Allgemeine Berichte | 24.02.2020, 14:10 Uhr

Rathausturm der Sinziger Jecken

Bürgermeister stellte sich den kniffligen Fragen zur Karnevalshistorie der Stadt

Komplettes Narrenkostüm für den Sinziger Stadtchef

Das Alter spielt im Karneval keine Rolle: Jung und Alt feieren gemeinsam und genießen die ausgelassene Stimmung. Fotos: RASCH
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Sinzig. Der Sturm der Stadtmaure-Möhne auf das Weiße Rathaus wurde in diesem Jahr zu einem Ereignis mit ganz wenig Schlipsausbeute. Denn Bürgermeister Andreas Geron trug ja ganz fesch ein mittelalterliches Ratsherrenhemd. Und der erste Bürger der Stadt hatte eine ganz neue und geschickte Verteidigungsstrategie gewählt. In Reimform gab es ein Loblied auf die Möhnen und nach jahrelanger Tradition servierte der Rathauschef den schönsten Sinziger Mädchen auch ein ausgiebiges Frühstück. Dabei wurde dem Bürgermeister eine kleine Randbemerkung zum Verhängnis. „Ich hätte nicht gedacht, dass ihr so viel verdrücken könnt“, hatte Andreas Geron den kräftigen Appetit der Mädels kommentiert. In einem Saal voller jecker Wiever und mit ganz hoher Tollitätendichte natürlich ein ganz schwerwiegender Fehler. Denn gekommen war nicht nur Sinzigs Sentiaca Dagmar I. mit Hofstaat und blau-gelben Stadtsoldaten sowie der gesamten KG Närrische Buben, sondern auch das Prinzenpaar der Caritaswerkstatt Prinzessin Julia I. und Prinz Raphael I. Mit dabei natürlich auch die Kindertollitäten Ole I. und Eldodie I.

Knifflige Fragen, lustige Accessoires

Die stürmende Obermöhn Claudia Busch und ihre Mitstreiterinnen hatten sich vor der Machtübernahme ein kleines Karnevalsquiz für den Stadtchef ausgedacht. Egal ob die Antwort auf die kniffligen Fragen richtig oder falsch war, für Andreas Geron gab es nach und nach ein komplettes Kostüm von Perücke, über Hötche und Pappnas. Beim kleinen Quiz gab es aber sozusagen Sinziger Karnevalshistorie pur. Beim jecken Nachhilfeunterricht wurde man so gewahr, dass die KG seit ihrer Gründung 38 Prinzenpaare hatte, die erste Sentiaca ohne Prinz im Jahr 2016 gekürt wurde und der erste Veilchendienstagszug im Jahr 1973 rollte. Übrigens gab es auch elf Prinzessinnen aus den Reihen der Möhnen und zwischen der ältesten und der jüngsten Möhn liegen in Sinzig immerhin stolze 64 Lebensjahre. Ohnehin war die Verteidigungsstrategie im weißen Rathaus nicht so ganz zu verstehen: Denn im kleinen Sitzungssaal gab es sicherheitshalber zuvor ein kräftiges Frühstück für die schönsten Sinziger Mädchen.

Anschließend ging es zum Sturm auf die Bankhäuser und nach dem traditionellen Möhnewibbbel wurde im Helenensaal ja noch fest weiter gefeiert. Überhaupt waren die Möhnen ja im gesamten Sinziger Stadtgebiet aktiv. So in Westum, Löhndorf und Bad Bodendorf sowie in Koisdorf. Die jecken Mädels hatten an ihrem großen Tag natürlich auch überall das Sagen.

BL

Der Bürgermeister begrüßte die Jecken im Rathaus.

Der Bürgermeister begrüßte die Jecken im Rathaus. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Die Sinziger Tollitäten waren natürlich ebenfalls mit von der Partie.

Die Sinziger Tollitäten waren natürlich ebenfalls mit von der Partie. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Strahlende Gesichter bei den Möhnen – am Weiberdonnerstag hatten sie das Sagen.

Strahlende Gesichter bei den Möhnen – am Weiberdonnerstag hatten sie das Sagen. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Das Alter spielt im Karneval keine Rolle: Jung und Alt feieren gemeinsam und genießen die ausgelassene Stimmung. Fotos: RASCH Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

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