Wirtschaft | 26.10.2023, 09:22 Uhr

-Anzeige- Neue technologische Ansätze versprechen spannende Jobs im Mittelstand

Mit KI kalkulieren und auf Knopfdruck Materialien bestellen

Moderne Technologien und Innovationen nehmen bei Augel eine Schlüsselrolle ein: ob bei Maschinen, Geräten, in der Verfahrenstechnik oder bei den verwendeten Baumaterialien.  Fotos: Dominik Ketz
101

Weibern. Die 1928 ursprünglich als Baustoffhändler gegründete Augel GmbH ist heute ein innovativer Baudienstleister, der sich vor allem auf die Arbeiten im sensiblen Industriebestand in der petrochemischen und produzierenden Industrie sowie in der Energiebranche spezialisiert hat. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden zeichnet das familiengeführte, mittelständische Unternehmen seit vielen Jahren aus. Moderne Technologien und Innovationen nehmen bei Augel eine Schlüsselrolle ein: ob bei Maschinen, Geräten, in der Verfahrenstechnik oder bei den verwendeten Baumaterialien. Auch die Digitalisierung wird bei Augel in Weibern großgeschrieben. Seit vielen Jahren sind Zeit- und Gerätedatenerfassung im Unternehmen durchgängig digital. 3D-Maschinensteuerung mit digitalen Geländemodellen unterstützt Vermesser und vereinfacht ihre tägliche Arbeit. Und die Vermessung mit Drohnen inklusive der Auswertung der hochauflösenden Aufnahmen gehören zum Leistungsportfolio des Bauunternehmens. Rolf Scharmann und sein Team bauen seit vielen Jahren auf modernste Hard- und Software. Damit ist das Unternehmen in der Lage, Qualität und Wertschöpfung kontinuierlich zu verbessern. Nicht nur für die Kundenseite, sondern genauso auch für die Mitarbeitenden.

Kalkulieren mit IT-Unterstützung: Spannende Jobs mit moderner Technologie

Im Bereich Kalkulation hat das Unternehmen dafür die pds Software eingeführt. Ursprünglich als Handwerkersoftware konzipiert hat sich das System vor allem in der SHK-Branche einen Namen gemacht und wird von vielen Betrieben genutzt. Guiseppe Di Figlia, Bereichsleiter für Kernprozesse und IT bei Augel, hat das System an die Belange der Baukalkulation im Unternehmen adaptiert, neue Workflows für die Augel-Teams etabliert und eine Anbindung an Lieferanten und Großhändler geschaffen. Damit wurde nicht nur eine effiziente Hilfestellung für die Kalkulation bei Augel Realität, sondern auch die Möglichkeit, den Job kreativer zu gestalten und den Fokus auf diejenigen Aufgaben zu setzen, die einen selbst und das Unternehmen gleichermaßen nach vorne bringen. Die ehemals stumpfen und vor allem langwierigen Tätigkeiten des Kalkulationsgeschäfts, übernimmt dank der IT-Lösung nun eine künstliche Intelligenz.

„Die Bauaufgaben sind für gewöhnlich speziell und fokussieren sich auf gezielte Fachbereiche, wie etwa den Rohrleitungsbau“, erklärt Di Figlia. „Aus diesem Grund wiederholen sich auch die Leistungen, die im Unternehmen kalkuliert werden“, ergänzt er. Die KI innerhalb der pds Software soll jetzt in den vorhandenen Leistungsverzeichnissen (LVs) nach gleichen oder ähnlichen Positionen suchen. Werden Übereinstimmungen gefunden, ist es Aufgabe der Kalkulierenden, diese im nächsten Schritt zu prüfen und zu bewerten und, wann immer sinnvoll, Alternativangebote abzugeben. „Die Mitarbeitenden profitieren von sämtlichen Kalkulationen, die sie in der Vergangenheit bereits erstellt haben. Und mit jeder neuen Kalkulation wächst die Wissensdatenbank und die Arbeit geht künftig noch schneller und einfacher vonstatten“, führt er weiter aus.

Kalkulationsprofis und KI arbeiten Hand in Hand

Die KI arbeitet bei Augel für gewöhnlich in der Nacht. Da ist genügend Zeit, die zahlreichen Datenbanken, die Tag für Tag anwachsen, zu durchsuchen und die passenden Leistungspositionen für neue Bauaufgaben zu finden. Oft können Kalkulationen inklusive Löhnen, Geräten, Baustoffen und sogar Fremdleistungen für neue Projekte direkt übernommen werden. Die Zeitersparnis ist also immens.

Trotzdem bedeutet das natürlich nicht, dass Kalkulierende irgendwann gar nicht mehr gebraucht werden. Die Aufgaben verschieben sich dadurch nur, bekommen einen anderen Fokus. „Es wird nie ganz ohne den Menschen gehen“, wie der IT- und KI-Experte aus dem Hause Augel verrät. Die Durchführbarkeit etwa muss stets sorgfältig geprüft werden. Denn jede Bauaufgabe ist anders. Hier ist unbedingt der Mensch gefragt. Es erfordert Übersicht und zudem Erfahrung, wie Guiseppe Di Figlia verrät.

