Allgemeine Berichte | 16.07.2024

Beeindruckende Verabschiedung für Dernaus Ortsbürgermeister Alfred Sebastian

MdB Mechthild Heil: Sebastians Ausführungen bewiesen Struktur

„Fred“ und Ulrike Sebastian mit ihren Söhnen und Schwiegertöchtern bei der Verabschiedungsfeier.  Foto: WITE

Dernau. Zu einer beeindruckenden Veranstaltung wurde die Feier zur Verabschiedung des langjährigen Ortsbürgermeisters Alfred („Fred“) Sebastian im voll besetzten Saal des Dernauer „Culinarium.“ Sebastian war 40 Jahre im Weinort politisch aktiv: Der stellvertretende Leiter einer Straßenbehörde in Nordrhein-Westfalen war Ratsmitglied, Fraktionsvorsitzender und zuletzt drei Legislaturperioden (15 Jahre) Dernauer Ortsbürgermeister. Sein dienstlich erworbenes Fachwissen kam auch dem Weinort oftmals zu Gute. Sebastian hat es dabei geschafft, dass die Fraktionen im Dernauer Gemeinderat immer mehr zu einer guten Zusammenarbeit für den Ort gefunden haben. Dies wurde auch bei der Verabschiedung der scheidenden, langjährigen Ratsmitglieder deutlich (Bericht folgt). Sebastian betonte den unermüdlichen Einsatz von Ingrid Näkel-Surges (CDU) für Dernau, wofür es im Saal großem Beifall gab. Größte Herausforderung sei die Flutkatastrophe vor drei Jahren gewesen. Er dankte allen, die sich in dem Weinort engagiert haben, und sich auch weiter einbringen. Seinem Nachfolger, David Fuhrmann, sowie dem neugewählten Gemeinderat, wünschte er „bei der täglichen Arbeit Mut, einen langen Atem, die Fähigkeit zum Ausgleich, das Gespür für den goldenen Mittelweg, trotz der schwierigen Situation durch den Wiederaufbau Optimismus, und vor allem Freude und Befriedigung bei der Arbeit für unseren Heimatort Dernau und deren Bürgerinnen und Bürger.“ Die Gründung der Wieder-Aufbaugesellschaft sei „eine unserer besten Entscheidungen gewesen.“ Seinem Nachfolger, David Fuhrmann, der die Veranstaltung sicher moderierte, will er bei Bedarf auch beratend zur Verfügung stehen.

Familie ist ihm wichtig

Wie in allen Lebensbereichen, ist für ein derartiges Amt die Unterstützung durch die Familie elementare Voraussetzung. Seine Frau Ulrike habe er seine Texte vor Veröffentlichung oder Verlautbarung immer gezeigt. Deren Hinweise seien ihm stets sehr wichtig gewesen. Auch die beiden verheirateten Söhne, Ralf und Maik, betonten in ihren Ausführungen das qualifizierte Engagement ihres Vaters und zweifachen Opas, auch als „Macher.“ Gerade nach der Ahrflut habe es sehr viele Schlüsselmomente gegeben, so etwa bei der Ausweisung von Bauland. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil lobte die gute Zusammenarbeit mit Alfred Sebastian - „gerade nach der Flut.“ Seine Ausführungen bewiesen Struktur und Fachkunde. Trotz einer Armverletzung habe Alfred Sebastian längere Zeit mit einer Schlinge weiter gearbeitet. Auch Heil betonte die Bedeutung der Familie bei diesem fordernden Engagement. In diesem Zusammenhang richtete Heil Dankesworte an alle im Ahrtal bis heute engagierten Menschen. Auch Verbandsbürgermeister Dominik Gieler betonte, dass Alfred Sebastian in diesen 40 Jahren für Dernau viel geschafft habe. Bei seiner dritten Amtszeit im Jahr 2019 habe er 90 Prozent der Stimmen erhalten. „Und du warst mir immer ein hervorragender Ratgeber - und bei aller Ernsthaftigkeit immer zielgerichtet, so Gieler.“ Lob verteilte Sebastian an die langjährige politische Konkurrentin, Ingrid Näkel-Surges. Über Fraktionsgrenzen von CDU und FBL hinaus habe man Parteiunabhängig viel erreicht. Alfred Sebastian sei direkt nach der Flut aktiv geworden, konnte Menschen motivieren - habe zupackend und pragmatisch gehandelt. „Im Namen der CDU- und FBL-Fraktionen bedanke ich mich für deine Durchsetzungskraft,“ so Ingrid Näkel-Surges, die seit der Flut, und bis heute ebenfalls Tag für Tag im Einsatz ist.

Höchstleistungen

Martin Schell, Vorstandsvorsitzender der ZMAhr, bedankte sich bei Sebastian ebenfalls für die jederzeit gute Zusammenarbeit. „Du hast Menschen zu Höchstleistungen motiviert,“ so Schell. Zwischen der Ortsgemeinde Dernau und der Freiherr-von Boeselager-Kaserne in Gelsdorf besteht eine Partnerschaft. Deren Kommandeur, Oberst Dirk Gleinig, betonte die besondere Beziehung zu Dernau. Bereits seit Beginn der Flut seien einige Soldaten hier im Einsatz gewesen. Christian Görg von der Johanniter-Unfallhilfe e.V. bezeichnete Sebastian als „Fels in der Brandung.“ Dieser habe sich durch nichts erschüttern lassen. Dies treffe auch auf Ingrid Näkel-Surges zu. Schließlich betonte Christina Schmitt von der Stadt Gladbeck die Bedeutung der Partnerschaft mit Dernau. Diese sei von Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist und der Gemeinde Dernau im Juli 2023 abgeschlossen worden. Nach Dernau gekommen waren seitens der Stadt Gladbeck Christina Schmitt auch noch Eva Klein. Die Flutkatastrophe 2021 habe das Ahrtal hart getroffen, und Dernau sei besonders betroffen gewesen. Schnell seien helfende Hände aus Gladbeck zur Stelle gewesen.

„Fred“ und Ulrike Sebastian mit ihren Söhnen und Schwiegertöchtern bei der Verabschiedungsfeier. Foto: WITE

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