Allgemeine Berichte | 10.11.2022

Zweite Hilfslieferung des DRK- Kreisverbands Ahrweiler für die Ukraine nach Kriegsausbruch

Dringend benötigte Hilfsgüter geliefert

Das achtköpfige Team startete mit einem geleasten 40t-Sattelzug und einem 7,5t-LKW mit Anhänger und einem MTW als Begleitfahrzeug von Weibern aus nach Lublin. Foto: DRK-Auslandhilfeteam

Kreis Ahrweiler. In den ersten Oktobertagen lag dem DRK-Auslandshilfeteam des Kreisverbandes Ahrweiler endlich die lang ersehnte Liste von dringend benötigten Hilfsgütern unter der Berücksichtigung der aktuellen Situation vor. Sofort wurde das Team aktiv, indem es gesammelte Spenden verwendete, um die Materialien, die nicht vorrätig waren, zu beschaffen. Die Ladung bestand im Wesentlichen aus 14 Pflegebetten, Schultischen und -Stühlen, Decken, Krankenhaus- Bettwäsche, allgemeiner Bettwäsche, Hygieneartikeln, Inkontinenzprodukten, Krankenhausbedarf, Desinfektionsmittel, Verbandmaterial, Infusionslösung, Flüssignahrung, Feuerwehrkleidung, Klinikbekleidung, drei Beatmungsgeräten, einem Ultraschallgerät, FFP2-Masken, Winterbekleidung und Lebensmittelkonserven. Der Empfänger dieser Hilfsgüter ist das ukrainische Rote Kreuz in Luts’k, Hauptstadt des Oblast Wolhynien, mit dem das Auslandshilfeteam seit 2006 sehr enge Kontakte pflegt. Der Oblast Wolhynien in der Westukraine hat flächenmäßig die Größe von Rheinland- Pfalz. Da das Team in Kriegszeiten keine Genehmigung erhält, in die Ukraine hineinzufahren, nutzte man die sehr engen Kontakte des ukrainischen Roten Kreuzes mit dem polnischen Roten Kreuz, das in Lublin über das Internationale Rote Kreuz ein für Hilfsgüter bestimmtes Warenlager verwaltet und betreibt. Folglich startete das achtköpfige Team mit einem geleasten 40t-Sattelzug und einem 7,5t-LKW mit Anhänger und einem MTW als Begleitfahrzeug von Weibern aus nach Lublin, etwa 100 km westlich der ukrainischen Grenze. Die Fahrt führte über Limburg, Gießen, Eisenach, Dresden, Görlitz, Breslau, dann südlich von Lodz, durch Radom nach Lublin. Die Fahrtstrecke beträgt etwa 1.260 km. Die Fahrt dauerte 23 Stunden. Nach der Ankunft am Freitagmorgen konnte sofort entladen werden. Insgesamt wurden 66 Euro-Paletten mit Hilfsgütern eingelagert. Die polnischen Kolleginnen und Kollegen waren sehr hilfsbereit und halfen tatkräftig mit. Die Lagerverwalterin sicherte dem Team zu, dass die vom Team gelieferten Güter innerhalb von 14 Tagen, spätestens drei Wochen nach Luts’k ausgeliefert werden. Am späteren Nachmittag traf das Team Valentina Pryshko, die Vizepräsidentin des Ukrainischen Roten Kreuzes, in Personalunion auch Landespräsidentin des Roten Kreuzes des Oblast Wolhynien, mit Helferstab. Während des Treffens unterzeichneten Frau Pryshko und Bernd Schricker, Verantwortlicher des Auslandshilfeteams, einen Kooperationsvertrag zwischen dem Kreisverband Ahrweiler des Deutschen Roten Kreuzes und dem Landesverband Wolhynien des Ukrainischen Roten Kreuzes. Der Zweck des Vertrags ist, die bisherige Zusammenarbeit fortzusetzen und die gegenseitige Unterstützung zum Wohl der Bevölkerung festzuschreiben, ohne finanzielle Verpflichtungen einzugehen. Den Samstag nutzte das DRK- Team zur Regeneration und zu einem Stadtrundgang in Lublin. Die Heimreise trat das Team am Sonntagmorgen an, welche am frühen Montagmorgen, den 31.10.2022, erfolgreich endete. Bernd Schricker und Daniel Blumenberg bedankten sich bei den Mitstreitern für das harmonische Miteinander.

Für den jetzigen Transport erhielt das Auslandshilfeteam wieder einmal sehr viel Unterstützung durch Geld- und auch Sachspenden.

Das DRK- Auslandshilfeteam führt in Friedenszeiten zwei Transporte nach Luts’k in die Ukraine durch. Werner Borchert und Daniel Blumenberg vom DRK- Kreisverband Ahrweiler (Tel. 02641 978015) sowie Bernd Schricker, Ortsvereinsvorsitzender des DRK Weibern und verantwortlicher Leiter der Auslandshilfe im DRK- Kreisband Ahrweiler (Tel. 02655 2536) sind für die Organisation der Transporte zuständig. Die gesammelten Güter werden in einem Lager in Ahrbrück, welches die Brohler Wellpappe kostenlos zur Verfügung stellt, zwischengelagert. Ein weiteres Lager befindet sich in Kempenich. Wer die Arbeit der Auslandshilfe finanziell unterstützen möchte, kann die Überweisung der Spende auf das Konto des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler bei der Kreissparkasse Ahrweiler IBAN DE42577513100000800029 mit dem Verwendungszeck „Auslandshilfe“ vornehmen.

Aus logistischen Gründen werden die Spender von Sachspenden gebeten, diese in Kartons zu verpacken, damit sie im Lager und beim Transport fachgerecht gestapelt werden können. Etwa 5 Tage vor dem Transport werden die Güter bis auf wenige Ausnahmen auf DRK- eigene Lkw und Anhänger verladen. Die Spender der Güter können nach vorheriger Absprache diese zum DRK-Ortsverein Weibern bringen. Falls dies jedoch nicht möglich ist, können die Güter, ebenfalls nach vorheriger Absprache, beim Spender abgeholt werden. Der nächste Transport, wahrscheinlich wieder nach Lublin, findet im Januar oder Februar 2023 statt.

Pressemitteilung

DRK-Auslandhilfeteam

Das achtköpfige Team startete mit einem geleasten 40t-Sattelzug und einem 7,5t-LKW mit Anhänger und einem MTW als Begleitfahrzeug von Weibern aus nach Lublin. Foto: DRK-Auslandhilfeteam

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