Hönninger Karnevalsgesellschaft 1891 e.V.

Bad Hönningen: Karnevalsveranstaltungen und Veilchendienstagszug abgesagt

Bad Hönningen: Karnevalsveranstaltungen und Veilchendienstagszug abgesagt

Biwak der Garden mit der Proklamation von den Prinzessinnen Diana I. und Jolie I. wird somit leider die einzige Präsenzveranstaltung der Hönninger KG in der Session 2021/22 bleiben. Foto: Dietmar Walter photography

07.01.2022 - 12:46

Bad Hönningen. Die Hönninger Karnevalsgesellschaft 1891 e.V. sagt aufgrund des momentanen Pandemiegeschehens schweren Herzens ihre Veranstaltungen Prunksitzung, Kinderkarneval, Prinzenball – Die Party, Hünnijer Karnevalsfrühschoppen und den Veilchendienstagszug mit anschließender Prinzenabschiedsparty in der Sprudelhalle ab. Der Vorstand bedauert diese Entscheidung zutiefst, sieht aber aufgrund seiner Verantwortung keine andere Möglichkeit, um immateriellen Schaden von dem Karneval in der Region und der Hönninger Karnevalsgesellschaft fernzuhalten und den Gesundheitsschutz der Mitglieder und Gäste zu gewährleisten.

„Durch unser erfolgreiches Hygienekonzept bei unserer Veranstaltung „Biwak der Garden“ im November hatten wir bis zuletzt gehofft, unter einem strikten 2G+ Konzept im Februar Präsenzveranstaltungen in der Sprudelhalle durchführen zu können“, erläuterte der 1. Vorsitzende Thomas Gollos und ergänzte, „wir waren mit den Programmplanungen und Vorbereitungen der Veranstaltungen sehr weit fortgeschritten und hätten sogar am Abend Testmöglichkeiten an der Halle angeboten.“ Doch die prognostizierte Omikron-Welle im Zeitraum des Karnevals ließ dem Vorstand keinen Spielraum mehr abzuwarten. „Natürlich steht der Gesundheitsschutz von Besuchern und Aktiven für uns an oberster Stelle“, unterstreicht Thomas Gollos die gesellschaftliche Verantwortung der Hönninger Karnevalsgesellschaft, die man schon beim Hygienekonzept im November unterstrichen hat, für welches man viel positives Feedback erhalten hatte. Bewusst hatte man im November nicht alle Möglichkeiten der Gesetzeslage ausgereizt und auf mehr Sicherheit für Gäste und Aktive gesetzt.

„Sehr schade ist, dass man uns Ehrenamtliche vor Ort ziemlich alleine mit der Situation und dem Spagat zwischen Gesundheitsschutz auf der einen Seite und dem Erhalt des Brauchtums und der Substanz der Karnevalsgesellschaften auf der anderen Seite lässt. Da hätten wir uns als Vorstand von der Politik klarere Entscheidungen und eine planbare Perspektive gewünscht“, so der 1. Vorsitzende zu dem unklaren Kurs der Politik in Bund und Land.

Tänzer, Trainer, Redner, Vorstands-/Ausschussmitglieder und viele weitere Kräfte haben nun das zweite Jahr in Folge trainiert, geprobt und organisiert, ohne dass die Session wirklich stattfinden kann. „Das tut mir für unsere vielen engagierten Mitglieder und natürlich unsere Prinzessinnen-Teams um Diana I. und Jolie I. sehr leid“, bedauerte Thomas Gollos die notwendig gewordene Absage der Veranstaltungen und des Zuges.

Ein Karneval im Sommer kommt für den Vorstand jedoch nicht in Frage, denn das Brauchtum hat seinen festen Platz von November bis Aschermittwoch. Die Gesellschaft will ihren vielen Mitgliedern jedoch auch etwas bieten und plant deshalb ihr traditionelles Sommerfest in diesem Jahr größer zu feiern. Am Samstag, 14. Mai sollen sich dann auch alle Tanzgruppen präsentieren können und es warten weitere Überraschungen auf die Mitglieder in der Sprudelhalle.

Ob in viel kleinerer Form für die Mitglieder in dieser Session bis Aschermittwoch noch etwas stattfinden kann, lässt sich der Vorstand bewusst offen und beobachtet die Entwicklung der Pandemie weiter intensiv. Ob weitere öffentliche pandemie-konforme Aktionen durchgeführt werden können, wird zurzeit in einem eigens dafür installierten Arbeitskreis besprochen.

„Lasst euch bitte alle impfen, damit wir eine Chance haben, die Session 2022/23 wieder komplett feiern zu können und so zusammen aus dieser Lage herauskommen“, richtete Thomas Gollos noch einmal einen Appell an alle Jecken. Mit der Impfaktion „Jeck auf Boostern“ Anfang Januar hatte man mit anderen Karnevalsvereinen aus Ariendorf, Rheinbrohl und Hünnije bereits aktiv zum Impfen aufgerufen. „Wir werden im Frühjahr mit unverminderter Kraft wieder mit den Planungen der nächsten Session starten und ich bin mir sicher, dass der Hünnijer Karneval aus dieser Krise kommen wird.“, verbreitete der 1. Vorsitzende Thomas Gollos zum Abschluss einen optimistischen Ausblick.

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