Allgemeine Berichte | 16.12.2024, 13:31 Uhr

Majtie Kolberg am RheinAhrCampus Rede und Antwort zur ihren Olympia-Erfahrungen

„Ein Traum ging in Erfüllung“

Olympionikin Majtie Kolberg (l.) plaudert über ihr Leben.  Foto: AB
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Remagen. Professor Dr. Dirk Mazurkiwicz, Leiter des Studienganges Sportmanagement am Remagener RheinAhrCampus, hatte seine helle Freude: das Audi-Max war prall gefüllt. Kleine und große Sportfans wollten hören, was Majtie Kolberg zu erzählen hatte. Die Olympionikin, die für die LG Ahrweiler an den Start geht, ließ tiefe Einblicke in die Welt der „Stars“ des Sportes zu. Zwei junge sympathische Frauen saßen auf dem Podium, die im Rede- und Antwortspiel das Publikum zur Aufmerksamkeit brachten. LG-Vorsitzende Michaela Juries hatte die 24-Jährige 800-Meter-Läuferin herzlich begrüßt und zu ihrem Erfolg, die „2-Minuten-Schallmauer“ zu unterbieten, herzlichst gratuliert. Dann war es an Carina Post, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Campus und ehemalige Leichtathletin, das Interview zu starten. Klar, Paris, zum ersten Mal bei einer Olympiade dabei, wie ist das? Kolberg kam ins Schwärmen. Tolle Stadt, alle Menschen feierten mit, die jungen Leute der Welt treffen sich, man trifft die Besten der Besten – in der Mensa. Und dann persönliche Bestzeiten zu erreichen – „ein Traum ging in Erfüllung“. Die war der Lohn für jahrelange harte Arbeit, mit unglaublichem Druck auf einen selbst. Der sportliche Teil der Vorbereitung rang dem Publikum Achtung ab. 70 bis 100 Kilometer Laufleistung in der Woche. Einen Monat zuhause, einen Monat im Trainingslager. „Die Miete könnte man sich eigentlich sparen“, so die Sportlerin schmunzelnd, die mit vier oder fünf Jahren an ihrem ersten Volkslauf in Gimmigen Teil genommen hat. Mit 15 errang sie ihren ersten großen Titel. In den Jahren 2022 und 2024 wurde sie Zweite bei den Deutschen Meisterschaften auf ihrer Spezialstrecke 800-Meter. 2021 war sie Deutsche Meisterin bei den U 23. Wovon lebt man denn so, wollte Post wissen. Das läuft ganz gut, erzählte Kolberg. Sie macht gerade ihren Bachelor an der Sporthochschule Köln, sie ist, dank ihrer Leistungen, in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und bedankte sich auch bei ihren Sponsoren. Ja, sagte Kolberg, für den Sport müsse mehr getan werden, damit Leistungssportler Leistung erbringen könnten. Und, ja, die Sportstätten an Rhein und Ahr hätten durch die fürchterliche Flutkatastrophe sehr gelitten. „Da ist Handlungsbedarf.“ Sport ist hart, gab Majtie Kolberg den jugendlichen Sportfans mit auf den Weg. Man muss an sich glauben, man muss an sich arbeiten, es gilt, Emotionen in Energie umzuwandeln, dann erreicht man sein Ziel. AB

Olympionikin Majtie Kolberg (l.) plaudert über ihr Leben. Foto: AB

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