Paypalbetrug über Facebook
Region. Im Bereich der Kriminalinspektion Montabaur sind bislang drei Betrugsfälle aus der Region bekannt geworden, bei denen zwei türkische Mitbürgerinnen um jeweils rund 650 Euro betrogen wurden. Auf bislang unbekannte Weise gelangten die Betrüger an die Zugangsdaten von Facebook-Accounts. Anschließend übernahmen sie die virtuelle Identität der Person und schrieben dessen Freunde an. Sie baten unter einem Vorwand um die Übersendung der Mobilfunk-nummer. Falls der Freund darauf einging, erhielt er kurze Zeit später eine SMS. Er wurde aufgefordert, mit einem Bezahlcode einen Betrag von 20 Euro für einen Service bei Paypal zu bezahlen. Über Facebook wurde er aufgefordert diesen Code dem vermeintlichen Freund mitzuteilen. Dieser Vorgang wurde mehrfach wiederholt, teilweise bis zu 30mal. Bedenken gegen diese Vorgehensweise wurden durch das Vortäuschen der falschen Identität verworfen. Das böse Erwachen kam meist erst ein oder zwei Tage später. Den Geschädigten wurde durch den Mobilfunkanbieter mitgeteilt, dass ihr Mobilfunkanschluss wegen au-ßergewöhnlich hoher Kosten gesperrt wurde. In den bekannten Fällen erfolgte die Kommunikation zwischen Tätern und Opfern auf Türkisch.
Vor diesem Hintergrund beachten Sie folgende Hinweise:
- Geben Sie keine sensiblen Daten wie Anschriften, Telefonnummern, Zahlencodes, PIN´s oder TAN´s über das Internet weiter, insbesondere nicht auf unverschlüsselten und ungesicherten Internetplattformen oder in Chats und erst recht nicht ohne vorherige Rückversicherung auf einem anderen Weg.
- Melden Sie einen erkannten manipulierten Account sofort bei Ihrem sozialen Netzwerk.
- Vorsicht bei unbekannten Nachrichten sowie Rückruf-/SMS-Bestätigungen.
- Nehmen Sie im Zweifelsfall persönlichen Kontakt auf.
- Wenden Sie sich als Betrugsopfer an die Polizei und warnen Sie ihre Freunde.
- Geben Sie generell im Internet nicht mehr Daten preis als nötig.
- Verwenden Sie sichere Passwörter, wechseln Sie diese von Zeit zu Zeit und geben Sie Passwörter niemals an Dritte weiter.
Pressemitteilung des Polizeipräsidium Koblenz
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