Allgemeine Berichte | 20.09.2025, 21:52 Uhr

Großer Andrang bei der Eröffnung des neuen Naturgartens in Sinzig

Pikopark eröffnet: Schmuckes Kleinod statt trister Bauruine

Groß war der Andrang bei der offiziellen Eröffnung des neuen Pikoparks. Foto: BL
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Sinzig. Ein kleines ökologisches Stück vom Paradies statt einer tristen Bauruine. Dies bietet der neue Pikopark in der Bachovenstraße mitten in der Stadt Sinzig. Groß waren am vergangenen Montag der Andrang und die Resonanz bei der offiziellen Eröffnung.

Über ein Jahr hatten die Arbeiten an diesem außerordentlichen und bemerkenswerten Projekt gedauert. Dies alles unter starker Beteiligung der Sinziger Bürgerschaft. So berichtete es bei der Eröffnung Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron, der sich ob der guten Resonanz richtig begeistert zeigte. Rund 180.000 Euro hat die Stadt in die rund 1300 m² große Fläche investiert.

Entstanden ist ein einzigartiger Naturgarten: ein Ort der Ruhe und Erholung ebenso wie für Spiel und Spaß. Ein Park für alle Generationen eben. Denn der neue Pikopark ist vor allen Dingen ein Paradies für Kinder. Die können verstecken spielen, balancieren, klettern, die Natur erleben oder einfach nur im Wasser matschen. Der neue kleine Park nur ein paar Meter vom Rathaus und der Pfarrkirche St. Peter entfernt bietet dem Nachwuchs eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Besonders aber sorgt er für eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität und wirkt im Asphaltsdschungel der Stadt auch als so etwas wie als Frischluftschneise und sorgt für die Durchlüftung der dortigen Quartiere. „Das Klima auf dem Kirchplatz hat sich verbessert, der Wind kann sich durch die neue Luftschneise besser entfalten, wie bei den heißen Tagen in diesem Sommer zu beobachten war“, brachte es der Sinziger Bürgermeister auf den Punkt.

Viele Jahre lang hatten sich die Sinziger über die an der Bachovenstraße gelegene Bauruine geärgert. Letztlich konnte die Stadt diese Ruine nebst Grundstück erwerben. Nach dem Abriss des Gemäuers gab es hinsichtlich der weiteren Nutzung des Areals Diskussion in der Kommunalpolitik. Letztlich nahm man aber den Vorschlag der Verwaltung an, das Grundstück in eine keine Parkfläche umzuwandeln.

Die Planungen übernahm die promovierte Bonner Naturgarten-Planerin und Biologin Anke Wallraff-Beck. Die arbeitete während der Umsetzung in enger Abstimmung mit Sinzigs Klimaanpassungsmanagerin Luzia Heinzelmann. Denn dieses Vorzeigeprojekt hat große Auswirkungen auf das Klima in der Gesamtstadt.

Der naturnahe kleine Park mitten in der Kernstadt lädt zum Aufenthalt für nahezu alle Generationen ein, freute sich Sinzig Stadtchef in Gegenwart zahlreicher Bürger, die den Pikopark sehr schnell für sich einnahmen. Denn es gibt nicht nur Schatten und Sonnenplätze sowie eine Picknickbank und kleine Liegewiese, sondern auch ein Wasserspiel, einen Sandkasten und eine Installation für die Anbringung einer kleinen Slackline.

Der kleine Park bietet einen eine überraschend große Vielzahl der Nutzungsmöglichkeiten für die Besucher und er soll sich in den nächsten Jahren nach und nach in eine Naturoase entwickeln. Zahlreiche Pflanzenarten, Eidechsenbogen, Todholz-Stapel, blühende Magerwiesen, Sträucher, Bäume und vieles mehr bilden eine naturnahe Grünfläche in der Innenstadt, die als kleiner, aber wichtiger Lebensraum für viele Insekten und Kleintiere dient, fasste die beauftragte Planerin zusammen.

Der neue Park wurde dabei durch die KFI Bank ebenso wie für die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz gefordert. Die Projektsteuerung übernahm der Wissenschaftsladen Bonn mit der federführenden Planerin Anke Wallraff-Beck. Die Arbeiten vor Ort führte das Gartenbauunternehmen Deimling Garten und Landschaft durch. Zur Eröffnung hatte das Unternehmen aus dem Westerwald auch ein Apfelbäumchen im Gepäck. Und dies wird sicherlich sein Plätzchen im neuen Park finden.

Bleibt nur noch die Suche nach einem Namen für den neuen kleinen Park. Denn der soll sein Leben nicht als Pikopark fristen, sondern von allen Sinzigern in Besitz genommen werden. Als geheimer Favoriten bei den Eröffnungsfeierlichkeiten gehandelt wurde als Symbol für die neue Sinziger Sauberkeit das Ur-Sinziger Original Franz Wallenfang, aber vor allen Dingen Benno Schneider der ganz in der Nähe des Areals die Buchhandlung Lese Zeit gründete und auch den Sinziger Bücherherbst, der am 3. Oktober eine erneute Auflage findet, ins Leben rief. BL

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Groß war der Andrang bei der offiziellen Eröffnung des neuen Pikoparks. Foto: BL

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