Allgemeine Berichte | 15.05.2026

Römische Töpferei neu entdecken

Dauerausstellung zur römischen Töpferei in Weißenthurm im Frames Hotel eröffnet

Karl-Heinz Urmersbach vor einer der Ausstellungsvitrinen im Frames Hotel.

Mülheim-Kärlich, Weißenthurm. Manche Geschichte gehört genau dorthin zurück, wo sie einst begann.

Mit der feierlichen Eröffnung der Dauerausstellung „Die Römische Töpferei von Weißenthurm“ hat das Frames Hotel seiner Lobby nicht nur eine kulturelle Bereicherung hinzugefügt – sondern einem bedeutenden Kapitel regionaler Geschichte ein neues Zuhause gegeben.

Am Dienstagabend, dem 5. Mai, versammelten sich zahlreiche geladene Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung, die archäologische Funde aus der Römerzeit in einem modernen, öffentlich zugänglichen Rahmen erlebbar macht.

Dass die Ausstellung ausgerechnet hier ihren Platz gefunden hat, ist mehr als ein glücklicher Zufall: Die Exponate stammen aus unmittelbarer Nähe des heutigen Hotelstandorts – aus jener Gegend, in der sich vor fast 2.000 Jahren eine bedeutende römische Töpfersiedlung befand. Von hier aus wurden Keramikwaren entlang zentraler Handelsrouten im römischen Reich verbreitet. Weißenthurm war damit schon in der Antike ein Ort der Begegnung, des Austauschs und wirtschaftlicher Aktivität.

Eine Verbindung, die Philipp Lohse, Geschäftsführer der Frames Hotel GmbH, in seiner Begrüßung treffend auf den Punkt brachte: Die Artefakte würden nun gewissermaßen „nach Hause zurückkehren“.

Auch Karl-Heinz Urmersbach, Leihgeber der Ausstellung, ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit seiner Frau persönlich an der Eröffnung teilzunehmen. In seiner Ansprache schilderte er die Bedeutung der Funde, die Umstände ihrer Bergung und seine Freude darüber, dass die Stücke nun an einem Ort gezeigt werden, an dem sie dauerhaft öffentlich zugänglich und in einem angemessenen Rahmen präsentiert werden.

Diesen Gedanken griff auch Thomas Przybylla, Verbandsbürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, in seinem Grußwort auf. Er unterstrich die kulturelle Bedeutung der Ausstellung für die Region und würdigte zugleich die Menschen, die dieses Projekt möglich gemacht haben. Besonderer Dank galt dabei dem ehemaligen Bürgermeister Gerd Heim sowie Ilmi Viqa, Inhaber des Frames Hotels, deren Engagement und Vermittlung entscheidend zur Realisierung beigetragen hätten.

Die Ausstellung erzählt die Geschichte eines römischen Vicus, einer Handwerkersiedlung, die zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert nach Christus auf dem Gebiet des heutigen Weißenthurms florierte. Funde wie Keramik, Alltagsgegenstände und weitere archäologische Zeugnisse geben faszinierende Einblicke in das Leben und Arbeiten jener Zeit.

Für das Frames Hotel ist die Ausstellung dabei weit mehr als ein dekoratives historisches Element. Sie steht sinnbildlich für die Idee des Hauses, Gastlichkeit mit regionaler Identität, Geschichte und Begegnung zu verbinden.

So wird aus einer Hotellobby ein Ort des Entdeckens – und aus einem Aufenthalt in Weißenthurm eine kleine Reise durch fast zwei Jahrtausende Regionalgeschichte.

Die Dauerausstellung „Die Römische Töpferei von Weißenthurm“ ist ab sofort in der Lobby des Frames Hotels dauerhaft zu sehen.

Gerd Heim, Philipp Lohse und Karl-Heinz Urmersbach (von links nach rechts) schauen die Artefakte an.

Gerd Heim, Philipp Lohse und Karl-Heinz Urmersbach (von links nach rechts) schauen die Artefakte an. Foto: Karl-Heinz Urmersbach

Verbandsbürgermeister Thomas Przybylla und Karl-Heinz Urmersbach begrüßen die Gäste

Verbandsbürgermeister Thomas Przybylla und Karl-Heinz Urmersbach begrüßen die Gäste Foto: Karl-Heinz Urmersbach

Gäste der Ausstellungseröffnung.

