Allgemeine Berichte | 26.09.2025

Brückenpfeiler wird zum Kunsthighlight: Koblenz zeigt Urban Art

„Across Generations“: Neues Street-Art-Werk an der Kurt-Schumacher-Brücke

Hendrik Beikirch, Kulturdezernent Ingo Schneider und Oberbürgermeister David Langner (Reihe 1, v.l.n.r.) mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie Unterstützern. Foto: Ingo Beller

Koblenz. Seit Ende August prägt ein neues, weithin sichtbares Kunstwerk das Stadtbild von Koblenz: Ein Brückenpfeiler der Kurt-Schumacher-Brücke auf der Moselweißer Seite wurde unter der Leitung des international renommierten Street-Art-Künstlers Hendrik Beikirch (ecb) in ein großformatiges Werk verwandelt. Gemeinsam mit 13 regionalen Künstlerinnen und Künstlern gestaltete Beikirch das Projekt „Across Generations“, das in enger Zusammenarbeit mit dem Kultur- und Schulverwaltungsamt der Stadt Koblenz realisiert wurde. Ziel war es, Kunst im öffentlichen Raum sichtbar zu machen und Menschen aller Generationen einzubeziehen.

Die Arbeiten am Pfeiler erstreckten sich über eine Woche. Nach dem Aufbau eines Gerüsts und einer Grundreinigung wurde die Fläche zunächst in einem hellen Grau-Blau grundiert, auf der anschließend der Schriftzug „across generations“ angebracht wurde. Mit Spraydosen, Pinseln und Malwalzen brachten die Street-Art-Künstlerinnen und -Künstler Farbe und Motive auf die Fläche. Jede Beteiligte arbeitete an eigenen Teilmotiven, die sich zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk verbanden. Der Gestaltungsprozess war für Passantinnen und Passanten jederzeit live erlebbar.

Hendrik Beikirch beschreibt das fertige Wandbild als Ausdruck der gesamten Bandbreite dessen, was mit der Sprühdose möglich ist. „Die Stile reichen von einer zeitgenössischen Interpretation der frühen Graffitikunst der 1970er-Jahre über comicartige Elemente bis hin zu illustrativen und malerischen Ansätzen. Kunst im öffentlichen Raum ist immer auch ein Dialog darüber, wie wir diesen Raum gemeinsam gestalten wollen. Wenn dieser Prozess – wie hier – gemeinschaftlich geschieht, ist das für mich im wahrsten Sinne des Wortes ein starkes und positives Zeichen“, führt Beikirch aus.

Den Höhepunkt der Aktion bildete ein zweitägiges Street-Art-Fest Ende August auf dem Parkplatz der Kurt-Schumacher-Brücke. Mehrere hundert Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Fertigstellung des neuen Kunstwerks mitzuerleben und zugleich ein vielfältiges Programm zu genießen. Am Samstag sorgten das Rockmobil von Music Live e.V., ein Konzert der Newcomer-Band The Mondays sowie elektronische Klänge von Johannes Klein und Luke Blum für eine lebendige Atmosphäre. Ein besonderer Anziehungspunkt war der Graffiti-Workshop von Studio Lacks aus Mainz, bei dem Jugendliche erste Erfahrungen mit der Spraydose sammelten und eigene Werke gestalteten. Gleichzeitig verwandelte das Kollektiv den Auflieger am Rande des Festgeländes in ein großflächiges Graffiti.

Am Sonntag stand Bewegung im Mittelpunkt: DJ Daniel Wittig legte auf, während Kinder und Jugendliche beim Skate-Angebot von Skateboarding Koblenz e.V. ihr Können auf Rollen unter Beweis stellten. Das Fest verband künstlerisches Schaffen, Musik und Begegnung zu einem offenen und generationenübergreifenden Erlebnis.

Mit dem Verlauf von „Across Generations“ zeigte sich Ingo Schneider, Dezernent für Bildung und Kultur der Stadt Koblenz, sehr zufrieden. „Wir haben uns gemeinsam genau den passenden Ort für das Kunstwerk ausgesucht, aber auch für das Projekt insgesamt. Das zweitägige Fest zum Abschluss entwickelte sich zu einem Anlaufpunkt für ein buntes Publikum – und vor allem für Familien.“ Grund dafür war nicht nur die Neugier auf das entstehende Kunstwerk, sondern auch das Programm, das Generationen übergreifend hervorragend funktionierte. „Mit diesem Projekt sind wir beim Thema Urban Art in Koblenz gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern einen großen Schritt weitergegangen.“ Den eingeschlagenen Weg wolle man in den kommenden Jahren fortsetzen.

