Wirtschaft | 27.10.2018, 10:46 Uhr

Crowdfunding-Plattform der Volks- und Raiffeisenbank Neuwied eG

Die ersten Projekte wurden erfolgreich abgeschlossen

Viele Projekte konnten dank der Crowdfunding-Initiative der VR-Bank Neuwied-Linz schon durchgeführt werden. UBU
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Neuwied. Als sich Josef Hoß vom Förderverein der Maximillian-Kolbe-Schule Rheinbrohl bei der im Mai ins Leben gerufenen Crowdfunding-Plattform der Volks- und Raiffeisenbank Neuwied eG anmeldete, hat er nicht mit einem solchen Erfolg gerechnet. Denn Hoß, der selbst dreißig Jahre als Förderschullehrer an der Schule tätig war, stand dem Projekt zunächst kritisch gegenüber, da Crowdfunding für ihn bis dato Neuland war. Dass innerhalb weniger Wochen das Projektziel von 2000 Euro sogar übertroffen wurde, freut ihn deshalb besonders.

Idee folgt dem genossenschaftlichen Prinzip

„Crowdfunding ist vor 15 Jahren in den USA gestartet. Die Idee hätte auch von Friedrich Wilhelm Raiffeisen stammen können, da sie das genossenschaftliche Prinzip ‚Was einer alleine nicht schafft, schaffen viele gemeinsam‘ verfolgt“, sagt Andreas Harner, Vorstandssprecher der VR-Bank anlässlich einer Pressekonferenz im Raiffeisen FinanzCenter Neuwied, zu der auch fünf Vertreter bereits erfolgreich finanzierter Projekte eingeladen waren. Das Besondere beim Crowdfunding sei, dass viele Menschen ein Projekt finanziell unterstützen. „Besonders im 200. Geburtsjahr von Raiffeisen haben wir uns von diesem Motto leiten lassen“, betont Harner.

Josef Hoß freut sich, dass er sich auf das „Experiment“ Crowdfunding eingelassen hat. Denn für den ehemaligen Lehrer war die Projektwoche „Zirkus“ an der Maximillian-Kolbe-Schule eine Herzensangelegenheit. Ohne die Spenden wäre dieser 5000 Euro teure Event an der Finanzierung gescheitert. „3000 Euro konnten wir über Freunde und Förderer generieren. Durch die Crowdfunding-Initiative kamen innerhalb weniger Wochen die fehlenden 2000 Euro zusammen“, freut sich Hoß. Das Werbetrommelrühren habe sich gelohnt. „Für die Kinder war es eine tolle Erfahrung, von der sie noch lange zehren werden“, ist der ehemalige Lehrer überzeugt.

Bank unterstützt die Projekte auch mit eigenen Mitteln

Nicht nur die Sponsoren unterstützten das Projekt, sondern auch die VR-Bank selbst. „Wir stellen nicht nur das Portal und Werbematerial zur Verfügung, sondern verdoppeln jede Spende bis 50 Euro aus einem Spendentopf in Höhe von derzeit 25.000 Euro“, erklärt Harner. Beim Zirkusprojekt belief sich der VR-Bank-Anteil beispielsweise auf 950 Euro.

Für die bisher eingereichten Projekte wurden aus diesem Topf 15.215 Euro verteilt. „Zehn der bisher 13 Projekte sind schon ausfinanziert“, freut sich Crowdfunding-Betreuer Mark Lengwenus über die große Resonanz. Bisher kam durch mehr als 563 Spender eine Summe von 24.833,85 Euro zusammen. Neben Josef Hoß stellten auch der Sportverein 1936 Niederwerth, die Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz, die katholische Kirchengemeinde St. Matthias und der Heimatsportverein Neuwied 2014 ihre Projekte vor, für die sie auf der Crowdfunding-Plattform geworben haben. „Das Projekt ‚Viele schaffen mehr‘ läuft noch bis zum Ende des Jahres“, betont Lengwenus. „Bis dahin haben Interessierte noch die Möglichkeit ihre Projekte vorzustellen und zu bewerben. Voraussetzung ist hierbei die Gemeinnützigkeit der Initiative. Aufgrund der guten Resonanz wird es auch im kommenden Jahr eine Crowdfunding-Aktion geben, dann sogar mit einem 35.000 Euro-Spendentopf seitens der VR-Bank“, verspricht der Projektleiter der Bank.

Auf www.vrbn.viele-schaffen-mehr.de stellen viele weitere soziale, gemeinnützige Einrichtungen und Organisatoren ihre Projektideen vor. Hier können Interessierte sich informieren oder mit einer Spende ein beliebiges Projekt unterstützen.

Viele Projekte konnten dank der Crowdfunding-Initiative der VR-Bank Neuwied-Linz schon durchgeführt werden. Foto: UBU

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