Initiatoren Marc Ulrich und Thomas Pütz wollen das Ahrtal wieder bunt machen

Ahrtal: Helfer-Shuttle meldet sich aus Winterpause zurück

Ahrtal: Helfer-Shuttle
meldet sich aus Winterpause zurück

Initiatoren Marc Ulrich und Thomas Pütz wollen das Ahrtal wieder bunt machen. Foto: privat

14.02.2022 - 13:06

Ahrtal. We AHR back: Mit dieser Botschaft startet der Helfer-Shuttle ins Frühjahr. „Dabei waren wir nie wirklich weg“, unterstreichen die Gründer Marc Ulrich und Thomas Pütz. Auch wenn in den letzten Wochen keine Shuttle-Busse fuhren, haben die helfenden Hände jeden Tag im Ahrtal angepackt. Alleine von Dezember bis Februar wurden über 4.000 „Aufträge“ von Betroffenen abgearbeitet – 6.148 freiwillige Helfer waren auch in den Wintermonaten weiter aktiv. Im Fokus stehen dabei weiterhin Stemmarbeiten. „Leider auch solche, die keiner hat Kommen sehen“, sagt Marc Ulrich und erklärt „Alleine in Ahrweiler haben wir im Januar bei 18 Häusern den Estrich wieder rausstemmen müssen, weil er einfach schlecht verlegt war!“. Die ehrenamtliche Unterstützung des Helfer-Shuttles wird also weiterhin täglich in Anspruch genommen, der Bedarf ist nach wie vor immens.



Tonnenweise Müll aus den Auen – Samen der Hoffnung fürs Ahrtal


Neben den allgemeinen Arbeiten hat das Team jetzt auch bereits Sonderaktionen gestartet. „Gemeinsam mit anderen Organisationen haben wir am letzten Samstag acht Kilometer an den Ahr-Auen von Müll befreit und damit vier große Container füllen können“, erläutert Thomas Pütz und fügt hinzu „Das führen wir nun weiter fort – außerdem starten wir bereits Ende Februar mit unserer großen Begrünungsaktion. Alleine 25.000 Blumenzwiebeln werden wir am 26. Februar pflanzen“. „Wir machens grün, wir machens bunt, wir machens schön“ – so ist es auf den Plakaten und Flyern zu lesen, die aktuell überall im Ahrtal zu sehen sind. Nach nur einer Woche sind beim Helfer-Shuttle bereits über 270 Anfragen von Betroffenen eingegangen, die gerne ihren Garten wieder blühen sehen möchten. „Schon jetzt sprechen wir über eine Gesamtfläche von über 5,5 Hektar!“, freut sich Marc Ulrich über den großen Anklang im Ahrtal. „Wir sind zwar kein professionelles Fachpersonal – und wollen diese Jobs auch keinesfalls wegnehmen – aber wie schön wäre es, das Tal bald schon wieder etwas bunter zu erleben“, unterstreicht Thomas Pütz den Antrieb hinter der Initiative. Bereits zu Beginn des Jahres hat man die heimischen Garten- und Landschaftsbauer mit ins Boot geholt, die die Aktion mit ihrem Fachwissen unterstützen. „Wir sehen uns als „provisorisches Begrünungskomitee“ und bieten kostenfrei einfache Arbeiten inklusive Materialspenden an – von Gras säen bis Hecken und Sträucher pflanzen. Die richtige Gartenarbeit überlassen wir natürlich den Profis“, betont Marc Ulrich.


Helfer-Shuttle war, ist und bleibt kostenfrei


Für die Umsetzung der Begrünungsaktionen werden weiterhin Projektleiter und helfende Hände gesucht. Wer mit anpacken will, kann sich jederzeit auf www.helfer-shuttle.de registrieren.

Das gilt nicht nur für die Gartenarbeit, sondern auch für die allgemeinen Arbeiten, für die man beim Helfer-Shuttle nach wie vor täglich Helfer kostenlos bestellen kann. Ob Estrich rausstemmen, Putz von den Wänden schlagen, Hilfe bei den Frühjahrsarbeiten im Weinberg oder einfach helfende Hände für einen Umzug – auf der Website können Betroffene einfach das Formular ausfüllen und Helfer anfordern. „Die ehrenamtliche Unterstützung des Helfer-Shuttles war, ist und wird immer kostenfrei für die Betroffenen sein!“, unterstreichen Pütz und Ulrich das Angebot. Bis heute hat der Helfer-Shuttle über 200.000 helfende Hände ins Ahrtal gebracht. Und es werden täglich wieder mehr.

Weitere Beiträge zu den Themen

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Weitere Berichte

Sprechstunde mit Jan Einig

Auf ein Wort

Neuwied. „Auf ein Wort mit Jan Einig“ heißt die Reihe, in der Neuwieds Oberbürgermeister die Stadtteile aufsucht, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in persönlichem Kontakt zu bleiben. Dieser Austausch ist Jan Einig ein Herzensanliegen, insbesondere, da die für den engen Draht wichtigen zufälligen Treffen angesichts die Pandemie weniger geworden waren. Nachdem bereits einige Stadtteile dieses Jahr... mehr...

Experte schulte Neuwieds Seniorenbeirat im Kommunalrecht

Neuwied. Der Seniorenbeirat vertritt die Interessen der älteren Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt Neuwied. Er berät die Organe der Stadt Neuwied, gibt Anregungen und Empfehlungen an Behörden, Verbände und Organisationen und fördert den Erfahrungsaustausch, die Meinungsbildung und Koordination von Maßnahmen. Damit er diese Aufgabe gut erfüllen kann, bot die Stadtverwaltung zusammen mit der... mehr...

Stolpersteine in der Goldgrube verlegt

Erinnerung an Koblenzer Opfer des Nationalsozialismus

Goldgrube. Jüngst wurden sechs neue Stolpersteine im Koblenzer Stadtteil Goldgrube verlegt. Die in die Bürgersteige eingelassenen Messingsteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus, die in Koblenz gewohnt haben. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Zu Besuch in der Frankensiedlung

Mathias Heeb:
Ja, es waren schöne Stunden mit den Kindern der Klasse, manche haben gefragt, ob sie nicht 3 Tage hier bleiben könnten. Was hätte man alles für Möglichkeiten mit diesem Projekt, immer noch und wird auch so bleiben absolutes Unverständnis über die Entscheidung des Gemeinderates der Grafschaft aufgrund...
Mathias Heeb, Grüner Fraktionsvorsitzender:
Von meiner Seite konnte ich mit Johannes Jung aus dem „rebellischen Dorf Eckendorf“ immer gut auskommen. Hoffe für ihn, dass er etwas andere Wege findet für die CDU Grafschaft, ihm alles Gute für die Zukunft, so fair sollte man sein....
K. Schmidt:
"So sei eine Seilbahn vom Tal aus zur Saffenburg, zur Burg Are oder zum Krausbergkopf bei Dernau zur touristischen Erschließung durchaus vorstellbar,..." - Bis vor 10 oder 11 Jahren gab es in Altenahr noch eine Seilbahn, die wurde dann aufgegeben weil mangels Fahrgästen kein wirtschaftlicher Betrieb...
Service