Allgemeine Berichte | 10.11.2025, 12:11 Uhr

St. Martin zog durch Koblenz

Ein wunderschöner Abend am Deutschen Eck

Feierliche Momente am Deutschen Eck.  Fotos: SCH

Koblenz. Ein Abend im November mit viel Tradition für die Kinder und Familien. Erst wenn es draußen kühl und dunkel wurde und einige erste Pechfackeln angezündet waren, kam die richtige Stimmung für den Abend mit Sankt Martin auf. In der Liebfrauenkirche begrüßte zuerst Dekan Thomas Darscheid die Kirchengemeinde um einen gemeinsamen Wortgottesdienst zu feiern. Neben Gebeten, Fürbitten und Liedern besprach er mit den Kindern die Geschichte und den Sinn des Gedenktages an den römischen Reiter der um das Jahr 331 im kalten Winter einem armen, unbekleideten Bettler half, indem er seinen Mantel mit ihm teilte. Nach dem Gottesdienst haben draußen mittlerweile die vielen Helfer, Polizei, Sanitätsdienst, Musikverein und fast 50 ehrenamtliche Ordner dafür gesorgt, dass gleich der Umzug starten kann. Ohne die vielen Helfer, Spender und Sponsoren wäre dieser feierliche Abend nicht möglich! Als Martin (alias Alexandra Susenburger) und ihr Pferd Catujano am Eck zwischen Münzplatz und Liebfrauenkirche eintrafen, waren schon sehr viele Kinder, Familien und Freunde dort und der Martinszug konnte losgehen. Schon die kleinsten der Kleinen noch im Kinderwagen hatten fast alle bereits eine Laterne in der Hand. Die Überraschung und Spannung waren groß, als sie zum ersten Mal in der Dunkelheit einen Reiter auf seinem Pferd sehen konnten. Aber das freundliche Lächeln von „St.Martina-Alexandra“ sorgte schnell für gute Stimmung bei allen. Mit den altbekannten Liedern: „Ich geh mit meiner Laterne“, „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ und „Laterne, Laterne“ ging es durch die Mehl- und Gemüsegasse weiter quer durch die Altstadt runter zum Rheinufer und dann bis zum Deutschen Eck. Sehr vorwinterlich frisch war es schon und alle freuten sich auf das wärmende, große Feuer vor dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal. Das Eck war schnell gefüllt und die Feuerwehr hatte bereits das Feuer angezündet. Hier sorgten die Frauen und Männer der Koblenzer Feuerwache für die Sicherheit. Viele selbstgebastelte Laternen, aber auch einige richtig traditionell geschnitzte „Knolleköpp“ aus Runkelrüben hatten die Kinder mit dabei. Sankt Martin mit Pferd stellte sich in sicherer Entfernung vom mittlerweile richtig heißen Feuer hin und die beiden ließen die Kinder geduldig das Pferd streicheln und Erinnerungsfotos machen. Dieser wunderschöne, immer etwas geheimnisvolle Abend wurde beschert von der Koblenzer Schängelkultur und Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“, der Weissergasser Kirmesgesellschaft, der Katholischen Kirchengemeinde Koblenz Dreifaltigkeit und der vielen Helferinnen und Helfer, die am Feuer dann auch dafür sorgten, dass jedes Kind einen frisch gebackenen Weckmann bekommt und Kinderpunsch, Glühwein und heiße Würstchen bereitstehen. Der Zug durch die Altstadt, das gemeinsame Singen und das Feuer am Deutschen Eck ist immer ein großes Stück Tradition und wird auch in allen Stadtteilen immer wieder fortgesetzt. „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Dort oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir“!

St. Martin hoch zu Ross.

St. Martin hoch zu Ross.

Fotogalerie: St. Martin in Koblenz 2025

Es war ein Abend voller Feierlichkeit und Zauber - St. Martin in Koblenz ist immer etwas Besonderes. Wir haben ganz viele Fotos für Euch!
Alle Fotos: SCH
Alle Fotos: SCH
Alle Fotos: SCH
zurück zum Artikel

Feierliche Momente am Deutschen Eck. Fotos: SCH

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag Imageanzeige
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Stellenausschreibung Kennziffer 096/2026
Dorffest Bad Bodendorf
Firmenübernahme TGAPLAN Münch
Empfohlene Artikel
Lotto-Elf holt 14:1-Kantersieg
75

Am 17.09.2026 trat die Lotto-Elf gegen eine Auswahl des Landeskrankenhauses Andernach an. Der Erlös kommt dem Projekt „Tapetenwechsel“ zu, das psychisch und seelisch kranken Bewohnerinnen und Bewohnern der Klinik Freizeitaktivitäten ermöglicht. Wir haben die schönsten Eindrücke in unserer Fotogalerie im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Neuwied: Keine weiteren Laternen im Schlosspark
149

Der Schlosspark in Neuwied ist gerade in den wärmeren Monaten ein beliebter Ort für Spaziergänge und Aufenthalte am Rhein. Doch sobald es dunkel wird, fühlen sich offenbar nicht alle Besucher wohl. Die ganze Geschichte jetzt im RegioMAGAZIN lesen.

Weiterlesen

Foto: Winkler TV
1317

Kreis Ahrweiler. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Verurteilung eines Mannes wegen zweifachen Mordes im Zusammenhang mit den im Oktober 2024 am Rodder Maar im Kreis Ahrweiler gefundenen Leichen weitgehend bestätigt. Die Revision des Angeklagten war lediglich in einzelnen Punkten erfolgreich. Das Landgericht Koblenz hatte den Mann im Oktober 2025 zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt, die besondere Schwere der Schuld festgestellt und Sicherungsverwahrung angeordnet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Wallstraße in Sinzig.  Foto: ROB
881

Der Verkehr in der Wallstraße ist für manchen Anwohner ein Problem - aber nicht nur da gibt es Probleme, wie uns nun ein Leser schreibt

Leserbrief: Gefährlicher Straßenverkehr in Sinzig

Als Anwohner der Ausdorferstraße kann ich den Bericht über die Wallstraße voll und ganz bestätigen. Jeden Abend hören wir, wie Autos mit quietschenden Reifen durch den Kreisel rasen.

Weiterlesen

Marktmeister Lars Rittgen hat die Pläne für den Michelsmarkt und den Wochenmarkt stets im BlickFotos: WAMFO.DE
347

BLICK aktuell sprach mit Marktmeister Lars Rittgen über die Vorbereitungen zum Michelsmarkt und über die Wochenmärkte in Andernach

„Bevor der Michelsmarkt beginnt, ist die Arbeit längst in vollem Gange“

Andernach. Der Michelsmarkt gehört zu Andernach wie die Stadtmauer, der Geysir und der Rhein. Wenn sich im Herbst die Innenstadt mit Fahrgeschäften, Buden, Händlern und zahlreichen Besuchern füllt, wirkt vieles selbstverständlich. Doch bevor sich die ersten Karussells drehen und die Marktstände öffnen, steckt bereits eine Menge Arbeit dahinter.

Weiterlesen