Politik | 06.05.2014, 13:08 Uhr

SPD-Medien-Information

Wird in Wachtberg der soziale Leuchtturm still gelegt?

Der Kleiderpavillon muss gegen Jahresende ausziehen

Wachtberg. Die Zukunft des Wachtberger Kleiderpavillons muss sicher gestellt werden. Die SPD Wachtberg tritt bei letzter Ratssitzung für den Erhalt dieses sozialen Leuchtturmprojekts ein und bittet um Unterstützung aller Verantwortlichen in Politik und Verwaltung.

Es begann wie immer mit dem wichtigsten ersten Schritt, als vor 25 Jahren Richard Diehl gebrauchte Kleider sammelte und an Asylbewerber, Aussiedler und Bedürftige weitergab.

Das Projekt entwickelte sich, so dass recht bald die Diakonie und der ökumenische Arbeitskreis Wachtberg die Trägerschaft übernahmen. Das Projekt „Wachtberger Kleiderpavillon“ ist bis heute sehr erfolgreich.

An der Grundidee wurde nichts geändert. Heute gibt es für alle Altersklassen die Möglichkeit, sich im Kleiderpavillon in der Berkumer Limbachstraße mit Kleidern, Schuhen, Haushaltsartikeln, Bettwäsche, Gardinen, Spielzeug und Bücher zu versorgen.

Das Problem ist nur: Der Kleiderpavillon muss gegen Jahresende ausziehen. Die Gemeinde hat das Haus verkauft, die neuen Eigentümer meldeten Eigenbedarf an. Deshalb ist Ende des Jahres Schicht.

„Es ist unvorstellbar, wie die Gemeinde, die die Aktion in diese Lage gebracht hat, die ehrenamtlich Tätigen im Regen stehen lässt“, kritisiert Bürgermeisterkandidatin Renate Offergeld. Bisher angedachte neue Räumlichkeiten sind entweder zu klein, zu teuer oder werden aus anderen Gründen abgelehnt. Dabei stehen im Haushalt 100.000 Euro für die Verwirklichung des Projektes zur Verfügung.

Seit Wochen bemüht man sich um einen Termin bei Bürgermeister Hüffel. Dieser erklärte nämlich im Februar dieses Jahres, er wolle das Problem noch während seiner Amtszeit erledigt wissen. Der Kleiderpavillon braucht eine kleine Halle (120-150 qm) mit der notwenigen Infrastruktur wie Gas, Strom, Wasser. „Die Einrichtung könnte in Eigenleistung erfolgen“, teilte Sprecher Heiner Pilger mit und fügte hinzu, „ist die Zukunft bis Juni nicht in trockenen Tüchern, müssen wir den Kleiderpavillon schließen.“

„Dann wäre Wachtberg nicht zum ersten Mal durch Nichtstun ärmer und ehrenamtliches Engagement vergeudet, wenn der Rat keine Lösung findet,“ ergänzt der SPD-Vorsitzende Dr. Bernd Becker. Deshalb wurde auf Antrag der SPD-Fraktion das Thema auf die Tagesordnung der letzten Ratssitzung am 6. Mai gesetzt.

Pressemitteilung

der SPD-Fraktion im Rat der

Gemeinde Wachtberg

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