Allgemeine Berichte | 23.08.2019, 17:45 Uhr

Musikreporterin Lea-Katharina berichtet vom Green Juice Festival

Eines der kleinsten, aber auch sympathischsten Festivals in unserer Region

Aus einer privaten Initiative heraus entstand ein Festival, das Tausende begeistert.

Junge Leute organisieren das Green Juice für ihr junges Publikum, das junge Bands ebenso feiert wie die Großen der Branche. Fotos: -LEA-
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Bonn. 8.500 Musikfans feierten die zwölfte Ausgabe des Green Juice Festivals in Bonn-Beuel. Neben vielen jungen Zuschauern, die extra nach Bonn angereist sind, sah man auch viele Familien mit Kindern und Großeltern auf dem Gelände.

Am Freitag lockten ein strahlender Sonnenschein sowie die Bands Wildfire, Smiley and Burn, Gigant Rooks, Swiss & die Andern und der Headliner Ok Kid rund 4.500 Besucher auf das Festivalgelände. Zusätzlich zur Hauptbühne präsentierte das Festival eine DJ-Bühne, auf welcher Besucher bei Umbauarbeiten auf der Hauptbühne tanzen konnten.

Organisierte Autogrammstunden gaben Besuchern die Chance, ihre Lieblingsbands persönlich kennen zu lernen und ein Autogramm und Foto als Andenken mit nach Hause zu nehmen. Es herrscht eine sehr familiäre und freundliche Stimmung auf dem Festival.

Familiärer Flair: Feiern unter Freunden

Besucher berichten uns, sie haben das Gefühl, in einem großen Freundeskreis zu stehen, da man mit anderen Besuchern schnell in Kontakt käme und sich ein bisschen wie zu Hause fühle. Auf die Frage, ob große Festivals wie „Rock am Ring“ oder eher die kleinen Musikveranstaltungen wie das Green Juice Festival bevorzugt werden, antworten uns fast alle befragten Besucher mit: Auf jeden Fall die Kleinen.

Viele abwechslungsreichen Essens- und Getränkestände stärkten die Festivalbesucher in Pausen. Sponsoren sorgten für Sportprogramme oder kleine „Goodies“, die mit nach Hause genommen werden konnten.

Auch der zweite Festivaltag lockte viele Besucher nach Bonn-Beuel. Trotz des Regens tanzten Besucher in Regenponchos zu Musik von Chin up, Roskapankki, Bloodhype, Alli Neumann, Rogers, Sojaschule und dem Headliner Royal Republik. Das Wetter machte hier niemandem einen Strich durch die Rechnung.

2020 wird‘s wieder grün

Für einen Gänsehautmoment sorgte die Verabschiedung des Festivals am Samstagabend im Rahmen eines großen Feuerwerks, welches der Veranstalter Julian Reiniger im Garten seiner Eltern zündete. Zuvor traten er und seine Crew auf die Bühne, um sich bei dem Publikum für ein tolles Green Juice 2019 zu bedanken. Ein Riesen Applaus tobte in der Menge, als Julian das Green Juice 2020 bestätigte. Der Vorverkauf startete bereits am Samstag Abend. Das Green Juice Festival, ein Festival, das durch eine tolle Organisation glänzte und den Besuchern ein reibungsloses und schönes Wochenende ermöglichte.

Aller Anfang war klein

Mitten im Wohngebiet veranstalten Julian Reiniger und sein Bruder bereits seit elf Jahren das Bonner Festival. Ihr Elternhaus steht direkt hinter der Mainstage, auf welcher all die Jahre schon große Bands wie die Donots, Leoniden, Jupiter Jones, Royal Republik und viele weitere Musiker den Rasen zum Beben gebracht haben.

Ein Problem ist dies für die Anwohner nicht. Ein gutes Verhältnis zwischen Anwohnern und Veranstaltern sorgt für Toleranz gegenüber Lärm und dem Besuch von großen Menschenmassen im Stadtgebiet Beuel.

Aber was macht das Festivals so sympathisch, oder gar zum sympathischsten Festival unserer Region?

Julian Reiniger verrät der Musikreporterin Lea Katharina in einem Interview, dass er damals mit jungen 13 Jahren einen Ort gesucht habe, wo er mir seiner Band auftreten könne. Ein Blick aus seinem Kinderzimmer brachte ihn auf eine goldene Idee, welche sein Leben komplett auf den Kopf stellen sollte. Ein Konzert mit 200 Zuschauern auf der Parkwiese mitten im Wohngebiet. Fünf Bands spielten am 30. August 2008 erstmalig auf dem Green Juice Festival. Damals noch auf einem LKW, welchen der Vater der Reiniger Brüder organisieren konnte. Der Startschuss für etwas Großes. Über all die Jahre entwickelte sich das Festival weiter.

Sponsoren ermöglichten die Finanzierung von größeren Bands, Equipment und einer professionelleren Bühne. Heute managen die Veranstalter ihre eigene Firma: Das Green Juice Festival ist für sie ein Jahresprojekt.

Im Glanz der Stars erstrahlen

Das besondere am Green Juice Festival ist die Idee, dass junge Bands aus unserer Region die Chance bekommen, mit großen Bands aufzutreten. Die Veranstalter, die selbst leidenschaftliche Musiker sind, wissen, wie schwierig es ist, in Bonn und Umgebung Auftrittsmöglichkeiten zu finden. Junge Bands bekommen beim Green Juice Festival die Gelegenheit, ihr Talent vor vielen tausenden Menschen unter Beweis zu stellen und auf einer großen, professionellen Bühne zu stehen. Das Motto des Festivals „Von Jugendlichen, für Jugendliche“ soll jungen Besuchern die Möglichkeit geben, für wenig Geld ein tolles Wochenende zu erleben. Auch die Preise für Speisen und Getränke werden auf dem Festivalgelände bewusst gering gehalten.

Außergewöhnliches Engagement

Die Green Juice Crew hinter der Bühne oder auch auf dem Festivalgelände besteht aus freiwilligen Helfern. Niemand verlangt Geld dafür, Julian Reiniger und seinem Team zur Seite zu stehen. Ob hinter dem Getränkestand oder beim Pommesverkauf, überall sind Helfer zu finden, die sich teilweise extra Urlaub für dieses Event nehmen.

Das Green Juice Festival, eines der sympathischsten Festivals unserer Region, weil es hier in keiner Weise darum geht, das größte Kapital aus einer Veranstaltung zu ziehen, sondern darum, Menschen mit einer großen Liebe zur Musik für kleines Geld zusammen zu bringen.

Eines der kleinsten, aber auch sympathischsten Festivals in unserer Region

Eines der kleinsten, aber auch sympathischsten Festivals in unserer Region

Eines der kleinsten, aber auch sympathischsten Festivals in unserer Region

Junge Leute organisieren das Green Juice für ihr junges Publikum, das junge Bands ebenso feiert wie die Großen der Branche. Fotos: -LEA-

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