Allgemeine Berichte | 03.09.2026, 12:07 Uhr

Nachhaltiger Klimaschutz Weißenthurm

Klima- und Umweltbeirat setzt auf konkrete Klimaschutzmaßnahmen

Im Mittelpunkt standen in dem Treffen unter der Leitung von Norbert Besmens neben der Siegerehrung des diesjährigen STADTRADELNS die Klimaschutzmaßnahmen in den kommunalen Betrieben sowie Ergebnisse der drei Arbeitsgruppen des Gremiums.
123

Verbandsgemeinde Weißenthurm. Mit konkreten Ideen für mehr Klima- und Umweltschutz beschäftigte sich der Klima- und Umweltbeirat der Verbandsgemeinde (VG) Weißenthurm in seiner jüngsten Sitzung.

Im Mittelpunkt standen in dem Treffen unter der Leitung von Norbert Besmens neben der Siegerehrung des diesjährigen STADTRADELNS die Klimaschutzmaßnahmen in den kommunalen Betrieben sowie Ergebnisse der drei Arbeitsgruppen des Gremiums.

Seit die VG Weißenthurm 2022 sich zum ersten Mal unter dem Dach des Landkreises Mayen-Koblenz an der Aktion STADTRADELN beteiligt hat, treten Jahr für Jahr mehr Menschen für nachhaltige Mobilität und Umweltschutz in die Pedale.

Im vergangenen Jahr zeichnete die Verwaltung erstmals die Teams und Einzelfahrerinnen und -fahrer mit der weitesten Strecke aus. Auch in diesem Jahr nahmen VG-Bürgermeister Thomas Przybylla und Klimaschutzmanagerin Jennifer Vogt im Rahmen der Sitzung des Klima- und Umweltbeirats eine Siegerehrung vor und überreichten Urkunden und Gutscheine. In der Teamwertung sicherte sich nach 2025 wieder Basjanes mit gut 15.350 Kilometern den ersten Platz vor dem Triathlon Mülheim-Kärlich e. V., der mehr als 9.120 Kilometer erradelte und der Förder- und Wohnstätte Kettig, die mit knapp 8.464 Kilometern auch in diesem Jahr den dritten Platz erreichte. Bei den Einzelradlern belegten wie im vergangenen Jahr Heinz Dott mit knapp 1.600 Kilometern und Florian Eisenberg mit über 1.400 Kilometern die ersten beiden Plätze vor Günter Laube mit 1.290 Kilometern. Eine besondere Auszeichnung erhielten die Naturfreunde Kettig für ihre hervorragende Pro-Kopf-Leistung von 540 Kilometern. Ebenfalls geehrt wurden Melanie Loos-Germann und Reiner Höster für ihre Leistung im offenen Team. „Beim STADTRADELN geht es nicht nur um Platzierungen, es geht vor allem darum, gemeinsam etwas für den Klimaschutz zu tun und zu zeigen, dass klimafreundliche Mobilität im Alltag funktionieren kann“, sagte Przybylla, der sich erfreut über die erneut gestiegene Beteiligung am STADTRADELN und das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigte.

Welche Klimaschutzmaßnahmen in den kommunalen Betrieben der VG bereits umgesetzt werden, stellte Werkleiter Markus Roth vor. In Bezug auf die Wasser-, Energie- und Wärmeversorgung machte er deutlich: „Wir verfolgen in allen Bereichen einen klaren Weg: Energie möglichst effizient einsetzen, den Verbrauch reduzieren und gleichzeitig die eigenen Möglichkeiten zur Erzeugung erneuerbarer Energie nutzen, um so Klimaschutz dauerhaft und wirtschaftlich gestalten zu können.“ Das Abwasserwerk ist seit 2025 bilanziell energieautark. Die eigene Stromerzeugung aus Klärgas und Photovoltaik liegt bei rund 1,1 Millionen Kilowattstunden jährlich und damit bei etwa 110 Prozent des Jahresverbrauchs. Die Photovoltaik soll mit einer Freiflächenanlage am Brunnen VII in Kaltenengers weiter ausgebaut werden und so künftig einen erheblichen Teil des Strombedarfs der Wassergewinnung decken. „Unser Ziel ist es, aus guten Ideen konkrete und umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln“, betonte Bürgermeister Thomas Przybylla. Gleichzeitig zeige sich in den kommunalen Betrieben, dass Klimaschutz bereits heute ganz praktisch in der VG Weißenthurm umgesetzt wird.

Eine erste Bilanz nach einem Jahr Klima- und Umweltbeirat zog Mitglied Norbert Besmens, der in seinem Rückblick insbesondere auf die Aufgaben des Gremiums einging. Als Bindeglied zwischen Bürgerschaft und Verwaltung unterstützt der Beirat durch Beratung, Anregung und Mitgestaltung. Die eingerichteten drei Arbeitsgruppen zu den Themen Mobilität, Energie und Wärme sowie Natur und Umwelt hätten bereits wichtige Themen angestoßen. „Es besteht weiter großes Potenzial für die gemeinsame Arbeit“, sagte Besmens.

