Allgemeine Berichte | 16.12.2022

Kreisverwaltung Ahrweiler bringt Energieversorger und Unternehmen zusammen

Energiewende: Die Zukunft des Wasserstoffs im Kreis Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der angespannten politischen Lage und der steigenden Energiepreise wird die Antwort auf die Frage nach zukunftsfähigen Energiequellen immer drängender. Als ein alternativer Energieträger bietet sich auch im Kreis Ahrweiler die Nutzung von Wasserstoff an. Auf Initiative der Landrätin hat die Kreisverwaltung Ahrweiler ortsansässige Unternehmen und Energieversorger eingeladen, um im Rahmen einer Auftaktveranstaltung erste Schritte für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur sowie mögliche Potenziale gemeinsam zu besprechen.

„Der Kreis hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, seinen Energiebedarf bis 2045 CO2-neutral zu decken. Die heute bereits verwendeten technischen Lösungen führen jedoch häufig dazu, dass bisher genutzte Energieträger vorwiegend durch Strom ersetzt werden, so beispielsweise im Individualverkehr. In vielen Bereichen, vor allem aber im ÖPNV, dem Schwerlastverkehr oder auch beim Thema Prozess-Energie ist es oftmals nicht möglich, einfach auf Strom umzustellen. Deshalb wollen wir gemeinsam mit den Unternehmen in unserem Kreis und den Energieversorgern Wasserstoff als Energiequelle der Zukunft für unseren Kreis etablieren. Umso mehr freut es uns, dass die Resonanz so positiv und die Teilnahme an der Veranstaltung rege war“, erklärt Landrätin Cornelia Weigand.

Neben einem Informationsaustausch zu aktuellen Anwendungsbeispielen – auch aus dem Kreis –, dem Ausbau der notwendigen Infrastruktur und Fördermöglichkeiten ging es darüber hinaus um die Knüpfung von Kontakten zwischen Unternehmen und Energieversorgern. Auch konnten mögliche weitere Themenfelder für Folgeveranstaltungen identifiziert werden.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass die in Rheinland-Pfalz ansässige Industrie, aber auch mehrere Lehr- und Forschungseinrichtungen optimale Voraussetzungen für einen Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in der Region bieten. Zudem wird bis zum Jahr 2045 der steigende Strombedarf eine Rückverstromung aus Wasserstoff erforderlich machen. Denn die Stromerzeugung aus Wind- und Photovoltaik-Anlagen unterliegt witterungs-, jahreszeiten- und standortbedingten Schwankungen, die mittels Wasserstoff als Energiespeicher abgepuffert werden können.

Für den Transport von Wasserstoff werden in Rheinland-Pfalz vor allem bestehende Gaspipelines umgenutzt, einzelne Pipelines sollen jedoch auch neu geschaffen werden. Diese „Hauptadern“ der neuen Infrastruktur werden in unmittelbarer Nähe zu oder durch den Landkreis Ahrweiler führen, welcher dadurch zu einem zentralen Punkt der Wasserstoffinfrastruktur in Rheinland-Pfalz wird und als Verbindung in die Region Köln-Bonn an Bedeutung gewinnt. Schon jetzt sind beispielsweise die durch den Aufbau im Ahrtal neu verlegten Gasleitungen für den Transport von Wasserstoff ausgelegt.

Wer sich an der Wasserstoff-Initiative des Kreises Ahrweiler beteiligen möchte, kann sein Interesse per E-Mail an wasserstoff@kreis-ahrweiler.de bekunden.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
150 Jahre Krupp Verlag
Stellenanzeige / 150 Jahre Zeitungsgeschichte
150 Jahre Sinziger Zeitung
150 Jahre Zeitungsgeschichte
150-jähriges Jubiläum Krupp Verlag
Empfohlene Artikel
Foto: Vanessa Strohe, LBM Cochem-Koblenz
16

Remagen-Kripp. Der Wiederaufbau im Ahrtal erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein: Für den Neubau der Kläranlage Untere Ahr im Auftrag des Abwasserzweckverbandes Untere Ahr wird eine direkte Anbindung an die B 266 geschaffen. Mit einem Investitionsvolumen von ca. 240 Millionen Euro zählt die neue Kläranlage zu den größten Wiederaufbauprojekten im Ahrtal und bildet einen wesentlichen Baustein für eine zukunftssichere Abwasserinfrastruktur.

Weiterlesen

Der „Hungerfelsen“ bei Kripp. Foto: Rolf Niemeyer
20

Kripp. Aufgrund der anhaltenden Dürre sinken die Pegelstände des Rheins momentan. Eine Folge der sinkenden Pegelstände hat BLICK aktuell-Leser Rolf Niemeyer festgehalten: Bei Kripp hat er den „Hungerfelsen“ im Flussbett abgelichtet – also eine Wasserstandsmarkierung, die nur bei extremem Niedrigwasser sichtbar wird und früher deshalb drohende Hungersnöte durch Dürre signalisierte. Rolf Niemeyer schreibt zu seinem Foto:

Weiterlesen

Weitere Artikel
Am Sasmtag 19.September heißt es wieder „Andernach tanzt“
332

„Anzeige“ Andernach. Die Andernacher Tanzparty geht in die vierte Runde. Unter dem Motto „Andernach tanzt“ wird es am Samstag, 19. September 2026 unter anderem wieder zahlreiche „Disco-Foxtrott Runden“ mit Musik der vergangenen 60 Jahre geben. Für beste Partystimmung sorgt der von den HR 1 Dancefloor bekannt Video-DJ Peter Baur mit alten und auch aktuellen Top Hits. Musikvideos auf Großleinwand, die Fotobox sowie eine Cocktailbar sind eingeplant.

Von Thomas Manstein aus Sinzig

Weiterlesen

Symboldbild.
1419

Nach dem schweren Unfall in der Bismarckstraße sucht die Polizei nach Zeugen

10.07.: Nach schwerem Unfall in Andernach: Beifahrerin außer Lebensgefahr

Andernach. Am 9. Juli 2026 ereignete sich um 10:45 Uhr in Andernach an der Kreuzung Bismarckstraße/Breite Straße ein schwerer Unfall. Die Polizei hat inzwischen bekannt gegeben, dass sich die Beifahrerin des Unfallfahrzeugs außer Lebensgefahr befindet. Sobald ihr Gesundheitszustand es erlaubt, wird sie von der Polizei befragt, um den Hergang des Unfalls aufzuklären. Auch weitere Zeugen sollen zu dem Vorfall befragt werden.

Weiterlesen