Allgemeine Berichte | 23.09.2014

Fröhliches Singen mit dem Ensemble Gisela Knebel

Zweitstimmen aus dem Publikum waren eine freudige Überraschung

Das Ensemble von Gisela Knebel (r.) mit Milena Grzesik (v.l.n.r), Aloysia Schwäbig-Heuser, Jeannine Gemein, David Zöll und Anni Fritsche. Gemeinde Wachtberg

hbWachtberg-Berkum. „Hollali, hollaho!“ - Moment mal, klangen da im bisher einstimmigen Gesang auf einmal auch Zweitstimmen mit? Richtig! Eine kleine Gruppe Besucherinnen bereicherte das gemeinsame Singen gekonnt mit der Zweitstimme. Und später gesellten sich sogar noch männliche Drittstimmen dazu - war das schön.

So geschehen beim Offenen Singen, zu dem das Ensemble Gisela Knebel im Rahmen der diesjährigen Wachtberger Kulturwochen in den Limbachsaal in Berkum eingeladen hatte. Volkstümliche Tänze und Volkslieder standen auf dem Programm – Mitsingen erwünscht. Nicht erst über die sich im Laufe des Nachmittags herauskristallisierende gesangliche Begabung ihrer Gäste konnte sich Ensemble-Leiterin Gisela Knebel freuen, bereits zu Beginn der Veranstaltung hatte sich ein Strahlen um deren Mundwinkel gelegt angesichts der großen Schar Gäste, darunter auch Bürgermeisterin Renate Offergeld. Und die Zuhörer waren gut gerüstet, dank ausgeteilter Liedtexte konnten alle sangesfreudig mit einstimmen und das Musikensemble stimmlich begleiten.

Gisela Knebel spielte wieder auf der Gitarre und führte den Gesang an, Jeannine Gemein brillierte gewohnt souverän auf der Sopran-, Alt-, Tenor- und der Bassblockflöte und Aloysia Schwäbig-Heuser ließ erneut die Akkordzither erklingen. Das Ensemble wäre nicht das, was es ist, ohne seine jungen Nachwuchsspieler. Durch mehrere Auftritte bereits bekannt, war auch die inzwischen fast dreizehnjährige Anni Fritsche mit der Sopran- und Altblockflöte wieder mit von der Partie. Neu im Ensemble war dieses Mal der erst elfjährige David Zöll auf der Sopranblockflöte sowie an der Gitarre Milena Grzesik. Jeannine Gemein führte gewohnt locker durchs Programm. In unterschiedlicher Besetzung, mal das komplette Ensemble, mal im wechselnden Zusammenspiel der verschiedenen Instrumente, ließ die Gruppe, jeweils im Intermezzo mit rein instrumentalen Tanzstücken, beliebte deutsche Volksweisen erklingen.

Liebeslieder machten den Anfang wie „Es steht eine Mühle im Schwarzwälder Tal“ und das Lorelei-Lied „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“. Letzteres, nach einem Text von Heinrich Heine, wusste Gemein zu berichten, sei eigentlich als Kunstlied gedacht gewesen, wäre dann aber eines der beliebtesten Volkslieder geworden. Eine ähnliche Entwicklung, so Gemein, hätte auch das auf einen Text von J. W. Goethe basierende Lied „Sah ein Knab ein Röslein stehn“ genommen, deren ursprüngliche Vertonung von Franz Schubert zu schwierig gewesen wäre, das aber in einer einfacheren Fassung später zu einem großen Volkslied geworden sei.

Und dann kam es, das Lied „Horch, was kommt von draußen rein“, und da waren sie deutlich zu hören beim „Hollali, hollaho“, die Zweitstimmen einiger Frauen aus dem Publikum. Die Freude besagter Sängerinnen an diesem Volkslied war derart groß, dass Knebel noch zwei weitere, nicht auf dem Begleitzettel aufgeführte Strophen mit ihnen anstimmte. Den zweiten Teil des Lieder-Nachmittages füllten Wanderlieder wie „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ und „Am Brunnen vor dem Tore“. Und hier erweiterten schließlich auch einige männliche Zuhörer mit ihren Drittstimmen noch das Gesangsvolumen.