Gäste der Ausstellungseröffnung. Foto: Kerl-Heinz Urmersbach

Fotostrecke

Dauerausstellung zur römischen Töpferei in Weißenthurm im Frames Hotel eröffnet
Artefakte der Ausstellung

Foto: Tino Balle

Dauerausstellung zur römischen Töpferei in Weißenthurm im Frames Hotel eröffnet

Karl-Heinz Urmersbach vor einer der Ausstellungsvitrinen im Frames Hotel. Foto: Karl-Heinz Urmersbach

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Karl Frings: Mit ihrer Gegendarstellung schildern sie in bemerkenswerter Weise, womit sich die Gemeinde nach ihrem Zuzug 2009 alles beschäftigen musste. Letztendlich nur um Ihr Ziel, die Beseitigung, der Linde zu erreichen.
  • Matthias Klinkner: Unsere Jubiläumsveranstaltung konnte mit einer Rekordanzahl an Finishern (1.351 in allen Läufen) abschließen; auch Dank Eures erneuten Einsatzes. Ich wünsche weiterhin sportlichen Erfolg.

Kolping-Auszeit im Vogelsbergdorf in Herbstein

  • Michael X: Das Titelbild ist sehr interessant. Wer hat es auf den Kopf gestellt?
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Holz Loth-Entsorgung
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Outdoormöbel
Anzeige Musikschule
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Media-Auftrag 2026/27
Nachruf Gabi Hermann
"Sommernacht im Pfarrhof Dieblich"
Empfohlene Artikel
Strahlende Gesichter bei der Spendenübergabe im Haus St. Franziskus.
1

Weißenthurm. Im Haus St. Franziskus in Weißenthurm leben zurzeit 23 Menschen mit geistiger Behinderung. Strahlende Gesichter und Musikbegeisterung pur gab es im Rahmen einer ganz besonderen Spendenübergabe. Eine kleine Delegation des Chors pianoforte besuchte das Haus unter Trägerschaft des Caritasverbandes Koblenz, im Gepäck eine Spende über 1.000 Euro. Der Betrag ist ein Teilerlös der jüngsten Benefizkonzerte des Chors der Kolpingfamilie St.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die neuen Mülleimer in der Göbelstraße.
13

Allgemeine Berichte

Mayen erstrahlt in neuem Glanz

Mayen. In der Stadt Mayen schreitet die Verschönerung und Vereinheitlichung des Stadtbildes weiter voran. Ein bedeutender Fortschritt wurde kürzlich erzielt: Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ sind die Mülleimer im gesamten Stadtgebiet ausgetauscht worden. Die neue Ausstattung verleiht der Innenstadt nicht nur ein moderneres und einheitlicheres Erscheinungsbild, sondern sorgt auch für eine spürbare Verbesserung der Sauberkeit und Aufenthaltsqualität.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: privat
863

Das „Vatertags-Bier“ scheint nicht jedem bekommen zu sein...

14.05: Eskalation an Vatertag: Streit, Schläge und Verletzungen

Region. Am Donnerstag, dem 14. Mai, fanden anlässlich des Vatertags zahlreiche Veranstaltungen statt, so auch im Kreis Euskirchen. Im Tagesverlauf sowie in den Abendstunden kam es dabei zu mehreren körperlichen Auseinandersetzungen.

Weiterlesen

So soll das Flut-Denkmal in Bad Neuenahr-Ahrweiler aussehen. Foto: privat
295

Weder sei die Finanzierung sichergestellt, noch sei die Einreichung notwendiger Genehmigungsanträge nachgewiesen worden.

Flutopfer-Denkmal: Laut Stadt hält Verein Zusagen nicht ein

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Irritiert reagiert die Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler auf jüngste Presseberichte zum Projekt „DenkAHR“, das als Anlauf- und Gedenkstelle für Flutbetroffene durch den Verein DenkAHR e.V. umgesetzt werden soll. In der Presse ließ sich der Initiator des Projektes Jochen E. Diedenhofen mit der Aussage zitieren, er erwarte von Seiten der Verwaltung die Freigabe und die für die Realisierung des Projektes erforderlichen Unterlagen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall Vorsorge
Wir helfen im Trauerfall
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Mai 2026
Imageanzeige
Dusch WC
Stellenanzeige Physiotherapie
Maikirmes in Grafschaft-Oeverich, 14. – 18.05.26
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0299#
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Mai 2026
Anzeige Filiale Andernach
SO 3 - Heddesdorfer Pfingstkirmes 150 Jahre
Minijob Reinigungskraft
Sommernacht im Pfarrhof Dieblich
Mitarbeiter im Verkauf
Kirmes Mertloch 2026