Flächendeckender Ausbau von schnellem Internet mit symbolischem Spatenstich in Mendig gestartet

Ein großer Schritt in eine zukunftsfähige Infrastruktur im Landkreis Mayen-Koblenz

25.07.2022 - 11:27

Kreis MYK/Mendig. In hochkarätiger Runde gab Landrat Dr. Alexander Saftig gemeinsam mit Vertretern der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sowie der „atene KOM“ als Projektträger des Bundesförderprogramms und den beiden Telekommunikationsunternehmen Westenergie Breitband und Deutsche Glasfaser in der vergangenen Woche vor dem Mendiger Rathaus in Form eines symbolischen Spatenstichs den Startschuss für den flächendeckenden Ausbau von schnellem Internet (Glasfaser) im Landkreis Mayen-Koblenz.

Die Europaweite Ausschreibung erfolgte gemäß der förder- und beihilferechtlichen Vorgaben durch EU, Bund und Land nach dem „Wirtschaftlichkeitslückenmodell“. Dabei fiel die Vergabeentscheidung zugunsten der Anbieter Innogy/Westenergie/Westnetz (5 Lose) und INEXIO/Deutsche Glasfaser (6 Lose) aus. Ca. 1.400 Unternehmen, 32 Schulen und vier Krankenhäuser sollen im Landkreis Mayen-Koblenz zuverlässig mit Bandbreiten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde symmetrisch versorgt werden. Außerdem können 475 weitere private Haushalte, sogenannte weiße Flecken, auf eine Bandbreite von bis zu einem Gigabit pro Sekunde zugreifen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 44 Millionen Euro, die über die Bundesförderung (50 Prozent) und die Landesförderung (40 Prozent) finanziert werden. Der Eigenanteil für die jeweiligen Kommunen beläuft sich auf 10 Prozent. Während Westenergie den Breitband-Ausbau in den Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig, Pellenz, Vordereifel und in der Stadt Mayen ausführen wird, erschließt die Deutsche Glasfaser die VG-Maifeld Süd, die Verbandsgemeinden Rhein-Mosel, Vallendar, Weißenthurm sowie die Städte Andernach und Bendorf. Bis Ende 2024 sollen alle Kommunen im Projektgebiet eine Glasfaseranbindung ans schnelle Internet erhalten.

„Vier Jahre nach dem Start des Markterkundungsverfahrens geht es nun nach langer Planung, Antragsstellung, Ausschreibung und Abstimmungsgesprächen endlich los – ein weiterer großer Schritt von Mayen-Koblenz ins Gigabit-Zeitalter“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig in seiner Begrüßungsrede im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Laacher See Halle und fügte hinzu: „Dass es ohne schnelles Internet nicht mehr geht, sollte inzwischen jeder gemerkt haben. Vor allem die vergangenen zwei Jahre haben uns vor Augen geführt, wie langsames Internet oder eine instabile Verbindung jemanden in den Wahnsinn treiben können. Schließlich waren ein langsamer Daten-Zugriff beim Home-Office oder Gesprächspartner, die plötzlich aus einer Online-Sitzung verschwunden sind, leider keine Seltenheit.“ Dr. Saftig führte weiter aus, dass schnelles Internet jedoch noch viel mehr sei. Es stehe gleichbedeutend für die Leistungsfähigkeit vieler kleiner und mittlerer Unternehmen und sei ein wichtiger Schlüssel für moderne und hoch qualifizierte Arbeitsplätze. Besonders erfreut zeigte der Landrat sich auch darüber, dass den Schulen beim Breitbandausbau oberste Priorität eingeräumt worden sei. Nicht zuletzt sei der zukunftsweisende Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis erst durch die Kooperation von Bund, Land, Kreis und Kommunen möglich. „Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit allen Kooperationspartnern bedanken“, so Dr. Saftig.

Wissenschaftsminister Clemens Hoch richtete zunächst die besten Grüße von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und vor allem von seinem Kollegen, dem Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, Alexander Schweitzer aus, mit dem er sich an diesem ereignisreichen Tag die Termine aufgeteilt habe. Somit habe er das Vergnügen, als Abgeordneter der Region und als Minister an dem symbolischen Spatenstich teilzunehmen und dabei deutlich zu machen, wie wichtig es sei, eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet zu haben. Clemens Hoch unterstrich: „Die vergangenen zwei Jahre haben gezeigt, wie der Begriff der Digitalisierung immer mehr Konturen annimmt. Unter dem Schlagwort Digitalisierung werden Aspekte wie technologischer Fortschritt, Innovation, Vernetzung, Automatisierung und vieles mehr subsumiert.“ Dies gelte insbesondere auch für das digitale Gesundheitssystem. Um all dies zu ermöglichen, brauche es eine entsprechend leistungsfähige Infrastruktur. Bund, Land und Kreis hätten gemeinsam dafür gesorgt, dass dieses Infrastrukturprojekt in den Kommunen umgesetzt werden könne.

„Als Projektträger freut es uns immer sehr, zu sehen, wenn ein Projekt nach intensiver Vorbereitungsphase erfolgreich an den Start geht“, bemerkte Franziska Eigner von der atene KOM GmbH.

Die Bauarbeiten für den NGA-Breitbandausbau (Next Generation Access) laufen in der VG-Mendig durch Westnetz, dem Verteilnetzbetrieb der Westenergie, bereits auf Hochtouren. Michael Dötsch, Leiter des Regionalzentrums Rauschermühle bei Westnetz, freute sich über den erneuten Zuschlag des Landkreises: „Bereits im Jahr 2018 haben wir den Kreis Mayen-Koblenz beim geförderten Breitbandausbau von Bund und Land unterstützt. Dass wir den Ausbau nun weiter vorantreiben dürfen, stellt unsere Kompetenz, Zuverlässigkeit und hervorragende Arbeit der vergangenen Jahre unter Beweis. Wir sind stolz darauf, dass der Landkreis uns erneut sein Vertrauen in unsere Expertise beim Netzausbau schenkt.“

„Mit der Entwicklung des Internets wurde der Grundstein gelegt, Menschen zu vernetzen. Ich freue mich, dass wir mit den beiden Gesellschaften Deutsche Glasfaser und Westnetz GmbH zwei anerkannte Unternehmen für die Umsetzung des Breitbandprojekts haben“, so Jörg Lempertz, Bürgermeister der VG Mendig. Er fügte hinzu: „Die Bauarbeiten für den Breitbandausbau laufen in der Verbandsgemeinde Mendig bereits auf Hochtouren und wir freuen uns zu sehen, wie zügig die Arbeiten vorangehen.“

FRE

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Stellenanzeige +
Weitere Berichte

Kita „Strünzer Pänz“

Förderverein gegründet

Linz. Pünktlich zur Eröffnungsfeier der Kita „Strünzer Pänz“ in der Friedrich-Ebert-Straße erfolgte zugleich auch die Gründung des Fördervereins. Für die engagierten ehrenamtlichen Gründungsmitglieder waren die letzten Wochen geprägt von neuen Herausforderungen für das noch junge Gründungsteam. Neben Vorstandswahlen, dem Verabschieden der Satzung, der Kontoeinrichtung und dem Flyerdesign stand vor... mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Stadtbäume haben keine Lobby

juergen mueller:
Stadtbäume hatten noch nie eine Lobby. Wenn erforderlich, müssen sie stadtplanerischen Anforderungen weichen. Das ist so u. wird auch immer so sein. Und eine Baumschutzsatzung ändert daran auch nichts bis auf die Tatsache, dass Hauseigentümer mit Garten auf ihrem eigenen Grund u. Boden in Sachen BAUM...
juergen mueller:
Beschämend ist noch gelinde ausgedrückt, was sich im Nachhinein zur Flutkatastrophe da so alles abspielt und herauskommt. Wenn ich mir in Erinnerung rufe, wie z.B. auch ein Herr Lewentz seine angebliche Betroffenheit über das Ausmaß der Flutkatastrophe immer wieder zum Ausdruck brachte (oder war es...
juergen mueller:
"Die Energiekrise betrifft uns alle". Ein Pauschalsatz, den die Bundespolitik gerne vermehrt unter das Volk streut, offensichtlich in Abkehr der Tatsache, dass diejenigen, die für dieses "Streugut" verantwortlich sind, die die eigene Person betreffende Energiekrise quasi mit "links" überstehen werden,...
Service