Politik | 24.06.2014

Erster Arbeitstag der neuen Wachtberger Bürgermeisterin

Salz, Brot und Blumen verschönerten den Amtsantritt

Renate Offergeld unterschrieb zunächst Unterlagen zur konstituierenden Sitzung

Die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Wachtberg, Renate Offergeld, hatte ihren ersten Arbeitstag.JOST

Berkum. „Bis jetzt macht mir die Arbeit noch Spaß“, scherzt Renate Offergeld. Kein Wunder, ist doch gerade mal die Hälfte ihres ersten Arbeitstages als neue Bürgermeisterin der Gemeinde Wachtberg vorüber. Die Sozialdemokratin trat offiziell den Dienst als Nachfolgerin von Theo Hüffel (CDU) an, der das Rathaus mit einem großen Abschiedspräsent in der Hand verließ. Deshalb sieht es derzeit auch noch etwas schmucklos aus im Bürgermeister-Zimmer, gleich als eine der ersten Maßnahmen wurde ein wunderschönes Gemälde, das der Kindergarten „Kinderwelt“ anlässlich des40-jährigen Bestehens der Gemeinde Wachtberg angefertigt hatte, als neuer Blickfang an der Stirnseite des Büros aufgehängt. „Sieht doch gleich viel freundlicher aus - und es passt auch thematisch dorthin“, findet Offergeld.

Rosen von den Mitarbeitern

Dafür steht an jeder Ecke eine große Vase mit Blumenschmuck, die die neue Bürgermeisterin zu ihrem Dienstantritt überreicht bekam. „Es war überwältigend“, gibt sie zu. So haben ihr etwa alle Mitarbeiter, aufgereiht auf den Treppenstufen vom Erdgeschoss bis zur zweiten Etage, wo das Bürgermeister-Dienstzimmer ist, jeweils eine hellrote Rose überreicht. Die zieren nun als riesiger Rosenstrauß ihr neues Büro. Der Tradition entsprechend gab es auch Salz und ein vom Villiper Bäckermeister Charly Sonntag frisch gebackenes Brot zum Einzug in die neuen Räume, „das ist bestimmt lecker“, freute sich Offergeld schon. Von Anfang an wartet eine Menge Arbeit auf das neue Gemeindeoberhaupt, und nach einer kurzen „Antrittsbesprechung“ mit dem Ersten Beigeordneten Jörg Ostermann, der Personalratsvorsitzenden Jeannette Herrmann und den Fachbereichsleitern ging es gleich richtig zur Sache. Zunächst ließ sie sich in den Computer und die dienstlich genutzten Programme einweisen und musste feststellen, dass ihr Terminkalender künftig elektronisch geführt wird. „Mein altes Terminbuch kann ich jetzt wohl vergessen“, bedauert sie, will das ledergebundene Buch aber weiter privat nutzen. Das neue Diensthandy ist zwar schon ausgepackt, aber noch nicht in Betrieb genommen, „damit muss ich mich erst beschäftigen, wenn ich mal Zeit habe.“

Eine Welle der Sympathie

Doch daran ist vorerst wohl nicht zu denken, denn neben der „Dienstpost“ ist auch noch jede Menge „Glückwunschpost“ zu bearbeiten. Bei ihr seien unvorstellbare Mengen an Gratulationen zum Sieg bei der Bürgermeisterwahl eingegangen. „Selbst Herr Genscher hat mir geschrieben und seine Hilfe angeboten“, freut sie sich über so manch unverhofften Zuspruch. Eine Welle der Sympathie und Unterstützung habe sie förmlich überrollt, das Mailfach quelle über und die Post bringe körbeweise Glückwunschbriefe, „darauf war ich gar nicht vorbereitet.“ Immerhin: eine neue Visitenkarte, neue Briefköpfe, einen Terminordner und noch einiges mehr, an das man im ersten Moment gar nicht denkt, hatten die emsigen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung schon vorbereitet und zur Verfügung gestellt. So konnte sie gleich loslegen. Ihre erste öffentlichkeitswirksame Amtshandlung war das Absegnen der Ratsunterlage für die konstituierende Sitzung des Gemeinderates am 3. Juli. „Zum ersten Mal habe ich eine Ratsunterlage selbst unterschrieben, denn das eilt jetzt. Die muss heute noch per Boten zugestellt werden, aber es ging nun mal nicht früher“, zuckt die erste Sozialdemokratin auf dem Wachtberger Chefsessel mit den Schultern. Schließlich habe ihre Amtszeit offiziell erst um Mitternacht begonnen. Zwischendurch hat sie aber noch Zeit gefunden, einen runden Geburtstag in Niederbachem zu besuchen, den sie noch in ihrer Zeit als Vizebürgermeisterin zugesagt hatte. Künftig werde sie wohl viele Termine an ihre Stellvertreter delegieren müssen, die am 3. Juli gewählt werden sollen. „Denn man glaubt gar nicht, wie viel im Drachenfelser Ländchen los ist!“ Sie werde jedenfalls ihr Bestes geben.

Die neue Bürgermeisterin der Gemeinde Wachtberg, Renate Offergeld, hatte ihren ersten Arbeitstag.Foto: JOST

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Dienstleistungen
Kleinanzeigen
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Titelanzeige KW 15
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sachbearbeiter (m/w/d)
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
67

Troisdorf. Am Mittwochmittag, dem 8. April, geriet eine 67-jährige Frau aus Troisdorf in die Fänge von Telefonbetrügern. Durch einen sogenannten Schockanruf wurde die Seniorin dazu gebracht, einem unbekannten Mann an ihrer Haustür eine Summe von 30.000 Euro in bar zu übergeben.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
80

Insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem ist eine Salmonellen-Erkrankung gefährlich

10.04.: Lebensmittelrückruf: Salmonellen in beliebter Haselnuss-Nougat-Creme

Region. Die Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH & Co. KG ruft die Haselnuss-Nougat-Creme der Marke Nudossi auch aus dem rheinland-pfälzischen Handel zurück. Grund: Es wurden Salmonellen nachgewiesen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: ROB
38

Zwei Polizisten aufgrund von Schwere der erlittenen Verletzungen bis auf Weiteres dienstunfähig

06.04.: Nach Angriff auf Polizisten in Leverkusener Shisha-Bar: Polizei ermittelt gegen 22 Tatverdächtige

Leverkusen. Nach dem Angriff auf Polizisten in einer Shisha-Bar in Leverkusen-Opladen in der Nacht zum Montag (6. April) hat die Polizei Köln eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Insgesamt wird nach jetzigem Stand gegen 22 Angehörige einer Großfamilie ermittelt. Um den Tatablauf zu rekonstruieren, wertet die Ermittlungsgruppe unter anderem Bodycam-Aufnahmen der eingesetzten Polizisten aus.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
26

Federspielgerät war fest im Boden einbetoniert und erst kürzlich installiert worden

10.04.: Koblenz: Unbekannte klauen brandneues Spielgerät von Spielplatz

Koblenz-Horchheim. Unbekannte Täter haben in der Zeit vom 09.04.2026 16:00 Uhr bis 10.04.2026 11:00 Uhr ein neu montiertes Federspielgerät vom Spielplatz hinter dem Gebäude der Sparkasse in Horchheim entwendet. Das Spielgerät war fest im Boden einbetoniert und erst vor kurzer Zeit installiert worden.

Weiterlesen

Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Wohnträume
Koblenzer Kneipengeschichten
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Blütenfest in Meckenheim
Aushilfskraft (w/m/d)
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Titelanzeige