Großartiger Erfolg des ersten Weinfestes von Winzer Lucas Sermann & Friends in Altenahr

Altenahr: Ein besonderes Weinfest in besonderen Zeiten

06.10.2021 - 16:00

Altenahr. Was für ein Erfolg. Am Ende blickt ein restlos begeisterter Veranstalter Lucas Sermann von der Bühne auf knapp 1000 Gäste, die sich auf der liebevoll improvisieren Weinstraße einfanden. „Aufbruch statt Abbruch“ - unter diesem Motto fand auf der Seilbahnstraße in völliger zerstörter Umgebung das erste Weinfest nach der Flutkatastrophe im Ahrtal statt und es hielt was es versprach. Gemeinsam mit Co-Veranstalter Timo Kazmierczak und Mitorganisator Fernsehmoderator Dieter Könnes haben alle drei ein Fest organisiert, das ganz offensichtlich den Nerv aller Besucher getroffen hatte. Und das in nicht einmal zwei Wochen. „Endlich“, „Wahnsinn“, „Wunderbar“ - das waren die wohl meist gehörten Worte der Besucher und alle waren begeistert. Es war wohl die Kombination aus guter Unterhaltung (Müller & Band, Lupo, Klüngelköpp und dem Telekom Baskets Dance Team), tollem (Flut-) Wein und der ungewohnten einst so pittoresken Kulisse, nämlich das Fest auf der Seilbahnstraße mit Blick auf die Weinberge genau da stattfinden zu lassen, wo die Flut unfassbare Schäden verursacht hat. Und selbst das Wetter spielte mit. Und ganz am Ende, als die Kölner Kultband Klüngelkoop seinen wohl größten Hit „Stääne“ anstimmte war es wirklich so, als würden für einen Moment die Sterne fürs Ahrtal tanzen. „Wir wollen das Ahrtal wieder leuchten lassen, und das haben wir getan“, so Timo Kazmierczak in einem Interview.


„Diese Katastrophe darf nicht in Vergessenheit geraten“, so Mitorganisator Dieter Könnes, der seit Wochen aus dem Ahrtal berichtet und mit dafür sorgt, dass die Menschen und deren Schicksale bis heute eine Stimme bekommen (YouTube Dieter Könnes). Und auch er ist vom „Ahrfieber“ infiziert.

Das Solidaritätsfieber, dass so viele Menschen gepackt hat, die mit ihrer Hilfe seit Wochen für eine unglaubliche Stimmung und Energie im Tal sorgen. „Es ist schön zu sehen und ein unfassbares Gefühl, wie viele Menschen Woche für Woche ins Ahrtal kommen, um uns allen völlig selbstlos zu helfen“, so Sermann. Und spricht damit so vielen Betroffenen aus der Seele, die gerührt und einfach nur dankbar sind. „Es geht weiter“, so Sermann und blickt gleich voraus.

„Nächstes Jahr werde ich mit Timo und Dieter hier wieder auf der Bühne stehen und dann können wir hier alle hoffentlich sagen: wir haben es gepackt“. Eben Aufbruch statt Abbruch.

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Kommentare

Tempo 30 für Andernach?

Katie:
Aufgrund des desolaten Zustandes sämtlicher Straßen im Innenstadtbereich kann man sowieso vielerorts keine 50 km/h fahren, weil man sich dann sein Fahrzeug auf Dauer "zerschießt". Ich als mitten in der Stadt lebende Anwohnerin hoffe seit über 25 Jahren (!!!), dass hier mal was passiert und zum Beispiel...
juergen mueller:
Ist immer wieder eine Freude zu lesen, mit welchem Einfallsreichtum man sich mit dem Ausschmücken der deutschen Sprache bedient, anstatt ein Problem einfach, kurz u. bündig, auf den Punkt zu bringen. Nadeln im Heuhaufen. Darauf muss man erst einmal kommen. Da werden sich diejenigen aber freuen, deren...
Hans-Joachim Schneider:
Es ist schön, dass Optimismus im Ahrtal wieder Platz hat. Das ist wohl die wichtige Botschaft dieses Artikels. Die genannten Ideen sind ja alle nicht neu, sondern waren auch schon vor der Flut in den Köpfen derer, denen das Ahrtal und seine touristische Zukunft am Herzen liegt. Allerdings sind Hängeseilbrücken...
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