Allgemeine Berichte | 15.06.2019, 11:06 Uhr

Radwallfahrt nach Waldbreitbach und Ehrenstein

Ein besinnliches Wochenende

Die Fahrradwallfahrt wurde durch eine kleine Wanderung und den Besuch des ehemaligen Kreuzherrenklosters ergänzt. Foto: privat
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Niederzissen. Die diesjährige Radwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Brohltal ging in die Wallfahrtsorte Waldbreitbach und Ehrenstein im Westerwald. Johanna und Hein Kather hatten wieder die organisatorische Vorbereitung und Durchführung in die Hand genommen. 20 Wallfahrer fanden sich morgens früh in der Pfarrkirche St. Germanus in Niederzissen zum Morgengebet mit Pfr. i. R. Hans-Peter Müssenich ein, der sich auch unter den Radwallfahrern befand. Leider regnete es an diesem Vormittag und alle Teilnehmer packten die vorsorglich mitgebrachte wasserdichte Fahrradkleidung aus. Anschließend ging es das Brohltal hinunter in Richtung Neuwied. Dort legte man an einem altbekannten Platz direkt am Rhein unter schützenden Partyzelten eine Frühstückspause ein und stärkte sich mit heißem Kaffee, Tee und einem Imbiss für die weitere Fahrt. Alfred Meid war auch in diesem Jahr bewährter Fahrer des vom DRK-Ortsverein Niederzissen gestellten Begleitfahrzeugs.

Dieses tat als Verpflegungs-, Material- und Gepäckwagen beste Dienste. Kurz nach dem Aufbruch in Neuwied bog die Gruppe in das schöne Wiedbachtal ein. Schnell erreichte man Waldbreitbach-Hausen. An der Kreuzkapelle wurde das Mittagsgebet abgehalten. Pfr. i. R. Hans-Peter Müssenich und Elfriede Schiele hatten besinnliche Texte vorbereitet. In den Jahren um 1860 dienten die Räume im Obergeschoss der Kapelle den Gründern des Franziskanerordens und der Franziskanerinnen, u. a. M. Rosa Flesch zeitweise als Wohnung. Nach Bezug der Hotelzimmer trafen sich die Frauen und Männer in einer Eisdiele zu einer Stärkung mit Eis und Kuchen bei geselligem Zusammensein. Das gemeinsame Abendessen wurde im Hotel eingenommen und man ließ die Erlebnisse des Tages Revue passieren.

Eine kleine Wanderung am Samstagmorgen führte bei strahlendem Sonnenschein den Klosterweg hinauf in das Mutterhaus der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Dort wurde die Kirche besichtigt und das Grab der Seligen M. Rosa Flesch besucht. Nach einem Mittagsgebet waren die interessanten Klostergärten ein sehenswertes Ziel. Das Restaurant des Klosters bot eine gute Küche und einen schönen Ausblick in die Westerwälder Höhen. Am Nachmittag fuhren die Wallfahrer per Taxi Bus zum Kloster / Pfarrkirche Ehrenstein in der Nähe von Neustadt/Wied. Das ehemalige Kreuzherrenkloster ist malerisch im Mehrbachtal gelegen, unterhalb einer gleichnamigen Burg.

Seit 2010 lebt eine kleine Gruppe der Franziskanerinnen in diesem Kloster. Die Ordensfrauen bewirtschaften mit ihren Mitarbeitern das Kloster und leiten den Gästebetrieb als spirituelles Zentrum. Die Kirche wird auch von der Pfarrei aus der näheren Umgebung genutzt. Es fand eine hl. Messe statt, die von Pater Wolfgang Nick zelebriert wurde. Er erwähnte in einer Ansprache, dass er sich in den letzten Jahren freute, die Radwallfahrer zu besuchen, egal wie weit entfernt es ist. Der Sonntagmorgen startete nach dem Frühstück mit einem Morgengebet. Danach machten sich die Radler wieder auf die Rückfahrt. Sie nahmen den gleichen Weg zurück nach Niederzissen. Diesmal fuhren sie bei herrlichem Wetter mit Sonne und angenehmer Temperatur. Unter Glockenklang endete die Wallfahrt mit einer Schlussandacht in der Pfarrkirche St. Germanus. Das Nachtreffen ist am Freitag, 26. Juli um 19 Uhr im Pfarrheim Niederzissen.

Die Fahrradwallfahrt wurde durch eine kleine Wanderung und den Besuch des ehemaligen Kreuzherrenklosters ergänzt. Foto: privat

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