Mit bekannten Abendliedern wie „Der Mond ist aufgegangen“ nach einem Text von Matthias Claudius und Johannes Brahms‘ „Guten Abend, gut’ Nacht“ endete diese Mitsing-Veranstaltung. „Ihr habt wunderschön gesungen, so, wie Volkslieder sein müssen“, freute sich Knebel über die rege Beteiligung des Publikums. Das dankte dem Ensemble mit lang anhaltendem Applaus für diesen fröhlichen Nachmittag. Weitere Fotos der Veranstaltung auf www.wachtberg.de.

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

Das Ensemble von Gisela Knebel (r.) mit Milena Grzesik (v.l.n.r), Aloysia Schwäbig-Heuser, Jeannine Gemein, David Zöll und Anni Fritsche. Foto: Gemeinde Wachtberg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Titelanzeige KW 15
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige Kita
Werksverkauf Anhausen
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Empfohlene Artikel
Quelle: Emons Verlag
17

Region. Wo fährt ein Wildschwein Fahrrad? Wo kann man beim Blick auf den Siegfall so richtig ausspannen? Und wo atmet man unter der Erde auf? Das Siegtal bietet spannende, geheimnisvolle und lustige Orte. Rund 155 Kilometer legt die Sieg von der Quelle im Rothaargebirge bis zu ihrer Mündung in den Rhein zurück. Die Landschaft entlang des Flusses ist facettenreich, abseits der Einzugsgebiet lieblich und still.

Weiterlesen

Symbolbild.
106

Die Woche vom 20. bis 26. April fällt in eine Phase des spürbaren Übergangs. Der Frühling zeigt sich vielerorts bereits stabil, gleichzeitig wächst die Erwartung auf den Mai. Diese Mischung aus Aufbruch und Ungeduld prägt viele Entscheidungen. In Liebe, Gesundheit und Beruf entstehen Chancen, aber auch Momente der Unsicherheit. Kleine Veränderungen im Alltag können große Wirkung entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
7

Allgemeine Berichte

BLICK aktuell sucht HeimatHelden!

Region. Auch in unserer Region gibt es sie: die stillen Stars des Alltags. Menschen, die anpacken, helfen, Verantwortung übernehmen oder einfach für andere da sind. Ob Feuerwehrmann, engagierte Ortsbürgermeisterin, unermüdliche Nachbarschaftshelfer oder die gute Seele im Sportverein – sie alle sind Heimathelden! BLICK aktuell möchte diesen Menschen eine Bühne geben und der Öffentlichkeit vorstellen – in einer neuen Serie in unserer Zeitung.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
4

Region. Wir von BLICK aktuell möchten wissen, wo in eurer Heimatstadt oder Kommune der Schuh drückt! Aus diesem Grund haben wir die neue Serie „HeimatCheck“ ins Leben gerufen. Ob kleine Ärgernisse oder große Probleme: Schreibt uns, was euch bewegt, und wir berichten für euch! Handlungsbedarf gibt es eigentlich immer, sei es bei:

Weiterlesen

Expertenwissen aus erster Hand: Im Rahmen eines Infoabends gibt Dr. Tim Mödder (Chefarzt Kardiologie, internistische Intensivmedizin und Schlaganfalleinheit) Einblicke in Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Herzklappenerkrankungen.  Foto: Joachim Gies | Marienhaus
6

-Anzeige-Infoabend im Krankenhaus Maria Hilf Bad Neuenahr-Ahrweiler:

Herzklappenerkrankungen früh erkennen und gezielt behandeln

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Viele Menschen kennen das Gefühl: Die Luft wird knapp, die Belastbarkeit lässt nach, vielleicht kommen Schwindel oder Unsicherheit beim Gehen hinzu. Nicht selten werden solche Beschwerden zunächst als „Alterserscheinung“ abgetan. Doch in einigen Fällen steckt eine Erkrankung der Herzklappen dahinter – eine Diagnose, die ernst genommen werden sollte. Um für das wichtige Thema...

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Dauerauftrag 2025
Kleinanzeigen
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Dauerauftrag 2026
Mitarbeiter IT-Administrator
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Sachbearbeiter (m/w/d)
Leiter/in (w/m/d)
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Sonderseite Geschäftsführungswechsel