Allgemeine Berichte | 26.06.2025

Bald wieder wieder das Fahrrad-Event „Stadtrradeln“ statt: Die Verwaltung gibt Sicherheitstipps

Altenahr: Appell zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr

Obwohl die offizielle Werbung seit wenigen Tagen läuft, hat sich die Verbandsgemeinde Altenahr kurzfristig entschieden, in diesem Jahr erstmals an der bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses teilzunehmen. Foto: Felix Krammer / Klima-Bündnis Services

Altenahr. Obwohl die offizielle Kreiswerbung seit wenigen Tagen läuft, hat sich die Verbandsgemeinde Altenahr kurzfristig entschieden, in diesem Jahr erstmals an der bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses teilzunehmen. Vom 31. August bis zum 20. September 2025 können Bürgerinnen und Bürger sowie alle Interessierten möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen und ein Zeichen für den Klimaschutz und die Radverkehrsförderung setzen. Die Verbandsgemeinde Altenahr schließt sich damit der Initiative des Kreises Ahrweiler an, der ebenfalls wieder am Stadtr teilnimmt. Gleichzeitig weist die Verbandsgemeindeverwaltung auf die Besonderheiten des Wiederaufbaus für Radfahrende hin und ruft alle Verkehrsteilnehmenden zur gegenseitigen Vorsicht und Rücksicht auf.

Die Idee zur kurzfristigen Nachmeldung der Verbandsgemeinde Altenahr wurde dem Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung vorgestellt und von den Mandatsträgern mit einem eindeutigen Sicherheitshinweis befürwortet. „Gerade in unserer Verbandsgemeinde, die sich nach der Flutkatastrophe von 2021 weiterhin im Wiederaufbau befindet, möchten wir die Bedeutung des Radverkehrs hervorheben und als Mitglied des Klimabündnisses aktiv einen Beitrag leisten“, so Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr. „Auch wenn der Ahr-Radweg noch nicht überall vollständig wiederhergestellt ist, sehen wir die Kampagne bei entsprechender Vorsicht der Radfahrenden und Rücksicht der Autofahrenden als Chance, das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel in den Fokus zu rücken und die Nutzung im Alltag zu fördern.“

Von Blankenheim bis Ahrbrück ist der Ahr-Radweg bereits in großen Teilen wieder befahrbar. Insbesondere entlang der Ahrtalbahn bis an die Kreisstadtgrenze in Walporzheim ist der Ahr-Radweg allerdings noch im Bau. Das bedeutet, dass Radfahrende weiterhin auf die Straßen ausweichen müssen, die auch durch Baustellenverkehr stark frequentiert sein können.

Die Verbandsgemeinde Altenahr weist ausdrücklich auf die im Flutgebiet aktuellen Gefahren im Straßenverkehr hin, die durch den flutbedingten Wiederaufbau und den damit verbundenen regen Baustellenverkehr derzeit bestehen. Radfahrende werden dringend gebeten, besondere Vorsicht walten zu lassen, stets aufmerksam zu sein und die Verkehrsregeln zu beachten.

Besonders wichtig sind folgende Punkte:

Sichtbarkeit: Es wird empfohlen, helle Kleidung oder optimalerweise eine Warnweste zu tragen. Bei Dämmerung oder schlechten Lichtverhältnissen ist eine funktionierende Fahrradbeleuchtung Pflicht. An den Hand- und Fußgelenken zu befestigende Reflektorenbänder erhöhen bei Dunkelheit die Chance, rechtzeitig als Radfahrender erkannt zu werden.

Rechtsfahrgebot: Radfahrende müssen auf der Straße soweit wie möglich am rechten Straßenrand fahren. Auf Radwegen ist ebenfalls stets auf der rechten Seite zu fahren, da hier mit entgegenkommenden Radfahrenden zu rechnen ist.

Abstand halten: Halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmenden und parkenden Fahrzeugen.

Vorsicht an Baustellen und in Kurven: In Baustellenbereichen und in unübersichtlichen Kurven gilt erhöhte Aufmerksamkeit. Rechnen Sie mit Gegenverkehr und Baustellenfahrzeugen. Lastkraftwagen und Busse haben einen deutlich größeren „toten Winkel“, also der Bereich, in dem Radfahrende für die Fahrzeugführenden nicht sichtbar sind. Dies ist insbesondere zu beachten, wenn man an Ampeln oder Haltelinien neben diesen Fahrzeugen steht und diese rechts abbiegen.

Rücksicht im Team: Beachten Sie auch als Gruppe die bisherigen Hinweise, fahren Sie rücksichtsvoll hintereinander und geben Sie eindeutige Handzeichen.

Gleichzeitig ergeht ein Appell an alle Autofahrenden, besondere Rücksicht auf Radfahrende zu nehmen, insbesondere beim Überholen in schlecht einsehbaren Bereichen. Beim Überholen von Radfahrenden ist zu beachten, dass der Mindestabstand innerorts 1,5 Meter, außerorts sogar 2 Meter beträgt.

Mitmachen beim Stadtradeln ist für jede und jeden möglich – ob als Einzelperson oder in Teams wie Vereinen, Kitas, Schulen, Unternehmen oder Familien. Die Registrierung erfolgt einfach unter www.stadtradeln.de. Die zurückgelegten Kilometer können dort online eingetragen oder bequem über die Stadtradel-App erfasst werden. Alle Kilometer, die für die Verbandsgemeinde Altenahr erradelt werden, zählen automatisch auch für das Gesamtergebnis des Kreises Ahrweiler.

„Wir freuen uns über jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer, der dazu beiträgt, unsere Verbandsgemeinde noch fahrradfreundlicher zu machen“, so Bürgermeister Dominik Gieler weiter. „Jeder Kilometer zählt – ob auf den bereits wiederhergestellten Abschnitten des Ahr-Radwegs, innerhalb der Ortsgemeinden oder auf anderen Wegen, bei denen das Auto stehen bleibt. Lassen Sie uns gemeinsam ein starkes Zeichen für den Klimaschutz und die Förderung des Radverkehrs setzen, dabei aber immer unsere Sicherheit im Blick behalten.“

Obwohl die offizielle Werbung seit wenigen Tagen läuft, hat sich die Verbandsgemeinde Altenahr kurzfristig entschieden, in diesem Jahr erstmals an der bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses teilzunehmen. Foto: Felix Krammer / Klima-Bündnis Services

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