Verein Heimatwurzeln e.V. veranstaltete Familienfest in Heimersheim
Bürger, Wissenschaft und Politik im Dialog
Bad Neuenahr-Ahrweiler/Heimersheim. Dass sich die Themen Gemeinwohl, Landwirtschaft und Starkregenvorsorge auf informative und unterhaltsame Weise zusammenbringen lassen, stellte kürzlich das Familienfest des „Heimatwurzeln“ e.V. in der Landskroner Festhalle unter Beweis.
Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Bonn engagiert sich für bürgerschaftlichen Klimaschutz und kooperiert dabei eng mit Landwirten, Vereinen, Betrieben und natürlich den Bürgerinnen und Bürgern.
„Region genießen, Heimat bewahren“, lautete das Motto, wobei ersteres den Besuchern mit regionalen Spezialitäten und Ahrwein geboten wurde. Nach Grußworten des Heimatwurzeln e.V.-Vorsitzenden Florian Wagner sowie von MdB Mechthild Heil und dem Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V., MdL Marco Weber, stand das Familienfest ganz im Zeichen der von Tobias Esch moderierten Podiumsdiskussion „Landwirtschaft schafft Gemeinwohl – Starkregenvorsorge im Blick“ mit Sino Klaßen (Leiter der ASB Hochwasserhilfe Ahrtal), Guido Orthen (Bürgermeister der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler), Hubert Pauly (Präsident des Weinbauverbands Ahr), Prof. Dr. Ralf Pude (Universität Bonn, INRES, Nachwachsende Rohstoffe) sowie Marco Weber.
Besuch des Miscanthus-Feldes in Bengen
Dem war ein morgendlicher Besuch samt Vortrag von Prof. Dr. Ralf Pude auf dem Miscanthus-Feld in Bengen vorausgegangen: das optisch an Schilfgras erinnernde Süßgras Miscanthus, ursprünglich aus Sümpfen von Ostafrika bis Asien stammend, hat unter anderem die Eigenschaft, Wasser bei Starkregen effektiv zu bremsen. Hierzu forscht die Universität Bonn auf erwähntem Feld in der Grafschaft schon seit einiger Zeit. Im Rahmen der Podiumsdiskussion wurden indes auch die Probleme der Winzer und Landwirte in den Fokus genommen. „Oft decken die Einnahmen nicht einmal die Produktionskosten. So steht der eigene Landwirt, der eigene Winzer als Bürgergeldempfänger da. Diskounter zwingen uns gewisse Preise zu produzieren. Wenn wir den Wert unserer Frucht bezahlt bekämen, wäre alles in Ordnung. Da bräuchten wir nicht über Fördertöpfe zu reden“, so Hubert Pauly. In Sachen Starkregen- und Hochwasserschutz unterstrich Guido Orthen, dass man „ein Ereignis wie 2021 weder mit unseren Wäldern noch mit unseren Feldern verhindern kann. Dazu braucht es schlicht technischen Hochwasserschutz. Und der kostet nach der Planung 1,7 Milliarden Euro. Was wir jedoch machen können, ist mit Miscanthus und anderen Maßnahmen dafür zu werben, jeden Kubikmeter, den wir zurückhalten können, zurückzuhalten - um unsere Bevölkerung, aber auch unsere eigenen Flächen zu schützen. Da müssen wir deutlich mehr Information und Bewusstsein schaffen. Das ist kein entweder/oder sondern ein sowohl als auch. Es geht nur gemeinsam. Viele kleine Schritte können helfen – nicht ich, sondern wir.“ Live-Musik von „Sidewalk“ sowie eine Ausstellung zu Landwirtschaft und Katastrophenschutz, unter anderem mit dem Bio Innovation Park Rheinland, der Professur für nachwachsende Rohstoffe, dem ASB und dem Bauern- und Winzerverband rundeten das Familienfest ab.
Die Professur für nachwachsende Rohstoffe informierte unter anderem über Starkregenschutz mit dem Süßgras Miscanthus.
Kamen beim Familienfest des Heimatwurzeln e.V. zusammen, von links Marco Weber (Präsident Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau), Tobias Esch (Heimatwurzeln e.V.), Sino Klaßen (Leiter der ASB Hochwasserhilfe Ahrtal), MdB Mechthild Heil, Florian Wagner (Vorsitzender Heimatwurzeln e.V.), Hubert Pauly (Präsident Weinbauverband Ahr), Bürgermeister Guido Orthen und Prof. Dr. Ralf Pude (Universität Bonn, INRES, Nachwachsende Rohstoffe). Fotos: DU
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