Allgemeine Berichte | 24.03.2020, 10:08 Uhr

Wichtige Informationen des WEISSEN RINGS

Corona-Virus als neue Betrugsmasche

Quelle: Pixabay
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Kreis Ahrweiler. Trickbetrüger sind erfinderisch. Sie haben die Corona-Krise entdeckt und versuchen auf perfide Weise, ältere und gutgläubige Menschen zu betrügen.

Wann immer Ihnen eine der folgenden Kontaktaufnahmen verdächtig vorkommt – informieren Sie die Polizei - Kreis Ahrweiler außerhalb des Notrufs: Tel. (0 26 41) 97 40.

Telefonanrufe

Ein Verwandter - Variante des „Enkeltricks“ - braucht Geld z.B. wegen einer teuren Corona-Behandlung; eine Versicherung will telefonisch einen Termin zur Überprüfung der Krankenversicherung zu Hause vereinbaren; angebliche Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde, des Ordnungsamtes, der Polizei kündigen sich an, um Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus durchzuführen.

Oberstes Gebot: Lassen Sie sich nicht einschüchtern!

Bei unbekannten Anrufern, die Geld fordern oder einen persönlichen Besuch in der Wohnung verlangen, ist grundsätzlich höchstes Misstrauen geboten. In solchen Fällen sollte man sich auf keine Diskussion einlassen und das Telefonat beenden.

Es werden keine unangemeldeten Corona-Tests an der Haustür durchgeführt. Sollten Sie bei sich oder nahestehenden Personen einen Corona-Verdacht haben, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst, Tel. 11 61 17 oder das Gesundheitsamt, Tel. (0 26 41) 97 56 70 und sprechen mit ihnen das weitere Vorgehen ab. Lassen Sie sich auch durch Drohungen vermeintlicher Tester an der Haustür nicht verunsichern.

Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, weisen Sie sie laut ab oder rufen Sie um Hilfe. Bei akuter Bedrohung rufen Sie die Polizei unter 110.

Offizielle Stellen wie zum Beispiel das Ordnungsamt oder die Staatsanwaltschaft fordern niemals telefonisch die Zahlung eines Bußgeldes wegen angeblicher Verstöße gegen staatliche Auflagen. Kommen Sie solchen Zahlungsaufforderungen unter keinen Umständen nach.

Ungebetene Personen an der Haustür

Trickbetrüger schlüpfen in jede erdenkliche Rolle, um ältere Menschen an der Haustür zu betrügen. Sie geben sich als Handwerker, Mitarbeiter einer seriösen Firma oder sogar als Amtsperson aus, um z.B. die Wohnung hinsichtlich des Virus Covid-19 zu überprüfen und ggfs. zu desinfizieren. Um an Wertsachen zu gelangen, verschaffen sie sich unter einem Vorwand Zugang zur Wohnung. Während ein Betrüger das Opfer ablenkt, schleicht sich eine zweite Person in die Wohnung und raubt sie aus.

Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung.

Kaufen und unterschreiben Sie nichts an der Haustür. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen oder überreden.

Reden Sie nicht darüber, wo Sie Ihr Geld oder Ihre Wertgegenstände aufbewahren.

Das Geschäft mit Corona in Online-Shops

Wenn bestimmte Waren ausgegangen sind oder der Besuch eines Geschäfts als gesundheitlich zu risikoreich erscheint, werden viele Waren in Online-Shops bestellt. Doch Vorsicht – Kriminelle fälschen die Internetshops von bekannten und real existierenden Firmen mit kopierten Produktbildern, Informationen und einem gefälschten Impressum.

Bestellt der Kunde, werden meist seine Bank- oder Kreditkartendaten abgefragt. Oft versenden Fake-Shops minderwertige Ware - z.B. Atemschutzmasken - zu einem überhöhten Preis oder liefern trotz Vorauszahlung nicht. Besonders problematisch ist, dass solche Fake-Shops auch die Kontodaten der Betroffenen verlangen.

Vorsicht bei unbekannten Internet-Shops.

Zahlen Sie niemals per Vorkasse Geld an (unbekannte) Anbieter.

Der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug durch Fake-Shops schützen.

Was Betroffene tun können

Bei aller Vorsicht am Telefon, an der Haustür oder im Internet kann es trotzdem passieren, dass man Betrügern zum Opfer fällt. Dann haben Sie folgende Möglichkeiten:

Widerrufsrecht: Wenn Sie einen Vertrag an der Haustür, am Telefon oder im Internet abgeschlossen haben, können Sie diesen innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen.

Zahlung rückgängig machen: Sollten Sie bereits Geld für Ihren Kauf überwiesen oder eine Einzugsermächtigung erteilt haben, versuchen Sie die Zahlung bei Ihrer Bank rückgängig zu machen. Dies ist innerhalb eines bestimmten Zeitraums in der Regel noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten kontaktieren Sie sofort den Dienstleister und lassen ihn die Transaktion stoppen.

Beweise sichern: Bewahren Sie alle Belege für Ihren Kauf wie zum Beispiel E-Mails auf. Drucken Sie diese aus.

Bei einem Verdacht auf Betrug erstatten Sie Anzeige.

Weitere Informationen zum Thema

WEISSER RING - www.weisser-ring.de. Die Außenstelle Ahrweiler bietet die persönliche Beratung an bei Fragen zur Vorbeugung und im Falle, dass man Opfer von Straftaten geworden ist: Tel. (01 51) 55 16 48 21; E-Mail: weisser_ring_ahrweiler@web.de.

„Polizeiliche Kriminalprävention“ - www.polizei-beratung.de.

Pressemitteilung des

WEISSEN RING

Außenstelle Ahrweiler

Quelle: Pixabay

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