstaltete der Ortsausschuss Ramershoven das allseits beliebte Kartoffelfest, und erneut war der „Johann-Ittenbach-Platz“ vor der Mehrzweckhalle randvoll gefüllt mit Gästen aus nah und fern. Hier hatten die 50 ehrenamtlichen Helfer um die Vorsitzende Ursula Brandenburg einmal mehr ein kleines Spezialitätenrestaurant im Freien aufgebaut, dass verschiedene Leckereien aus der „tollen Knolle“ anbot. Neben dem obligatorischen Döppekooche und der immer sehr beliebten Kartoffelsuppe sowie den am meisten begehrten Reibekuchen gab es diesmal als Besonderheit eine leckere Kartoffel-Lasagne für die zahlreichen Besucher. Schon nach wenigen Stunden waren die 20 Döppekooche restlos weggeputzt, und auch die Kartoffelsuppe wurde von manchen Gästen gleich literweise mit nach Hause genommen. Diesmal hatten die Helfer ganze 300 Kilogramm Kartoffeln auf die unterschiedlichsten Arten verarbeitet und leckere Gerichte daraus kreiert. „Das ist jedes Mal eine Heidenarbeit“, wusste Brandenburg. Am Nachmittag verwöhnten die Ramershovener Hausfrauen ihre zahlreichen Gäste, die teilweise im ganzen Gruppen von weit her zu Fuß oder mit dem Fahrrad angereist kamen, auch noch mit mehr als 40 selbst gebackenen Kuchen zum frisch gebrühten Kaffee.
Auf dem Trecker über die Felder
Für die Kinder wurden einige Aktivitäten organisiert, so konnten sie sich von einem 60 Jahre alten „Deutz“-Oldtimer-Traktor von Dieter Olzem durch die Ramershovener Felder ziehen lassen oder sich auf der Hüpfburg austoben. Besonders gut angenommen wurde das Angebot der Zirkusschule „‘reinspaziert“, die dem Nachwuchs die ersten Tricks und Kniffe für die Arbeit in der Zirkusmanege beibrachten. Brandenburg bedankte sich besonders bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, ohne die das Kartoffelfest nicht möglich wäre. Mit angepackt, geschält, gekocht, gebraten, serviert und gespült hatten der TTC Ramershoven, die Freiwillige Feuerwehr, der Junggesellenverein, der Rommée-Club sowie zahlreiche vereinslose Dorfbewohner, auch aus den umliegenden Ortschaften.
Geld für einen neuen Brunnen
Mit den Einnahmen des Festes wird unter anderem der Seniorennachmittag am ersten Advent, kleinere Reparaturen in der Mehrzweckhalle, Jubiläumsgeschenke, neue Fußballnetze auf dem Bolzplatz sowie neue Bepflanzungen der Blumenkübel im Ort finanziert. Außerdem sammelte der Ortsausschuss Geld für den Erhalt des Dorfweihers, der zu verlanden droht, weil die Wasserzufuhr durch das angrenzende Industriegebiet versandet ist. Mit einem neuen Brunnen will man wieder für Frischwasser im Weiher sorgen, allerdings kostet das allein an Material rund 15.000 Euro. „Da müssen wir wahrscheinlich noch ein paar Kartoffelfeste machen, um das Geld zusammenzubekommen“, fürchtete auch Ortsvorsteherin Dagmar Specht.
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