Allgemeine Berichte | 27.08.2014

BKA warnt vor Cyberkriminalität

Die Gefahr lauert im Netz

Ein neuer BKA-Bericht zur Cyberkriminalität zeigt verstörende Entwicklungen. 55% der Internetnutzer sind schon Opfer von Internetkriminalität geworden. User im Internet sollten sich schützen.

Berlin. Die Fälle von Computer- und Internetkriminalität nehmen weiter zu. Das zeigen das „Lagebild Cybercrime“ des Bundeskriminalamtes (BKA) und aktuelle Umfragen des

Hightech-Verbands BITKOM. 55 Prozent der befragten Internetuser sind in den vergangenen 12 Monaten Opfer von Cybercrime geworden. „Cyberkriminalität kann jeden treffen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Dagegen müssten Staat und Internetwirtschaft gemeinsam vorgehen. Kempf: „Internetnutzer können sich gut schützen, wenn sie die Gefahren kennen und sich achtsam verhalten.“

Cyberkriminalität: laut BKA hohe Dunkelziffer

Einen deutlichen Anstieg der amtlich gemeldeten Fälle gab es im Jahr 2013 bei der Computer-Sabotage und der Erpressung von Internetnutzern. Nach einem vorübergehenden Rückgang erlebt das Phishing mit immer raffinierteren Methoden ein. Zwar verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2013 mit

insgesamt 64.426 Fällen von Cybercrime lediglich eine Steigerung von rund 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (63.959). Polizeiliche Ermittlungen und verschiedene Studien weisen jedoch auf ein großes

Dunkelfeld hin.

User werden misstrauisch

Nach den Ergebnissen der BITKOM-Umfrage wurden bei 40 Prozent der befragten Internetnutzer in den letzten 12 Monaten die Computer mit Schadprogrammen infiziert. Knapp ein Fünftel (19 Prozent) gibt an, dass ihre Zugangsdaten zu Internetdiensten ausspioniert wurden. Bei 16 Prozent sind im Namen der Nutzer bzw. von ihrem Account illegal E-Mails versendet worden. 14 Prozent wurden von einem Geschäftspartner betrogen, zum Beispiel beim Online-Shopping oder bei einer Auktion. „Die Sorge vor Cyberkriminalität führt dazu, dass viele Verbraucher auf die Nutzung bestimmter Online-Dienste verzichten“, sagte Kempf. Laut Umfrage verschicken 47 Prozent vertrauliche Dokumente nicht mehr per E-Mail, fast ein Drittel (29 Prozent) verzichtet auf Online-Banking und ein Viertel (24 Prozent) auf das Einkaufen im Internet.

Datensicherheit. Laut BKA Nur wenig Verschlüsselung

Laut der BITKOM-Umfrage verschlüsseln immerhin 16 Prozent der Internetnutzer E-Mails und 15 Prozent Dateien. Zum Vergleich: Vor einem Jahr verschlüsselten erst 6 Prozent E-Mails und 8 Prozent Dateien. 16 Prozent geben an, dass sie mit Anonymisierungsdiensten wie Tor im Internet surfen. „Die stärkere Nutzung von Diensten zur Verschlüsselung und Anonymisierung ist eine direkte Folge der Abhöraffäre“, sagte Kempf. Allerdings sind die technischen Hürden hoch. 61 Prozent derjenigen, die keine Verschlüsselung nutzen, geben als Begründung an, dass sie sich damit nicht auskennen. 54 Prozent nennen als Grund für ihren Verzicht, dass ihre Kommunikationspartner ebenfalls keine Verschlüsselung einsetzen. Einem Drittel ist die Nutzung schlicht zu aufwändig.

Mehr Infos

Das „Bundeslagebild Cybercrime 2013“ des BKA steht im Internet zum

Download bereit unter www.bka.de. Weitere Informationen zum Thema

Sicherheit und Datenschutz finden Nutzer bei der Initiative

„Deutschland sicher im Netz“ unter www.sicher-im-netz.de, beim

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unter

www.bsi-fuer-buerger.de, beim BITKOM unter www.bitkom-datenschutz.de

oder bei den Verbraucherzentralen unter

www.vzbv.de/Digitale_Welt.htm.

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