Der direkte Draht zwischen Bauunternehmen und Großhändlern

In einem Pilotprojekt wird das IT-System derzeit via Standardschnittstelle an die Datenbanken verschiedener Großhändler unmittelbar angebunden. „Auf klassische Weise ist dieser Prozess langwierig und komplex. Und er dauert für gewöhnlich“, wie Di Figlia aus eigener Erfahrung weiß. Bauunternehmen senden zunächst eine GAEB-Datei an den Großhändler oder Lieferanten, fragen konkrete Preise an und müssen diese, sobald sie sie erhalten, immer wieder händisch in ihre Kalkulation eintippen. Durch die Direktanbindung sind die LV-Informationen jetzt unmittelbar mit den Materialdaten der Großhändler integriert. Kalkulierende müssen keine Preisanfrage mehr stellen, sondern können die aktuellen Produktpreise direkt einsehen, Datenblätter oder Texte dazu lesen, Fotos anschauen und vieles mehr. Im Rahmen dieser Pilotmaßnahme hat Augel die Lieferanten von der Nutzung der im TGA-Umfeld bereits etablierten Schnittstelle überzeugt und so einen direkten Draht zwischen Bauunternehmen und Großhändlern hergestellt. Auch ein Bestellen auf Knopfdruck ist über die neue Verbindung jetzt möglich.

Informationen vernetzen – Wertschöpfung steigern

Überall entlang der Wertschöpfungskette Bau liegt eine Vielzahl von Daten. Vernetzt sind sie allerdings immer nur teilweise oder im schlechtesten Fall überhaupt nicht. Das Ergebnis ist oft doppelte Arbeit. Durch die wertvolle Verbindung und Integration von Informationen können Berufe innerhalb der Bauwelt signifikant vereinfacht und verändert werden. Im Zentrum bei Augel steht dabei stets, die Zusammenarbeit zu stärken: Im Augel-eigenen Team, mit Lieferanten und ebenso mit Kunden.

Der KI-Einsatz und die Anbindung an Großhändler mit der Kalkulationssoftware von pds ist nur ein Beispiel für die Umsetzung von Ideen und Schaffung von Innovation beim Familienunternehmen Augel. An dieser Stelle und auch in vielen anderen Bereichen ist das mittelständische Unternehmen stets offen für neue, moderne Ansätze von kreativen Köpfen. Bereits vom Start weg war die Augel GmbH allzeit an technologischen Innovationen interessiert und bietet hier auch Karrieremöglichkeiten für Nachwuchsfachkräfte aus unterschiedlichen Feldern des Baubereichs, nicht nur aus dem Umfeld der Baukalkulation.

Modernes HR-Konzept für hochspezialisierte Fachkräfte

Schon seit einigen Jahren gibt es bei der Augel GmbH in Weibern ein modernes HR-Konzept, das Fachkräften außerdem sehr viel Flexibilität in ihren Jobs bietet. „Das ist als Arbeitgeber aus dem Mittelstand für uns enorm wichtig, da wir hochspezialisierte Leute suchen“, erklärt Geschäftsführer Rolf Scharmann.

„Wir wünschen uns neue Kolleginnen und Kollegen, die mit uns gemeinsam die Jobs der Zukunft aktiv mitgestalten“, berichtet Scharmann, der das Unternehmen inzwischen in der dritten Generation leitet. „Alle, die Interesse haben, mit uns gemeinsam Visionen und Strategien zu entwickeln, die sie selbst und unser Unternehmen konsequent weiter voranbringen, würden wir sehr gerne kennenlernen“, so Scharmann abschließend. Detaillierte Informationen zu den aktuellen Stellenangeboten hat das Unternehmen auf der Internetseite https://augel.de unter Karriere zusammengestellt.

Rolf Scharmann: „Die Mitgestaltung der Kolleginnen und Kollegen bei Visionen, Strategien und Lösungen ist bei Augel schon immer gelebte Unternehmenskultur.“

Rolf Scharmann: „Die Mitgestaltung der Kolleginnen und Kollegen bei Visionen, Strategien und Lösungen ist bei Augel schon immer gelebte Unternehmenskultur.“ Foto: Dominik Ketz

Moderne Technologien und Innovationen nehmen bei Augel eine Schlüsselrolle ein: ob bei Maschinen, Geräten, in der Verfahrenstechnik oder bei den verwendeten Baumaterialien. Fotos: Dominik Ketz

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Freuten sich über einen inspirierenden Abend beim Wirtschaftsforum Andernach in der Mittelrheinhalle: (v.l.): Christian Heller, Geschäftsführer Andernach.net, Andernachs Oberbürgermeister Christian Greiner, Referentin Cordula Nussbaum, Andernachs Wirtschaftsförderer Dustin Heip, Christoph Weitzel, Vorstandsmitglied der KSK Mayen und Landrat Marco Boos.
46

Region. Wie gelingt es, trotz Informationsflut, ständiger Erreichbarkeit und wachsender Anforderungen konzentriert, leistungsfähig und mental gesund zu bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das diesjährige Wirtschaftsforum Andernach. Die Kreissparkasse (KSK) Mayen und die Wirtschaftsförderung der Stadt Andernach hatten gemeinsam Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft...

Weiterlesen

Team Lederwaren, Schuhe und Kasse.Fotos: Moses AG
56

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Rahmen seines 125-jährigen Jubiläums stellt das Erlebniskaufhaus Moses weiterhin die Menschen vor, die das Traditionsunternehmen mit ihrem täglichen Einsatz prägen. Nachdem in der vergangenen Woche die Teams der Damen- und Herrenmode im Mittelpunkt standen, richtet sich der Blick diesmal auf die Abteilungen Young Fashion und Modern Women sowie auf die Mitarbeiterinnen aus den Bereichen Schuhe, Lederwaren und Kasse.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Martinsmarkt Adendorf
Martinsmarkt
Anzeige Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
Ausbildung zum Metallbauer
Herbstaktion KW 45
Imageanzeige
Goldener Werbeherbst / Jubiläum
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1396

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1146

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
452

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen