St. Remaklus-Kirmes in Waldorf

Aaron Lang ist neuer Junggesellenschützenkönig

Der 150. Schuss brachte die Entscheidung

15.09.2015 - 12:10

bWaldorf. Alljährlich endet die Waldorfer St. Remaklus-Kirmes mit dem Schießen des Junggesellenschützenkönigs und dem anschließenden Königsball in der Vinxtbachhalle. Wenn also die Waldorfer Junggesellen ihren Schützenkönig feiern, weiß ein jeder im Ort, dass das beliebte Traditionsfest wieder einmal zu Ende ist. Dieser Tradition folgte der Katholische Junggesellenverein 1738 Waldorf e.V. auch im 277. Jahr des Vereinsbestehens.

Am frühen Nachmittag holte man im Festzug den letztjährigen Schützenkönig Patrick Beutgen ab. Nach einer Stärkung beim amtierenden Schützenkönig ging es zu den Klängen der Rhein-Ahr-Spatzen zur Vinxtbachhalle, wo der spannende Wettkampf um die Königskrone um 16 Uhr mit dem Anschießen durch den bisherigen König begann. Mit dem Luftgewehr wurde auf die Distanz von 10 m unter der Aufsicht von „Schießmeister“ Bruno Gerullis auf den Königsadler geschossen.

In diesem Jahr rangen neun Kandidaten in einem spannenden Wettkampf um die Ehre, die Königskette zu erhalten. Dabei erwies sich der „Vogel“ auch in diesem Jahr als sehr robust. Der linke Flügel fiel zwar bereits mit dem 15. Schuss (Aaron Lang). Der rechte Flügel war etwas widerstandsfähiger. Mit dem 36. Schuss konnte Meik Nachtsheim dem Vogel den rechten Flügel entreißen. Weitere 16 Schüsse waren erforderlich, ehe Benjamin Gehrke mit dem 52. Schuss den Schweif von der Stange holte. Dann ging es plötzlich sehr schnell. Nur acht Schüsse später schoss erneut Aaron Lang treffsicher und schoss mit dem insgesamt 60. Schuss den Kopf des Königsvogels ab. Der Rumpf zeigte sich in diesem Jahr besonders hartnäckig. Weitere 90 Schüsse waren notwendig, ehe Aaron Lang um 17.50 Uhr den Rumpf mit dem insgesamt 150. Schuss erlegte. Unter großem Jubel ließen die Junggesellen den neuen Schützenkönig hochleben und Patrick Beutgen legte seinem Nachfolger wehmütig die Schützenkönigskette um. Auf den Schultern seiner Kameraden wurde der neue König dann den zahlreichen Waldorfer Bürgern und Kirmesgästen vor der Vinxtbachhalle präsentiert.


Böllerschüsse kündigten die neue Majestät an


Der Dorfbevölkerung wurde mit Böllerschüssen kundgetan, dass eine neue Majestät gefunden war. Nach kurzer Zeit ließ Hauptmann Jan Mehren die Junggesellen zur Parade antreten. Nach dem Abholen der Fahne setzte sich der Festzug, begleitet von zahlreichen Zuschauern, in Bewegung, um den neuen Schützenkönig mit allen Ehren zu Hause abzuholen. Anschließend erfolgte die Vorstellung bei Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten. Flankiert von seinen Ehrendamen Greta und Eva Plath wurde die neue Majestät dann im Festzug zur Vinxtbachhalle geleitet, wo die Rhein-Ahr-Spatzen beim anschließenden Königsball noch einmal alle Register ihres Könnens zeigten. Mit dem Ehrentanz des Königs und seiner Ehrendamen wurde der Königsball eröffnet, in dessen weiteren Verlauf auch die Fändelschwenker des Vereins zu Ehren des neuen Schützenkönigs nochmals aktiv wurden.

Bis weit in den frühen Morgen feierten die Waldorfer dann den Abschluss der diesjährigen St. Remaklus-Kirmes, die erneut bei herrlichem Kirmeswetter stattfand. Dem Junggesellenverein Waldorf kann man zur Organisation und zum Ablauf der diesjährigen Kirmes nur gratulieren. Man darf hoffen, dass auch in Zukunft sich immer wieder genug junge Leute im Verein organisieren und engagieren, damit die Waldorfer St. Remaklus-Kirmes in ihrer langen Tradition nach alten Ritualen noch viele Jahre fortbesteht.

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Kommentare
juergen mueller:
Ein Bruch der Tarifverträge ist noch gelinde ausgedrückt. Wer es soweit kommen lässt, dass die Beschäftigten für etwas büßen sollen, was sie nicht im geringsten verschuldet haben, der sollte sich allen ernstes fragen, wie es möglich ist, dass es überhaupt soweit kommen konnte, obgleich man sowohl in...
juergen mueller:
Kurzfristig bekanntgewordene Liquiditätsprobleme? Das Wort kurzfristig muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Stadt Koblenz u. der Landkreis Mayen-Koblenz sind mit jeweils 25% beteiligt. Man schaue sich einmal die BETEILIGUNGSBERICHTE der STADT KOBLENZ der vergangenen Jahre an. Das...
juergen mueller:
Wirtschaftliche Perspektive? Wenn ein Unternehmen, wie das GKM, kontinuierlich Liquiditätsprobleme hat, dann geht man zuerst an diejenigen, die dafür am wenigsten können? Herr Langner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung u. sitzt im Aufsichtsrat. Wenn im Januar oder Februar wieder diese...
K. Schmidt:
Ja, diese Verlängerung ist notwendig und sinnvoll. Dass sich diverse politische Köpfe des Ahrtals darüber erfreut äußern, nachvollziehbar. In all der Euphorie muss man sich aber noch mal genau anschauen, was da eigentlich verlängert wurde: Es geht hier nur um eine praktisch seitens des Bundes beliebig...
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