Ermöglicht wurde die Umsetzung von „Across Generations“ durch die Unterstützung von Stadtwerke Koblenz, Debeka, evm, Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz, Molotow und Tears of Mother Earth. BA

Graffiti-Kunst an der Kurt-Schumacher-Brücke. Foto: Hendrik Beirkirch

Graffiti-Kunst an der Kurt-Schumacher-Brücke. Foto: Hendrik Beirkirch

Weitere Themen

Hendrik Beikirch, Kulturdezernent Ingo Schneider und Oberbürgermeister David Langner (Reihe 1, v.l.n.r.) mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie Unterstützern. Foto: Ingo Beller

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Karl Matheis: Eine unendliche Geschichte, alle Beteiligten sollten mal darüber nachdenken, ob sie heute ein Haus bauen würden mit Plänen aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts! Bei Straßen wollen wir dies offensichtich machen.
  • Rainer Hohn: Wenn man um Cannabis so nen Wind machen würde, wie man hier unreflektiert und regelmässig den Alkohol feiert, würden sich alle wieder aufregen. Ein toxisches Nervengift, welches unter allen Drogen die meisten Toten zu verantworten hat.
  • illgen: was soll der mist dann . wenn sich jeder mal an die eigene nase packt dann würde es nicht da so gefährlich sein . auch die bussfahrer sollten sichmal sn die eigene nase packen und dort langsamer fahren.
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Gartenbau
Thomas Probstfeld
Lossprechungsfeier SHK Handwerk -kostenlose Wiederholung
Wahlwerbung
Imageanzeige - Dauerauftrag
Wahlkampf
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Manuela Helmes, Monika Müller, Larissa Schulik, Marlis Knappe vom Freundschaftskreis Friedensdorf mit den Gästen Oberbürgermeister Dirk Meid und Nicolas Cordes.
23

Freundschaftskreis Friedensdorf Mayen

Es geht um die Kinder

Mayen. Der Freundschaftskreis Friedensdorf war mit einem Information- und Verkaufsstand auf dem Frühlingsfest „Frühlingserwachen“ dabei. Es geht um die Hilfe für Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten der Welt.

Weiterlesen

Die Mannschaft der SSG Mayen.
62

SSG Mayen verpasst Rheinlandliga-Aufstieg um nur vier Ringe

Dramatik bis zum letzten Schuss

Mayen. Dramatischer hätte der Aufstiegswettkampf zur Rheinlandliga im Luftgewehr kaum verlaufen können: Die „Adler“ der SSG Mayen kämpften am 8. März in Inden-Altdorf bis zum letzten Schuss um den Sprung in die dritthöchste Liga – und verpasste den Aufstieg am Ende denkbar knapp um lediglich vier Ringe.

Weiterlesen

Symbolbild.
435

Zuvor hatte er um Einlass gefordert und mit Pfefferspray gesprüht

16.03.: 39-Jähriger vor der Wohnungstür niedergestochen

Köln. Am Montag, den 16. März, gegen 18 Uhr, soll ein 30-jähriger Bewohner der Staffelsbergstraße in Köln-Blumenberg bei einem Streit in einem Mehrfamilienhaus einen 39-jährigen Mann mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt haben. Zuvor soll das Opfer zusammen mit mehreren Begleitern lautstark vor der Wohnungstür Einlass gefordert und den 30-Jährigen mit Pfefferspray angegriffen haben.

Weiterlesen

Image Anzeige
Wir helfen im Trauerfall
Dauerauftrag Imageanzeige
Justizbeschäftigte/n (m/w/d)
Werner Langen
Imagewerbung
Landtagswahlen 2026
Hauswirtschaftshilfe / Küchenhilfe (m,w,d)
Wir helfen im Trauerfall - Vorsorge
Lossprechung Elektro Innung
Ahrweiler
Anzeige Karosserieinstandsetzung
Lossprechungsfeier Elektro-Innung
Familywalk mit Thomas Meyer