Aktuell möchte die Arbeitsgruppe Mobilität unter anderem Photovoltaik und Begrünung am Schul- und Sportzentrum in Mülheim-Kärlich prüfen und dabei Regenwasserspeicherung sowie Maßnahmen zum Schutz vor großer Hitze berücksichtigen. Auch ein möglicher Bürgerbus wurde thematisiert. Die Arbeitsgruppe Energie und Wärme plant eine Bürgersprechstunde, während sich die Arbeitsgruppe Natur und Umwelt unter anderem mit Aschenbechern an stark frequentierten Orten sowie Hitze- und Hochwasserschutz, Baumpatenschaften, Wasserspeicherung, Trinkbrunnen und Dachbegrünung beschäftigt.

Einen Einblick in die Entstehung der Gruppe KlimaFit gab Karl-Heinz Krambeer in seinem Kurzvortrag. Ausgehend von einem Kurs der Volkshochschulen (vhs) der VG Weißenthurm und der Stadt Andernach 2022 haben sich engagierte Menschen zusammengetan, die sich regelmäßig über lokalen Klimaschutz austauschen, informieren und aufklären möchten. Dazu hat es bereits verschiedenen Veranstaltungen, Aktionen und Workshops, unter anderem zu Balkonkraftwerken, gegeben. Außerdem bietet KlimaFit gemeinsam mit dem BürgerSTÜTZPUNKT+ der VG Weißenthurm ein Kochtreff an und macht Pressearbeit.

Die nächste Sitzung des Klima- und Umweltbeirates findet am 18. November 2026 im Ratssaal des VG-Rathauses statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, an der öffentlichen Sitzung teilzunehmen.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.vgwthurm.de unter Klimaschutz.

Pressemitteilung der Verbandsgemeinde Weißenthurm

Im Mittelpunkt standen in dem Treffen unter der Leitung von Norbert Besmens neben der Siegerehrung des diesjährigen STADTRADELNS die Klimaschutzmaßnahmen in den kommunalen Betrieben sowie Ergebnisse der drei Arbeitsgruppen des Gremiums. Foto: VG Weißenthurm

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Essen auf Rädern
Rund ums Haus Daueranzeige
Dauerauftrag 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, Oktober 2026
Aktionstag am 24.10.26
PR-Anzeige Unternehmensnachfolge
Stellenanzeige Erzieherin und Bundesfreiwilligendienst
Empfohlene Artikel
Jugendliche aus dem gesamten Bistum Trier nahmen an der diesjährigen Diözesanjugendwallfahrt nach Assisi teil.
0

Trier/Assisi. „Es hat sich definitiv gelohnt, bei der Diözesanjugendwallfahrt mitzumachen!“, so lautet das Urteil von Maria Cortigiani aus Trier nach der diesjährigen Diözesanjugendwallfahrt Anfang Oktober nach Assisi. Die 17-Jährige war Teil einer Reisegruppe, die von der Jugendabteilung im Bistum Trier und durch die Jugendkirche eli.ja in Saarbrücken organisiert wurde. Geleitet wurde die Fahrt,...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Jürgen B. Hausmann (links) und Harald Classen begeisterten das Publikum in der Mendiger Laacher See-Halle.
13

Jürgen B.Hausmann gastierte in der Laacher See-Halle

Der „dritte Anlauf“ passte

Mendig. „Wie das Leben so spielt…“ aus 27 Jahren Kabarett und fast 62 Jahren Leben: Geschichten zum Totlachen, zum Schmunzeln und zum gerührt sein. Jürgen B. Hausmann begeisterte das Publikum in der ausverkauften Laacher See-Halle mit einer kabarettistischen Retrospektive von 1964 bis heute.

Von Stefan Pauly aus Mendig

Weiterlesen

Nach 3,86 km schwimmen in 1:24:14 Stunden  erfolgte der Wechsel aufs Rad. Für die 180,2 km benötigte der Oberlahrer Peter Conrads 5:42:48 Stunden.
549

Kailua-Kona/Hawaii. Einmal bei der „Ironman-Triathlon-Langdistanz-Weltmeisterschaft“ auf Hawaii zu starten, ist ein Lebenstraum vieler Triathleten! Diesen konnte sich der Oberlahrer Peter Conrads (LT Puderbach) bereits nach drei absolvierten Langdistanz Rennen erfüllen. Nach seinem Debüt beim Ironman 2021 in Frankfurt mit einer Zeit von 10:28 Stunden und dem Rennen 2022 in der Emilia Romagna (9:49...

Von Dietrich Rockenfeller aus Steimel

Weiterlesen